Vorweihnachtszeit

Vorweihnachtszeit, wie ich sie von früher kenne: den Adventskranz aufstellen, Plätzchen backen, Geschenke für Familie und Freunde aussuchen, Weihnachtsmärkte besuchen, Glühwein trinken, diverse Weihnachtsfeiern etc. Nicht gerade die „stade Zeit“, die in romantischen Weihnachtserzählungen heraufbeschworen wird, sondern durchaus hektisch, da am Ende des Jahres auch alles Mögliche fertig werden muss. Aber trotzdem simmungsvoll und voll Vorfreude. Ich glaube, ich werde auf meine mittelalten Tage nostalgisch.

Hier in den Niederlanden ist das anders: Ende November hält Sinterklaas Einzug, und am 5. Dezember ist „Pakjesavond“, das Nikolausfest (Alex hat das auf buurtaal sehr ausführlich beschrieben). Vor allem für Familien mit Kindern ist das ein schönes, fröhliches Fest. Und danach kann dann der Baum aufgestellt werden.  Laut Gatten eine durchaus übliche Konversation unter Kollegen: „Mistwetter heute.“- „Kannst du laut sagen. Steht bei dir der Baum schon?“ – „Nee, machen wir morgen.“

Also, meins ist das ja nicht.  Als wir noch einen Baum hatten, wurde er am 24. Dezember aufgestellt und stand bis Dreikönig – wie sich das gehört.  Aber in den letzten Jahren sind wir zwischen den Jahren so oft unterwegs, dass für die paar Tage, die wir zu Hause sind, kein Baum das Leben lassen muss.

Als wir das letzte Mal Weihnachten bei meinen Eltern verbrachten und dort wie gewohnt am Heiligabend den Baum aufstellten, machten mein Mann und ich nach getaner Arbeit einen Spaziergang. Und wie kamen an vielen Häusern vorbei, wo die Leute mit dem Baumschmücken beschäftigt waren – man konnte die Spannung und Vorfreude direkt fühlen. Das vermisse ich hier manchmal .Aber es gibt ja genug Gelegenheiten, um über die Grenze zu fahren.

Am zweiten Adventswochenende waren der Gatte und ich in der alten Heimat. Der Regen in Norddeutschland wich langsam schönerem Wetter im Süden, und wir wurden sogar von einem Alpenblick empfangen. Und natürlich gab es Schnitzel.

Zusammen mit zwei Freundinnen klapperten wir vier Weihnachtsmärkte in München ab (wegen der Lichtverhältnisse konnte ich nur zwei davon fotografieren):

Mit anderen Freunden besuchten wir ein Adventskonzert in einer kleinen Kapelle, gestaltet von Kindern und Jugendlichen der Siedlung. Es war schön, mal wieder oberbayrische Lieder und Gedichte zu hören:

Und unser Freund, der einen Fahrradladen hat, fuhr den Nikolaus in einer Rikscha spazieren:

Und ein Wochenende später war das alljährliche Weihnachtsmarkttreffen in Münster:

Doch, es war eine schöne Vorweihnachtszeit.  Und jetzt kann Weihnachten kommen.

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Kategorien: Ganz "normaler" Alltag, Typisch Nederlands - typisch deutsch (?), Verschiedenes / Diversen | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „Vorweihnachtszeit

  1. april

    Egal, ob man es jetzt lieber hektisch oder ruhig hat, Hauptsache man ist glücklich und zufrieden und freut sich.
    LG, April

  2. Wir haben jetzt das dritte Jahr in Folge keinen Baum. 2009 Kam mein Mann am 22.12. mit einer schweren Herzmuskelentzündung ins Krankenhaus. Da es ihm vorher schon sehr schlecht ging, hatten wir keine Gelegenheit zum Baumkauf. Im letzten und diesem Jahr sind wir an den Weihnachtstagen bei den Kindern. Aber ich vermisse das Schmücken! Als die Kinder noch ganz klein waren, haben wir den Baum am Abend des 23.12. geschmückt. das Wohnzimmer blieb am 24. dann verschlossen. Bei uns gab es nie einen Weihnachtsmann, aber das Christkind hat natürlich heimlich den Baum gebracht. Später schmückten die Kinder mit. Das waren unglaublich schöne Abende mit Singen und Späßen. Liebe Scrooge, ich glaube in der Tat, dass wir in ein nostalgisches Alter kommen 😉
    Herzlichst,
    Elvira

  3. Lehrreicher Blogpost. Interessant, wenn man sowas auch mal aus einer anderen Perspektive beschrieben lesen kann.

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