52 Bücher (35) – „Waverley“ von Sir Walter Scott

Es ist mal wiederZeit für ein neues Monsterthema: „Ein bekanntes Buch, von dem man fast nur Gutes hört, das Dir aber gar nicht gefallen hat.

Spontan musste ich da an mein Studium zurückdenken. In einem Anglistik-Seminar über historische Romane stand das Buch „Waverley“ von Sir Walter Scott auf der Literaturliste. Von mehreren Seiten hatte ich schon gehört, dass es ein tolles Buch sei, und unser Seminarleiter überschlug sich vor Begeisterung: „Da ist einfach alles drin, es ist ein historischer Roman, ein Entwicklungsroman, ein Liebesroman, ein politischer Roman, ein regionaler Roman und so weiter und so weiter.“

Der Roman geht um den jungen englischen Adligen Edward Waverley, der von seinem Onkel in Schottland aufgezogen wird und die jakobitischen Werte vermittelt bekommt.  Er wird Offizier beim britischen Militär, kann aber wegen falscher Anschuldigungen nach einem Urlaub in Schottland nicht zurückkehren. Er gerät in den zweiten Jakobiteraufstand und ist dabei nicht nur hin- und hergerissen zwischen seien Pflichten als britischer Offizier udn seiner Loualität zu den Schotten, sondern auch zwischen der vernünftigen Rose und der gefühlsbetonten, radikalen Flora. Eine ausführlichere Inhaltsangabe findet sich bei Wikipedia.

Die Inhaltsangaben, die uns damals (an Internet für die breite Masse dachte damals noch fast niemand) in der Institutsbibliothek zur Verfügung standen, lasen sich jedenfalls ganz spannend. Also begann ich voll Enthusiasmus mit der Lektüre. Weiter als bis Seite 70 bin ich allerdings nicht gekommen, da ich jedesmal spätestens nach einer halben Stunde eingeschlafen bin. Irgendwann gab ich es auf und war heilfroh, dass mein Referat über Charles Dickens‘ „A Tale of Two Cities“ gehen sollte.

Jahre später gab es eine Zeit, in der mein Schlafrhythmus komplett aus den Fugen geraten war. Fast jede Nacht lag ich „zwischen aans und vier“ (Raihard Fendrich) wach, und die kleinen und größeren Widrigkeiten des Lebens türmten sich auf zu einem unüberwindlichen Berg. Da hätte ich den Schinken gut gebrauchen können, aber leider hatte ich ihn schon über Booklooker verkauft.

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4 Gedanken zu „52 Bücher (35) – „Waverley“ von Sir Walter Scott

  1. Über die Schlaflosigkeit, bedingt durch die kleinen und größeren Widrigkeiten des Lebens, hätte Dir das Werk sicher nicht hinweg geholfen. Denn derart geraubter Schlaf kann nur (temporär) durch härtere Drogen als Buchstaben bekämpft werden. Obwohl es, auf der anderen Seite, wohl keine stärke Droge gibt als eben Buchstaben …
    LG,
    Ralph

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