Wet Picture (9) – Faszination Wattenmeer

Heute möchte ich bei Barbaras Projekt „Wet Picture“ einige Impressionen einer Region vorstellen, die ich in den letzten Jahren kennen- und lieben gelernt habe: Das Wattenmeer. Laut Wikipedia gibt es diese öfter auf der Welt in gemäßigten Zonen, aber ich meine natürlich „unser“ Wattenmeer der Nordsee. Es erstreckt sich von der niederländischen Insel Texel bis zum dänischen Rømø. Die Niederländer nennen das Gebiet „de waddenzee“, die Dänen „Vadehavet“. Es geht zwar nicht auf allen Bildern besonders nass zu, aber das möge man mir nachsehen. 😉

Auf den ersten Blick wirkt es doch eher langweilig, eine große Fläche Wasser mit ein paar Booten und Bojen (aufgenommen von Strand von Vlieland, leider ist es etwas diesig):

Kennzeichnend sind die starken Gezeitenunterschiede, die bewirken, dass das Watt trockenfällt (ebenfalls vor Vlieland):

Dann wird es richtig interessant, man kann nämlich Wattwanderungen (hier bei Büsum) machen und auf die Suche nach allerlei Getier gehen, das dort kreucht und fleucht, z. B. Wattwürmer und Krabben. Die mit Wasser gefüllten Kanäle nennen sich übirgens Priele:

Auch Möwen und andere Vögel fühlen sich hier wohl:

Dass es mir am Deich beim Dorumer Neufeld endlich gelungen ist, einen Austernfischer zu fotografieren, erfüllt mich mit einem gewissen Stolz, denn die Viecher haben mir bisher immer, wenn ich die Kamera gezückt habe, beleidigt den Allerwertesten zugedreht. Beim Stöbern im Netz habe ich heute auch ganz nebenbei erfahren, dass es sich bei diesem Vogel um das Wappentier der Färöer-Inseln handelt:

Sonnenuntergänge gibt es am Watt natürlich auch (hier hinter dem Eversand-Oberfeuer beim Dorumer Neufeld):

Hin und wieder kann es im Watt auch ganz schön stürmisch zugehen, wie das Foto vor Amrum zeigt. Die meisten Leute auf der Fähre waren heilfroh, dass wir gleich an Land gehen konnten. Einer der wenigen, der sich noch wohl gefühlt hat, war der Seehund, den man vor der Kaimauer sehen kann, wenn man ganz genau hinschaut:

Zum Schluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass das Wattenmeer zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört. An einigen Orten in den Niederlanden wurden inzwischen besondere Schilder aufgestellt, um den Leuten diese Tatsache besser vor Augen zu führen. Denn, wie sagte der Gatte mal so schön: „Früher habe ich mich immer gefragt, was am Wattenmeer so besonders sein soll. Es ist ja schließlich fast vor der Haustür.“

Das letzte Foto wurde mir freundlicherweise von der Seehundstation Pieterburen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank, Karst!

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12 Gedanken zu „Wet Picture (9) – Faszination Wattenmeer

  1. „Watt“ für ein schöner nasser Bericht. Wir hatten mit dem Boot auch mit dem Watt zu kämpfen, denn wir sind aufgelaufen und trockengefallen. 8 Stunden warten und dann konnten wir weiterschippern 😉
    http://hansenstouren.wordpress.com/2012/08/29/bad-bederkesa-otterndorf/

    liebe Grüße
    Karin

  2. Das Watt ist aber auch nicht ungefährlich. Das musste ich einmal erfahren, als ich mit einem meiner Söhne vor Büsum im Schlick wanderte. Die Priele waren so plötzlich voller Wasser, dass wir schließlich bis zu den Oberschenkeln im Wasser standen, um auf die andere Seite zu gelangen. Dabei hatten wir uns ganz genau an den Tidezeiten orientiert und sind nicht weit hinausgegangen.
    Ich mag ganz besonders den Geruch des Wattenmeeres. Den Seehund konnte ich nicht ausmachen. Wenn, dann ist es vielleicht der ewas dunklere Fleck im linken Drittel des Bildes?
    Liebe Grüße von Elvira

    • Das ist richtig, die See fordert Respekt, in welcher Form auch immer.

      Mir ist mal so etwas ähnliches bei Helmsdale (Schottland) passiert. allerdings hatte ich mich da über gar nichts informiert, sondern latschte einfach drauf los, dackelte gemütlich durch den Sand und kletterte auf ein paar Steinen herum. Und als ich zurück wollte, war da plötzlich eine Wasserpfütze, wo vorher keine war. Ich musste also an einer anderen Stelle an Land und mich durch ein Brennesselfeld zurück zur Straße pflügen. Natürlich hatte ich kurze Hosen an.

      Genau, der Seehund ist direkt vor der Kaimauer, etwas links von der Mitte, schräg links unter den Möwen.

  3. Ha super, ich liebe das Wattenmeer! Allerdings bin ich mehr auf der deutschen Seite unterwegs; die niederländischen Inseln kenne ich leider (noch) viel zu wenig.

    • Bei mir ist es umgekehrt, bis auf Schiermonnikoog habe ich alle niederländischen Inseln besucht. Aber in Deutschland möchte ich auch gern noch ein paar besuchen, und die Halligen natürlich.

  4. Vor allem Amrum habe ich in mein Herz geschlossen. Nicht zu klein, nicht zu groß und echtes „Insel-Feeling“ 🙂

  5. Dein Beitrag ist einfach richtig toll, vielen herzlichen Dank. Das ich das wattenmeer mag hast du ja vielleicht auch schon mitbekommen, ich fahre immer wieder gerne nach Ostfriesland. Mal sehn wann ich wieder hin komme 😉 Austernfischer hab ich erwischt, kannst du bei FB sehen, da hab ich ne Seite 😉 Mal herzliche Grüße hier lass, Barbara
    http://www.facebook.com/?ref=home#!/media/set/?set=a.327782937314935.77714.300692453357317&type=3

  6. Reblogged this on Ministerium für Reiseangelegenheiten und kommentierte:
    Mit liebem Dank an Petra vom Blog Grenzwanderer … wir lieben das Wattenmeer und es wird auch in unserer Themenzeit über das Meer eine Rolle spielen …

    • Freut mich, dass es noch mehr Liebhaber des Wattenmeers gibt! 🙂 Man kann es gar nicht genug würdigen.

  7. Pingback: Een bezoek waard: de Waddenzee | Petras taal- en cultuurblog

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