Nach Dänemark

Heute verliessen wir Bremen und fuhren mit dem Zug nach Flensburg. Am Bahnsteig standen noch fünf weitere Radfahrer, die ebenfalls mit wollten. Es wurde zwar etwas hektisch, aber auch hier war das Bahnpersonal äusserst freundlich und hilfsbereit.
Das Umsteigen in Hamburg klappte ohne Probleme, und gegen 15 Uhr waren wir in Flensburg. Nun hiess es, aus der Stadt heraus zu kommen, was gar nicht so einfach war. Es gibt zwar ein paar Fahrradschilder, aber die zeigen alle in verkehrte Richtungen. Und die paar anderen Schilder weisen zur AUtobahn oder Kraftfahrstrasse. Ohne Kompass wären wir wohl noch Stunden durch die Gegend geirrt. Vielleicht könnten die Stadtväter mal Bremen einen Besuch abstatten? Da könnten sie sicher einiges lernen.


Und wer glaubt, dass Flensburg flach ist, weil es sich so weit im Norden befindet, ist gewaltig auf dem Holzweg. Die Stadt erstreckt sich über gefühlte 17 Hügel, die uns ein fröhliches Auf udn Ab bescherten.  Aber ab Harrislee war die Welt wieder in Ordnung, Die Schilder stimmten wieder und wir waren auf der Strasse nach Apenrade / Abenraa (ein schönes Grenzwanderer-Wortpaar).
Heute morgen hatten wir noch in der Zeitung gelesen, dass die Dänen die Grenzkontrollen zu den Nachbarländern verstärken wollten, und ja – beim Grenzübergang Krusaa standen sie! Aber wir durften unbehlligt durchfahren.
Die Strecke führte uns über sanfte Hügel vorbei an Getreide- und Rapsfeldern bis nach Abenraa. Der Campingplatz dort liegt allerdings auf einer steilen Anhöhe, die mich zusammen mit einem kräfitgen Windstoss von vorne fast in die Knie zwang.
Der Campingplatz ist sehr schön, und wir mussten nicht auf die Zeltwiese, sondern durften uns einen Wohnwagenstellplatz aussuchen, da der Platz in der Vorsaison noch recht leer ist.

Dann gingen wir Einkaufen (es gibt dort einen Aldi und einen Lidl) und erkundeten das Städtchen – sehr nett mt einem Hafen, in dem Industrie und Vergnügen sehr nah beisammen liegen, aber um 18 Uhr klappen sie wohl wirklich die Bürgersteige hoch.

Mir hing der Magen schon in den Kniekehlen, und ich wollte einfach nur irgendwo sitzen und die Kekspackung schlachten. Peter fragte: „Hast du die in deiner Tasche?“ Ich: „Glaubst du im Ernst, dass ich noch hinter dir herdackeln würde, wenn ich sie hätte?“
Mit einer Mikrowellenmahlzeit und einem Bierchen fand der Tag sein Ende.

Zu guter Letzt: Noch ein paar Schwalben beim Küchengebäude.

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Kategorien: 2011 - Radtour | Hinterlasse einen Kommentar

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