Fusion Cooking à la scrooge

Laut Wikipedia versteht  man unter „Fusionsküche“ die „Kombination unterschiedlicher Esskulturen und Kochkünste sowie die Vermischung klassischer Regional- und Nationalküchen.“

Vor ein paar Jahren erhielt ich von einer Freundin folgendes Rezept für Auberginen-Curry:

2 Zwiebeln pürieren, in etwas Öl (ich nehme Erdnussöl) leicht anbraten, dazu zwei Knoblauchzehen pressen.
Ein paar Löffel Patak Currypaste Madras dazu geben, mitrösten bis der typische Currygeruch aus dem Topf steigt.
Dann das Fleisch dazu (zwei ganze Hühnerbrustfilets in Stücken oder eventuell auch Rindfleisch), ganz kurz mit anbraten.
Eine Dose geschälte Tomaten klein schneiden und eventuelle Stengelansätze und Schalen wegholen. In den Topf geben und noch mal scharf aufkochen.
Mit ein bisschen Brühe (oder Wasser) aufgießen, köcheln lassen.
Ich mag es mit Kokos, also gebe ich noch einen Brocken Creamed Coconut dazu (manchmal auch einen ganz kleinen Brocken Palmzucker, wenn ich ein bisschen viel Currypaste erwischt habe).
Ich lasse das Ganze ca. eine halbe bis eine Stunde ganz langsam köcheln. Ab und zu umrühren.
Etwa 15-20 Minuten bevor ich essen will, gebe ich die in Würfel geschnittenen Auberginen dazu und auch eine Handvoll große schwarze Rosinen.
Auf die Auberginen gleich noch etwas Salz, wieder köcheln lassen.
Zum Schluss abschmecken (manchmal fehlt noch etwas Salz oder Limonensaft).
Vor dem Servieren frischen Koriander darüber geben und mit Basmati, Nan und eventuell Chutney servieren.

Im Lauf der Jahre habe ich das Rezept modifiziert. So nehme ich z.B. meistens Rindfleisch, da es einfach intensiver schmeckt als Hühnerfleisch, und gebe zusätzlich zu den Auberginen auch Champignons und manchmal Paprika dazu und lasse alles von Anfang an mitkochen. Die Rosinen lasse ich weg, da die sich meiner Meinung nach besser in Stollen oder Apfelkuchen machen. Außerdem lasse ich das Curry gern ca. 2 Stunden langsam köcheln und manchmal auch über Nacht stehen („reifen“, wie der Gatte so schön sagt).

Und heute haben wir statt Reis mal Knödel „halb und halb“ dazu gemacht. Fertig ist das indisch-bayerische Fusionsgericht. Schmeckt gar nicht schlecht. Knödel passen schließlich zu (fast) allem.

Foto (c) by Axel Hoffmann, http://www.pixelio.de/

Kategorien: Ganz "normaler" Alltag | Schlagwörter: , , , , , | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Fusion Cooking à la scrooge

  1. Steht fürs Nächste Wochenende auf dem Plan! Danke! Ich muss nur eine Alternative fürs Fleisch finden – Huhn kommt bei mir überhaupt nicht mehr auf den Tisch. Werde morgen mal posten, warum nicht. Und fürs Hack gibt es im Reformhaus recht guten Ersatz (ich esse seit Anfang des Jahres kein Fleisch mehr, oder nur sehr selten).
    Liebe Grüße und Gute Nacht!
    Elvira

    • Man kann das Gericht auch nur mit Gemüse machen, z. B. noch Zucchini dazu geben. Tofu geht auch, da das Curry an sich schon recht kräftig schmeckt. Gelegentlich nehme ich statt Curry Madras auch rotes Thai-Curry, das ist etwas schärfer. Viel Erfolg beim Ausprobieren und guten Appetit.

  2. Pingback: Kunstroute (2) « Grenzwanderer

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