52 Bücher (44) – „Cycling Britain“, ein Lonely-Planet-Führer

Nachdem ich beim Monsterprojekt inzwischen mehrere Kilometer hinterherhinke und einiges nachholen muss, werde ich mich heute mal wieder beim aktuellen Thema beteiligen: Reiseführer. Da ich gern reise und auch gern Reisen plane, die dann doch aus irgendwelchen Gründen nicht oder anders durchgezogen werden, liegen bei mir eine ganze Menge davon rum.

Nach einiger Überlegung habe ich mich dafür entschieden, das Buch „Cycling Britain“ (London 2001) aus der Lonely-Planet-Reihe vorzustellen, da wir das tatsächlich in der Praxis erprobt haben. Ein Reisebericht darüber ist bereits on (Südostengland 2010), der Rest wird bei Gelegenheit noch eingestellt.

In diesem Buch werden verschiedene mehrtägige Touren in England, Wales und Schottland vorgestellt, und die Schwierigkeitsgrade gehen von „easy“ über „moderate“ bis „hard“. Allerdings stimmen der Gatte und ich nicht so ganz mit diesen Klassifizierungen überein: Was die Autoren „moderate“ nennen, hat sich für uns als ganz schöne Viecherei herausgestellt. Man merkt doch, dass drei der vier Autoren aus Asutralien stammen. 😉

Die Tour „Northumbria Coast & Castles“ durch das englisch-schottische Grenzland z. B. wird als „easy-moderate“ bezeichnet, führte aber manchmal über ziemlich schwierige Strecken, nicht nur wegen der Hügel, sondern auch wegen des Untergundes. Als richtig „hard“ wird nur der Klassiker „End to End“ von Land’s End nach John o’Groats klassifiziert.

Bevor die Routen vorgestellt werden, gibt es natürlich eine Einfürung über Land und Leute und jede Menge Tipps für den Radfahrer, von Fahrradtypen und Ausstattung über Wartung bis zur Gepäckverteilung. Einiges dürfte inzwischen natürlich überholt sein, aber seit 2009 gibt es wieder eine neue Ausgabe.

Die Routen sind ausführlich beschrieben,  und für jede Tour gibt es Tipps, wann man sie am besten fahren kann und wie man zum Startpunkt hin bzw. vom Endpunkt wieder wegkommt. Außerdem gibt es zahlreiche Tipps für Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants. Als Ergänzung gibt es Routenskizzen und manchmal auch Höhenprofile.

Beispiel:

Allerdings ist der Norden bei diesen Skizzen oft nicht oben, sondern irgendwo anders, in diesem Fall schräg rechts unten. Dadurch wird das Übertragen der Strecke auf die OS-Karte manchmal etwas mühsam. Die Tagesetappen sind gelegentlich etwas lang, um die 100 km finde ich schon etwas viel, aber man muss sich ja nicht sklavisch daran halten. Dann braucht man halt ein paar Tage länger.

Aber wenn man erst einmal verstanden hat, dass ein „moderate climb“ richtig anstrengend ist und sich die Touren danach aussucht, sieht und erfährt man mit diesem Führer sehr viel über Großbritannien.

Zum Schluss noch ein nettes Zitat über das Radfahren in London, um einen Eindruck des sehr direkten Sprachgebrauchs zu vermittlen: „Expect traffic to be heavy – but drivers usually well mannered – whenever you are on major roads. Always wear a helmet. They’re not compulsory, but London isn’t the place to get sentimental about the breeze in your hair.“  (S. 112) Tja, wo sie recht haben…

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Kategorien: 52 Bücher 1 - 3, Literarisches und Kulturelles | Schlagwörter: , , , , , , , , | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „52 Bücher (44) – „Cycling Britain“, ein Lonely-Planet-Führer

  1. Guten Morgen,

    das klingt ja nach einem sehr schönen Führer, der nützlich sein kann.

    Viele Grüße

    Monika

    • Herzlich willkommen hier, Monika. Ist es auch, sicher zusammen mit einer guten Straßenkarte. In der neuen Ausgabe sind vielleicht auch schon die GPS-Tracks oder wie das heißt angegeben, aber auf dem Gebiet bin ich noch etwas unbedarft.

  2. Oh, das klingt nach einer wahrlich interessanten Lektüre – und herausfordernd dazu: Wenn man auf jeder Karte erst einmal die Himmelsrichtungen feststellen muss *lach*
    Nun gehören wir ja nicht zu den Fahrrad-Reisenden, weil wir ja die Hunde haben (wobei das sicher nicht der einzige Grund ist), aber ich stell mir das Buch schon recht amüsant vor…
    Liebe Grüße
    Silke

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