Der Weserradweg, Teil 1

Ich weiss, ich habe länger nichts von mir hören lassen, aber in dieser Gegend ist es mit dem WLAN auf den Campingplätzen so eine Sache – entweder sind die Plätze so einfach, dass man diesen Schnickschnack für komplett überflüssig hält, oder man will es irgendwann mal anbieten, oder man ist gerade dabei, und es funktioniert noch nicht. Dass Ergebnis ist in allen Fällen dasselbe. Jetzt wird aber mal wieder einiges nachgetragen.

Nach unserer kurzen Unterbrechung setzten wir die Tour fort. Am Nachmittag  versuchten wir, vom Bremer Bahnhof aus auf den Weserradweg zu kommen, doch es war gar nicht so leicht, aus der Stadt zu kommen. Die Schilder hängen hier ziemlich hoch und sind oft nicht da, wo man sie bräuchte. Auch lag viel Glas auf dem Radweg. Die Karte des Radwegs war anfangs auch etwas gewöhnungsbedürftig, da sie sehr detailliert ist (3 cm = 2 km). Später stellten wir jedoch fest, dass das notwendig ist, da der Weg ziemlich meandert. Doch dann waren wir endlich aus der Stadt und fanden einen Campingplatz in Bollen bei Achim.

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Drakenburg und von dort nach Porta Westfalica. Irgendwie macht dieses Stück der Route noch einen etwas unausgegorenen Eindruck: Alle paar Meter eine Kurve, und mit jedem Richtungswechsel ändert sich auch der Strassenbelag: Teer, Kies, Betonplatten (vorzugsweise geborsten), Feldwege, Gras – jeder Richtungswechsel verspricht ein neues Abenteuer! Auch führt die Strecke hier so zwischen den Ortschaften durch, dass es eines grösseren Umwegs bedarf, um festzustellen, ob es dort eine Eisdiele gibt.

Aber ab Petershagen wird es besser: Es gibt schone Fahrradrastplätze und Biergärten, so dass man sich als Radfahrer wieder willkommen fühlt.  Dieser Eindruck wurde uns auch vom “Gegenverkehr” bestätigt.

In Drakenburg feierten wir gemütlich unseren 14. Hochzeitstag, indem wir uns im Supermarkt mit allen möglichen Leckereien eindeckten, die wir dann auf dem Campingplatz verspeisten. Anstatt Sekt schien uns jedoch wegen des Kopfsteinpflasters im Ort ein Weisswein die bessere Alternative. Mit diesem stiessen wir auch auf unsere Trauzeugen an. Einer der beiden hatte sich einmal bitter beklagt, dass man immer nur dem PAar gratuliert, aber über die Trauzeugen wird danach kein Wort mehr verloren. Das soll sich hiermit ändern, ihr habt es super gemacht.

In Drakenburg machten wir Bekanntschaft mit der „Weser-Rennaissance“ – schöne Gebäude mit vielen Verzierungen und Fachwerk.

Der Campingplatz ist übrigens auch sehr radlerfreundlich, man wird sehr herzlich empfangen, und diese Konstruktion (Lampe, Wäschespinne und Fahrradständer in einem) könnten sie wirklich patentieren lassen.

Wir stellten am Morgen fest, dass das Abbauen und Einpacken schneller geht, wenn sich auf der Zeltwiese noch mehr Radler befinden, die dasselbe tun. Dann ging es weiter über Nienburg und diverse nette Dörfer.

Wir passierten auch das Wasserstrassenkreuz von Minden, wo der Rhein-Weser-Kanal über die Weser geleitet wird. Wegen Bauarbeiten konnte man es aber leider nicht aus der Nähe betrachten.

Am Nachmittag erreichten wir Porta Westfalica, wo das Kaiser-Wilhelm-Denkmal hoch über der Stadt thront.

Den ganzen Tag war es sehr heiss, so dass wir von der Möglichkeit des Freibads auf dem Campingplatz dankbar Gebrauch machten. Trotz der Hitze war das Weserwasser eiskalt, aber sehr erfrischend – gnau das, was wir jetzt brauchten.

Fortsetzung folgt.

Kategorien: 2011 - Radtour | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Der Weserradweg, Teil 1

  1. Schön, wieder was von Dir zu lesen! Freue mich schon auf das nächste Status-Update.

  2. Danke! Den Radfahrerteil haben wir ja jetzt beendet, aber es wird natürlich weiter geschrieben, wenn auch in unregelmäßigen Abständen.

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