Gespräche und Gedanken im Fitnessstudio

Noch immer gehe ich brav zum Sport. Das liegt vor allem daran, dass ich in Kürze wieder ein neues Schema von meinem Betreuer kriege und bis dahin das jetztige zwölfmal durchgearbeitet haben muss. Na ja, was heißt muss…, aber wenn ich es nicht mache, werde ich befragt, warum nicht, und dann kommt die Ermahnung: „Das solltst du aber schon regelmäßig machen, das ist gut für deinen Rücken, deine Kondition etc.“ Und ich muss ehrlich sagen, wenn es nicht so wäre, hätte ich schon wieder eine sechswöchige Pause gemacht, da der innere Schweinehund auch sehr überzeugend sein kann.

Und meistens ist es ja auch ganz nett, wenn man sich erst mal aufgerafft hat.

Letztes Wochenende fuhr ich auf dem Fahrrad (dank Virtual Active) gemütlich durch die herbstlichen Wälder von New Hampshire, als meine Nachbarin vorbei kam: „Ach, bist du im Urlaub?“ – „Natürlich. Wann kommt man denn sonst so einfach mal nach Amerika.“

Nach einem kurzen Plausch hing ich meinen Gedanken nach. Mir war aufgefallen, dass ich bisher noch keinen der Betreuuer hier beim Sporteln gesehen habe. Trotzdem machen alle einen fitten und durchtrainierten Eindruck. Trainieren sie heimlich nachts oder gar irgendwo anders? Dieser Gedanke gefiel mir gar nicht! Ich überlegte, ob ich mal fragen sollte, aber dann musste ich Herrn Lohses Frage in dem Loriot-Film „Pappa ante portas“ denken: „Machen Sie bei sich zu Hause auch sauber, oder haben Sie eine Putzhilfe?“

Gestern erwischte ich tatsächlich einen Betreuer beim Training, bevor sein Dienst anfing. Jetzt bin ich wieder beruhigt! Und auf dem Laufband fiel mir sogar eine Lösung für das dieswöchige  Büchermotto ein – wozu Sport doch gut ist!

In der Umkleidekabine unterhielten sich zwei Frauen über die leidige Hausarbeit: „Putzen finde ich absolut fuchtbar! Aber leider muss man es ja machen.“ Ich nickte zustimmend vor mich hin. Die andere wusste Rat: „Hast du es schon mal mit ZEN-Putzen versucht? Du weißt schon, Putzen als Meditation.“ Ich war platt! Was es nicht alles gibt! Im Gegensatz zu mir kannte die Gesprächspartnerin das anscheinend schon: „Hab ich versucht, aber das war nix. Danach hatte ich sooo einen Muskelkater!“ Ich grinste in mein Handtuch.

Advertisements
Kategorien: Ganz "normaler" Alltag | Schlagwörter: , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Beitragsnavigation

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: