Neues von der Fitnessfront

Irgendwann hatte ich ja mal erwähnt, dass ich mich für eine kostenlose Probewoche im Fitnessstudio angemeldet habe. Inzwischen bin ich seit fast zwei Monaten Mitglied – gut, nicht wahr?

Die erste Peinlichkeit habe ich mir dort auch schon geleistet: Bei den Schließfächern muss man erst einen vierstelligen Code eingeben und dann die Tür zumachen. So weit, so gut. Nach dem Sport bekam ich die Tür nicht mehr auf und musste mich bei der Rezeption melden. Gestern vernahm ich allerdings erfreut, dass das auch anderen passiert ist – kein Wunder, dass Schließfach Nummer 85 immer frei ist. Jetzt nehme ich immer dasselbe Fach, von dem ich weiß, dass es funktioniert. Trotzdem lässt mich die Befürchtung nicht ganz los, dass das Schloss irgendwann mal die Mitarbeit verweigert, wenn ich gerade aus dem Schwimmbad komme, und dann darf ich in ein Handtuch gewickelt und friedlich vor mich hintropfend durch die Trainingshalle zur Rezeption dackeln.

Am Anfang stellte ich mir das Ganze noch recht entspannt vor: ein bisschen an den Geräten rumturnen, dann eine Runde schwimmen und zum Schluss gemütlich im Whirlpool plätschern.

Da hatte ich aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht, die Leute dort kennen ihre Pappenheimer und deren innere Schweinehunde. Ich bekam einen Betreuer zugewiesen, der mich eingehend nach meinen Zielen befragte (etwas bessere Kondition, Stärkung der Beinmuskulatur wegen gelegentlich rumzickendem Knie, ein paar Kilo weniger wären vielleicht auch nicht verkehrt …). In den nächsten Wochen ließ er mich diverse Proberunden an den Geräten absolvieren, und letzte Woche kam er mit meinem persönlichen Übungsschema für die nächsten zwei Monate.

Vierzehn Übungen, ein paar davon machen auch Spaß, aber der Rest ist mehr oder weniger gräßlich. Bei einer Übung hängt man  mit dem Kopf nach unten über einem Gerät wie ein zum Trocknen aufgehängter Badezimmerteppich und muss dann den Oberkörper mehr oder weniger elegant nach oben strecken. Misstrauisch beäugte ich das Gerät von allen Seiten: „Und da soll ich jetzt drauf? Ist das auch wirklich stabil?“ – „Bestimmt. Ich arbeite schon zehn Jahre mit diesem Gerät, und es ist noch nie jemand damit umgekippt.“

Irgendwie beruhigen mich solche Aussagen nicht wirklich, denn einer muss ja wohl der erste sein, den es spektakulär samt Apparat umhaut. Und ich habe für solche Dinge ein ähnliches Talent wie Bill Bryson, der beim Wellenreiten in Australien jedesmal, wenn er auf das Surfbrett springen wollte, wie ein Stein unterging. Laut seiner Begleiter war so etwas unmöglich (Bill Bryson, „Down Under“).

Aber bis jetzt ist noch nichts passiert, und langsam gewöhne ich mich an das Teil. Die „Bauchmuskelübungen für Fortgeschrittene“ werden aber noch ziemlich lange eine Quelle stiller Qual für mich sein.

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Kategorien: Ganz "normaler" Alltag | Schlagwörter: , , | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Neues von der Fitnessfront

  1. Du hast meinen ganzen Respekt. Ich habe das 9 Monate durchgehalten, dann merkte ich wieder einmal, dass Sport mich nicht mag.
    Dir drücke ich die Daumen, dass Du es länger schaffst.
    Der Vergleich mit dem zum Trocknen aufgehängten Badezimmerteppich ist einfach köstlich. Mir fielen da aus Vorstaubsaugerzeiten die Teppichstangen in den Höfen ein, auf die die schweren Wohnzimmerteppiche aufgehängt und dann mit Teppichklopfern kräftig bearbeitet wurden 😮
    Liebe Grüße,
    Elvira

  2. Ähh, vielleicht sollte ich auch mal wieder …. 😉
    Danke für diesen schönen Hinweis!

  3. Hello hello 🙂
    vielen Dank für deine Anmeldung zur Challenge! Ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr .)

    Guten Rutsch!
    lg lynie

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