Postdienstleister und die Tücken des Internets

Vor den Feiertagen hatte ich Büroartikel bestellt, die natürlich gerade dann gebracht wurden, als ich nicht da war. Auf dem Meldezettel stand die Internetadresse des Paketdienstleisters, auf der mir mehrere Möglichkeiten angeboten wurden: Nochmal liefern lassen, das Paket selbst im Hauptdepot abholen oder das Paket zu einer Postagentur in der Nähe bringen lassen und dort abholen. Da ich sehr unregelmäßig zu Hause bin und die Agentur nur fünf Minuten mit dem Fahrrad weg ist, wählte ich diese Möglichkeit.

 Gestern war ich schon einmal umsonst hingetrabt, aber gut, wahrscheinlich war ich einfach zu früh dran. Also versuchte ich es heute noch einmal: Wieder nichts. Ein netter Herr rief bei der Zentrale an, wo ihm mitgeteilt wurde, dass mein Paket im Hauptdepot auf mich wartete. Und dieses Hauptdepot ist auf der anderen Seite der Stadt. Na Toll! Da will man schon den Paketboten entlasten, und dann sowas!

 Bevor ich jedoch, wie eine Mitbloggerin immer so schön sagt, den Kampfbesen sattelte, um den Herrschaften was zu erzählen von wegen Service-Dienstleistungswüste, kontrollierte ich noch einmal die Bestätigungsmail, die ich zwar erhalten, aber nicht richtig gelesen hatte. Dort war groß und deutlich das Hauptdepot angegeben! Da musste ich mich wohl verklickt haben. Tja, wer lesen kann, ist eben klar im Vorteil.

 Ich widerstand der Versuchung, mit dem Auto zu fahren und radelte los. So bleibe ich wenigstens meinem Neujahrsvorsatz, mich mehr zu bewegen, treu. Der Schrittezähler zählt anscheinend auch die Radbewegungen, aber mir ist noch nicht so ganz klar, wie. Anscheinend veranschlagt er beim Radeln etwa zwanzig Prozent der Schritte, die man beim Laufen für dieselbe Strecke bräuchte. Muss mal schauen, ob das hinkommt.

 Das Hauptdepot befindet sich in einem riesigen Transportzentrum – bisher wusste ich gar nicht, dass wir so etwas haben. Aber mit der Leeze zwischen den ganzen Lastwagen rumzugurken, macht nicht wirklich Spaß, und ich war froh, dass dort nicht allzuviel los war. Beim Depot musste ich mich ausweisen – zum ersten Mal wollte jemand meine neue, schicke ID-kaart sehen! Sollte ich dem Herrn am Schalter erzählen, dass ich die erst seit dem 27. Dezember habe? Besser nicht.

 Der Herr schlurfte nach hinten und kam mit einem riesigen Paket zurück: „Es ist zwar groß, aber nicht schwer!“ Sehr beruhigend, wie sollte ich das nur hinten aufs Rad bekommen? Vorsichtig machte ich es auf und stellte fest, dass man wohl den größtmöglichen Karton genommen hatte, warum auch immer. Auf jeden Fall war er halb leer, und ich konnte ihn so zusammenfalten, dass er samt Inhalt  auf den Gepäckträger passte.

Diese Aktion hat mir bereits eine Nominierung für den Trottel des Monats eingebracht, und das neue Jahr ist gerade mal vier Tage alt!

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Foto (c) by Stephanie Hofschlaeger, www.pixelio.de

Kategorien: Ganz "normaler" Alltag | Schlagwörter: , , , , , , , | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Postdienstleister und die Tücken des Internets

  1. Das ist auch immer mein Alptraum: Ich gurke zu Fuß zur Post, um dann festzustellen, dass das abzuholende Paket größer ist als ich selber.

    • Das kann ich mir vorstellen. Vor allem, wenn man es etwas weiter hat, kann das ganz schön anstrengend werden. 😉

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