Für meine deutschsprachigen Leser: Meine Bibliothek muss bleiben

Ihr habt sicher mitgekriegt, dass ein neuer Button mit Link meine Randleiste ziert. Ich engagiere mich nämlich mit meinen bescheidenen Mitteln für die Rettung unserer Stadtbibliothek.

Wie überall muss gespart werden, und so kam unser Beigeordneter für Kultur auf die Idee, unserer Bibliothek bis 2018 zusätzliche 600.000 Euro von ihrem Budget abzuzwacken, obwohl vor zwei Jahren schon Einschnitte vereinbart worden waren. Dies würde bedeuten, dass die Zweigstellen in den Stadtvierteln und der Bücherbus schließen müssten.

Mein voriger (niederländischer) Artikel, den ich aus Zeitgründen nur kurz zusammenfassen möchte geht darum, dass ich immer schon ein Bücherwurm war und was meine Bibliothek für mich bedeutet: Neue Autoren entdecken, die riesige Auswahl an Musiknoten und Fachliteratur und nicht zuletzt die „Gezelligheid“.

Außerdem versuche ich zu erklären, warum ich diese Sparmaßnahmen kurzsichtig finde: Für Kinder und ältere Leute in den verschiedenen Stadtvierteln ist der Weg zur Hauptstelle zu weit. Außerdem gehen bei der Schließung der Zweigstellen Arbeitsplätze verloren. Gut, das Arbeitslosengeld kommt aus einem anderen Topf, aber das ist kein Argument, finde ich. In der Bibliothek arbeiten auch Leute, die aus verschiedenen Gründen auf dem Arbeitsmarkt schwer vermittelbar sind. Sollen die jetzt wieder im stillen Kämmerlein Däumchen drehen?

Man kann sicher auch viel mit ehrenamtlichen Mitarbeitern auffangen, und mir würde es auch gefallen, ein paar Stunden in der Woche dort zu arbeiten. Ich würde auch dort wohnen wollen. Aber dass dies auf Kosten bezahlter Arbeitsplätze und damit Menschen, die das Einkommen brauchen, geht, damit habe ich Schwierigkeiten. Wenn man darauf hinarbeiten möchte, dass viel mehr Aufgaben ehrenamtlich gemacht werden, müsste man auch das bedingungslose (oder eventuell auch an Bedingungen geknüpfte) Grundeinkommen einführen, so dass sich niemand Sorgen um das tägliche Brot machen muss.

Ich habe wenig Hoffnung, dass unsere Stadtväter das lesen, aber die Bibliothek hat sich über den Beitrag gefreut. Und falls jemand von euch die Petition unterschreiben möchte, da Bibliotheken immer gerettet werden müssen, einfach den Button rechts oben anklicken. Vielen Dank schon mal.

Kategorien: Ganz "normaler" Alltag, Literarisches und Kulturelles | Schlagwörter: , , , , , , | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Für meine deutschsprachigen Leser: Meine Bibliothek muss bleiben

  1. Hab gerade unterschrieben. Finde es auch furchtbar, dass überall die Stadtteilbibliotheken zumachen …

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