Biergartenbesuch

So, heute sitze ich bei herrlichem Wetter im Garten und übe das Schreiben auf dem Struppie-Laptop. Das ist gar nicht so einfach, da sich die Tasten nicht immer da befinden, wo ich sie gern hätte, und manche sind auch etwas klein geraten. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.

Gestern haben wir eine mittellange Radtour nach Deutschland gemacht. Ich habe nämlich in einem Fachgeschäft eine Fahrrad-Unterhose erworben, damit ich nicht wochenlang in Radlerhosen fahren muss, sondern auch mal was anderes, luftigers anziehen kann. Diese Unterhose musste natürlich auf einer längeren Strecke gestestet werden. Ich bin zufrieden damit, und da sie die erste Wäsche auch überstanden hat, ohne zwei Nummern kleiner zu werden, kann ich mir jetzt beruhigt noch ein paar davon zulegen. Billig sind die nämlich nicht.

Die gestrige Tour war sehr schön. Obwohl sich bei den derzeitigen Wetterverhältnissen (trocken und etwas windig) die Pollen sehr wohl fühlen, brauchte ich nur eine Heuschnupfentablette. Vielleicht legt sich das Heuschnupfengedöns ja mit zunehmendem Alter.

Erstaunlicherweise waren diesmal recht wenig Sonntagsradler unterwegs, die in Schlangenlinien über den Radweg gurken oder an der schmalsten Stelle in grösseren Rudeln zusammenstehen und über den weiteren Streckenverlauf debattieren.

So kamen wir recht schnell bei der Haarmühle an, wo wir uns im Biergarten einen kleinen Imbiss genehmigten. Die Haarmühle, eine alte Wassermühle mit Restaurant und Biergarten, gehört zu den Standardzielen für die ersten Radtouren des Jahres.

Im Jahr 2002 (Grundgütiger, ist das wirklich schon so lange her!) wollten sie dort das WM-Finale Deutschland – Brasilien auf einem grossen Bildschirm zeigen. Die Idee gefiel uns sehr gut: Hinradeln, gemütlich essen, Fussball schauen und wieder nach Hause fahren. Heutzutage ist das ein bekanntes Phänomen und heisst auf gut Deutsch „Public Viewing“, damals war das noch ziemlich neu.

Gut, wir waren pünktlich, doch weit und breit war noch nichts von einer Grossleinwand zu sehen. Na gut, es war ja noch Zeit. Ungefähr zehn Minuten vor Beginn lag zumindest schon ein Verlängerungskabel auf dem Podium. Nach  und nach sickerte durch, dass das Auto mit Leinwand und Beamer in den Graben gefahren war. Dem Fahrer war wohl nichts Schlimmes passiert, aber das Auto war nicht mehr fahrtüchtig. Bis sie Ersatz aufgetrieben hatten, war die erste Halbzeit vorbei. Aber egal, zur zweiten Halbzeit stand die Leinwand.

Leider stand aber das Podium etwas ungünstig, so dass die Nachmittagssonne voll auf die Leinwand schien. Man sah also die Spieler nur sehr schemenhaft, und dass die Deutschen in Weiss und die Brasilianer in Gelb spielten, war nicht gerade hilfreich. Aber der Ton funktionierte immerhin.

Es war auf jeden Fall ein denkwürdiger Besuch, wenn ich mich auch an den Spielstand nicht mehr erinnern kann. Ich weiss nur, dass Deutschland nicht Weltmeister geworden war.

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Kategorien: 2011 - Radtour, Verschiedenes / Diversen | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Biergartenbesuch

  1. Hoi!

    Dus jullie eerste tocht zit er al op!
    Heel veel succes met de komende tochten!

    Groeten Ellen

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