Zwischen den Jahren – Jahresrückblick 2015

Zwischen den Jahren – ich mag diese Redewendung, auch wenn ich gelegentlich darauf aufmerksam gemacht werde, dass sie nicht logisch ist, dass es immer entweder noch das eine oder schon das andere Jahr ist. Aber sie umschreibt so schön die Stimmung der Tage zwischen Weihnachten und Neujahr: Der Weihnachtsstress liegt hinter einem, das neue Jahr noch vor einem, es ist relativ ruhig und die Zeit scheint ein bisschen langsamer zu vergehen. Zeit, um zurück und auch nach vorne zu schauen.

In meinem Lieblingsforum wird schon seit längerem am Jahresende auf das vergangene Jahr zurückgeschaut: Wünsche, Vorsätze, Erfolge und Misserfolge passieren die Revue.  Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal mitgemacht, und ich fand es interessant, um jetzt nachzulesen, was das Jahr 2014 für mich ausgemacht hat. Vieles vergisst man ja doch wieder oder kann es nicht mehr einordnen.

Was war das Beste für Dich an diesem Jahr?
Dass es für mich selbst nicht wirklich dramatische Ereignisse gab, und dass ich mich wohl immer noch über kleine Dinge freuen kann.

Hast Du 2015 etwas gemacht, das Du noch nie zuvor gemacht hast?
Ich habe bei der Sitzung der Städtischen Kommission Einspruch gegen die Mittelkürzungen für unsere Bibliothek erhoben. Es war aufregend und sehr lehrreich.

Hast Du all Deine guten Vorsätze aus dem Vorjahr beherzigt?
Das mit dem Sport ist nicht wirklich was geworden, aber immerhin habe ich angefangen, den Pieterpad zu wandern.

Hast Du gute Vorsätze für das nächste Jahr?
Mich endlich der Herausforderung Smartphone stellen und den Pieterpad zu Ende laufen.

Welche Länder hast Du 2015 besucht?
Deutschland, und ich habe mal kurz nach Polen hineingeschnuppert.

Was möchtest Du 2016 haben, was Du 2015 nicht hattest?
Das, was ich auch dieses Jahr wollte: Mehr Zeit für Familie, Freunde, Hobbys – vor allem für das Schreiben und aktuell den Pieterpad.

Welches Datum aus 2015 wirst du nie vergessen?
Den 12. Dezember: Gemütlich bummeln mit einer Freundin und dann zum Weihnachtskonzert, bei dem der Gatte einen Auftritt hatte!

Was war Dein größter Erfolg 2015?
Ich habe mich über den inneren Schweinehund hinweggesetzt und angefangen, den Pieterpad zu laufen. So lerne ich meine Wahlheimat auf eine ganz andere Art kennen, und es macht Spaß!

Welches war Dein größter Fehler?
Mein ewiges Problem, dass ich meine Grenzen manchmal nicht gut bewache und mich dann mal wieder über mich selbst ärgere.

Hast Du eine Krankheit oder eine Verletzung gehabt?
Am Anfang des Jahres wurde ich gleich zweimal von der Grippewelle überrollt. Keine Ahnung, ob es zwei verschiedene waren oder ob ich mich nicht gut genug auskuriert hatte.

Was war das Beste, was Du gekauft hast?
Mein E-Reader. Er macht das Urlaubsgepäck deutlich leichter.

Wessen Verhalten erschreckt Dich oder macht Dich traurig?
Das Verhalten der Terroristen in Paris etc., aber auch das Verhalten diverser „besorgter Bürger“ in unserer Stadt.

Wofür ging das meiste Geld drauf?
Das weiß ich nicht genau, aber ich denke, für unseren Ostsee-Urlaub. In vier Wochen läppert sich einiges zusammen.

Worüber warst Du so richtig aus dem Häuschen?
Über diverse richtig schön analoge Nachrichten mit der Schneckenpost aus der alten Heimat, die mal wieder zeigen, dass 18 Jahre und 800 Kilometer einer Freundschaft nicht unbedingt etwas anhaben müssen.

Welches Lied wird Dich immer an 2015 erinnern?
„Home“ von Dotan. Irgendwie bin ich dieses Jahr darauf gestoßen, und er beschreibt das Gefühl des Heimkommens so toll!

Verglichen mit 2014, warst du im Jahr 2015

…glücklicher oder unglücklicher?
Weder – noch. Und das ist auch gut so.

… reicher oder ärmer?
Ich denke, es bleibt ungefähr gleich.

Wovon hättest Du lieber mehr gemacht?
Ich hätte gern einen Sommerkurs gegeben, aber das hat leider nicht geklappt.

Wovon hättest Du lieber weniger gemacht?
Nervigen Kleinkram, aber das ändert sich hoffentlich im nächsten Jahr.

Wie hast Du Weihnachten verbracht?
Wie letztes Jahr mit dem Gatten und dem Mitbewohner zu Hause. Die Familie wurde nach den Feiertagen besucht.

Hast Du Dich 2015 verliebt?
Dazu nur so viel: Alte Liebe rostet nicht.

Welches war Deine Lieblingssendung im Fernsehen?
Die Camilla-Läckberg-Reihe „Mord in Fjellbäcka“ – eine skandinavische Krimiserie mit Humor, die nicht so furchtbar schwer aufs Gemüt schlägt.

Hast Du jemanden oder etwas hassen gelernt?
Hassen ist ein zu großes Wort, aber es gab schon ein paar Dinge, über die ich mich aufgeregt habe.

Welches war das beste Buch, das du 2015 gelesen hast?
Inselgrab“ von Johan Theorin, ein würdiger Abschluss seiner Öland-Tetralogie.

Was war deine größte musikalische Überraschung 2015?
Dass das Adventskonzert unseres Chores (zusammen mit einigen anderen Chören) erstaunlich gut geklappt hat.

Was hast Du Dir gewünscht und auch bekommen?
Viele interessante Momente und Begegnungen.

Was hast Du Dir gewünscht und nicht bekommen?
Eins der etwas weniger schauerlichen Objekte beim Schrottwichteln.

Welches war Dein Lieblingsfilm in diesem Jahr?
Der Film ist zwar schon aus dem letzten Jahr, aber aus logistischen Gründen konnte ich ihn erst dieses Jahr sehen: „Beste Chance“ von Marcus H. Rosenmüller, der dritte und letzte Teil meiner Heimweh-Trilogie.

Was hast Du an Deinem Geburtstag getan und wie alt bist Du geworden?
Ich habe ihn zu Hause verbracht, wir waren schön essen und ich bin wieder ein Jahr älter geworden.

Welche eine Sache hätte Dein Jahr zufriedenstellender gemacht?
Wenn es mit dem Sommerkurs geklappt hätte.

Was hielt Dich gesund?
Eine ganz gute Verfassung und wohl auch Glück.

Erzähle uns eine wertvolle Lebenslektion, die Du in diesem Jahr gelernt hast!
Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass auf dem Gebiet, das ich vor Urzeiten studiert habe, die Zeit nicht stehengeblieben ist, auch wenn ich jetzt beruflich etwas anderes mache. Mal wieder vorsichtig über den Tellerrand zu schauen wäre also keine schlechte Idee.

Auf was freust Du Dich im Jahr 2016?
Auf die grüne Insel – falls wir nicht wieder auf etwas komplett anderes kommen, geht der Sommerurlaub nach Irland. Außerdem auf neue Herausforderungen, nette Menschen und interessante Begegnungen.

Ich wünsche allen, die sich gelegentlich hierher verirren, mitlesen und kommentieren das Allerbeste für 2016. Möge es ein gutes Jahr werden.

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Kategorien: Was nirgends reinpasst / Wat verder nergens past | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Zwischen den Jahren – Jahresrückblick 2015

  1. Das „zwischen den Jahren“ hat seine Richtigkeit. Es bezeichnete früher die Zeit zwischen dem 24.Dezember und dem 6.Januar.
    Liebe Grüße und alles Gute für das neue Jahr!
    Elvira

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