Von Sneek nach Ameland

Ein paar Tage blieben wir noch in Sneek. Einmal fuhren wir noch nach Grou, wo wir mit Lieuwe eine Bootsfahrt machten. Das Wetter war phantastisch, und wir fuhren ziemlich lange durch Seen und Kanäle. Auf dem Rückweg nach Sneek radelten wir durch einige Ortschaften, an denen wir auch mit dem Boot vorbei gekommen waren. Vom Wasser aus sehen sie wirklich ganz anders aus!

Die Vögel auf unserem Campingplatz machen gelegentlich einen ganz schönen Krach, und sie können auch diverse Handy-Klingeltöne imitieren, was oft irritierte Blicke der anderen Camper zur Folge hatte.

Am nächsten Tag kam ein kräftiges Gewitter und es schüttete aus Eimern. Aber wie wir ja wissen, muss man ja auch an die Landwirtschaft denken, und es war wirklich lange trocken gewesen. Ausserdem trafen wir uns mit der Familie.

Dann hatte Peter Geburtstag. Die Kerzen auf der Torte brannten zwar nur kurz, aber immerhin! Von Rudolf und Marian bekam er einen Reiseführer von Ameland – sehr praktisch, da wir dort als nächstes hinwollen.

Wir besuchten Peters Vater, der auch Geburtstag hatte und assen noch einmal Kuchen. Danach taten wir wieder etwas für die Kultur und besuchten das Schiffahrtsmuseum. Nach dem ganzen Kuchen an diesem Tag hatten wir Hunger auf was Gscheit’s und gingen chinesisch essen. Der Campingplatz hatte sich inzwischen wieder geleert und wir hatten die Zeltwiese wieder ganz für uns.

Dann wurde es Zeit, um wieder ein Stück weiter zu ziehen, so lange sind wir normalerweise nicht an einer Stelle. Das merkte man auch, unsere bisher noch halbwegs systematisch geordneten Sachen waren zu einem Riesenverhau mutiert. Deshalb brauchten wir ziemlich lange, bis wir eingepackt hatten.

Wir brachen auf nach Holwerd, von wo aus wir die Fähre nach Ameland nehmen wollten. Unterwegs verfranzten wir uns in Leeuwwaarden, wo wir beide schon über zehn Jahre nicht mehr gewesen waren. Und so eine Stadt verändert sich in dieser Zeit.

Dann nahmen wir eine Strasse, die gerade geteert wurde. Die Baustelle war zwar angekündigt, aber wir riskierten es doch, da die Alternative ein ziemliches Stück aussenrum gewesen wäre. Und mit dem Rad kommt man ja meistens irgendwie durch, dachten wir. Das ging an sich auch, aber wir mussten die Räder ein ziemliches Stück auf dem Grünstreifen schieben, da neben uns eine Dampfwalze den heissen Teer verteilte.

Trotz dieser Verzögerungen erreichten wir rechtzeitig den Fährhafen. Mit uns wollten ungefähr vier Schulklassen mit Rädern und Rollkoffern auf die Insel. Das konnte ja heiter werden! Zum Glück ist Ameland gross genug, so dass sich der Schwarm nach dem Hafen verlief, und wir machten uns auf die Suche nach dem Campingplatz. Das war gar nicht so einfach, da es mal wieder erst dann ein Schild gibt, wenn man schon fast kurz davor steht. Aber wofür gibt es den nettern Herrn vom Postamt, der mir den Weg genau beschrieb?

Der Campingplatz befindet sich am nördlichen Rand von Nes mitten in den Dünen, wo Karnickel grasen, Fasane durch die Gegend rennen und Möwen uns beim Essen beobachten.

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Kategorien: 2011 - Radtour | Hinterlasse einen Kommentar

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