Bjarnes “Beautiful Day”

Wie liever een deel van het verhaal in het Nederlands wil lezen, kan dit hier doen.

Knapp eine Woche, nachdem wir uns persönlich in Pieterburen von Bjarnes Wohlergehen überzeugt hatten, erhielten wir von Casperien eine Mail, dass unser Seehund wuchs, gedieh und ungefähr acht Kilo pro Woche zunahm. Inzwischen wog er gut 30 Kilo und konnte also am Freitag, den 26. Februar auf Vlieland freigelassen werden. Unsere „Elternzeit“ war also diesmal kürzer als bei Mara und Lewis, aber Hauptsache gesund!

Peter und ich schafften es auch diesmal, alle anstehenden Termine zu verschieben und sagten zu, dass wir kommen würden. Da Peters Mutter nicht weit von Harlingen, wo die Fähren nach Vlieland und Terschelling abfahren, entfernt wohnt, luden wir sie ein, uns zu begleiten. Als ich Casperien fragte, ob dies in Ordnung war, schrieb sie zurück, dass wir ja wohl gemerkt hatten, dass es kein Problem gewesen war und dass sie hoffte, dass wir trotz des stürmischen Wetters eine schöne Freilassung erlebt hatten. Bitte? Hatten wir irgendwie aneinander vorbei kommuniziert und hatten sie Bjarne ohne uns freigelassen? Nachfrage ergab, dass sie etwas verwechselt hatte und dass unser „Beautiful Day“ noch in der Zukunft lag. Grundgütiger, die Leute können einen aber auch erschrecken.

Wie vor zwei Jahren bei Lewis hieß es auch diesmal wieder um fünf Uhr aufstehen. Ich weiß, es gibt Leute, die das täglich machen, aber ich finde sowas barbarisch. Aber gut, was tut man nicht alles für einen Seehund. Auf der Autobahn war wenig Verkehr, und nachdem wir Peters Mutter aufgesammelt hatten, waren wir pünktlich am Hafen von Harlingen, wo wir uns wieder mit André treffen sollten. Dass wir ihn inzwischen kannten, machte das Ganze deutlich relaxter.

Als er auftauchte, schnappte er sich gleich den Gatten, der ihm beim Verladen der drei Seehunden helfen sollte, während Peters Mutter und ich uns ein Plätzchen mit Aussicht suchten.

Verladen verladen2

Nach dem Auslaufen stieß Peter zu uns, und später kam auch André, der uns erzählte, dass er eine sehr kurze Nacht gehabt hatte, da er stundenlang bei Bremen im Stau gestanden war. Später erfuhren wir, dass er seine Zeit zwischen der Arbeit im Robbenzentrum Föhr (Deutschland) und diversen Aktivitäten in den Niederlanden aufteilt.

Pünktlich kamen wir auf Vlieland an und begaben uns zu den Seehunden. Außer den jungen Kegelrobben Bjarne und Hetty wartete auch noch der etwa zweijährige Seehund Rachamim auf seine Freilassung. Obwohl er 70 Kilo auf die Waage brachte, war er für sein Alter immer noch zu leicht, aber weil er in der Seehundstation nicht weiter zunahm und man auch keinerlei Krankheiten entdecken konnte, hatte man beschlossen, ihn frei zu lassen, da er ja nicht ewig in Pieterburen bleiben konnte.

Als wir auf Vlieland angekommen waren, gab es erst ein paar Schwierigkeiten mit dem Tor zum Cardeck, doch die Seehunde verhielten sich verhältnismäßig ruhig. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass man sie nicht irgendwie medizinisch ruhigstellte, da sie ja sofort im Wasser zurechtkommen müssen. Aber anscheinend sind sie Kummer gewöhnt.

cardeck

Dort verfrachtete André die Adoptiveltern in den Bus, und fuhr zusammen mit Peter mit ihm auf dem Trecker mit Anhänger mitfahren durfte.

transport

Beim Badhuys mussten wir den Bus verlassen und auf dem Vliehorsexpress Platz nehmen, der uns an das westlichste Ende der Insel bringen sollte, wo im Sommer die Fähre nach Texel ablegt. Außer uns fuhren noch eine ganze Menge „Zaungäste“ mit, und André rekrutierte erst einmal vier kräftige Mannsbilder, die die Seehunde auf den Vliehorsexpress verfrachteten.

vliehorsexpress vliehorsexpress2

Dann nutzte er die Gelegenheit, im Aufklärungsarbeit zu leisten und Fragen zu beantworten. Ich glaube, es gibt wenig, was er nicht über das Watt und die Seehunde weiß. So erfuhren wir, dass die Seehunde eher Einzelgänger sind, während die Kegelrobben recht gesellige, soziale Tiere sind.

vliehorsexpress3

Die Fahrt dauerte eine ganze Weile, und vor allem Bjarne wurde langsam unruhig. Als wir endlich angekommen waren, wurden die Kisten wieder herunter gewuchtet und ziemlich nah am Wasser platziert. Dann durften die Adoptiveltern Fotos von vorne machen, während die anderen Gäste hinter einer Linie warten mussten. Da ich beim letzten Mal die Kiste öffnen durfte, übernahm ich diesmal das Fotografieren.

vorbereitung vorbereitung2

Auf Andrés Zeichnen wurden die Kisten geöffnet.

freilassen

Rachamim schoss wie eine Rakete auf das Wasser zu und verschwand auf Nimmerwiedersehen in den Fluten.

Rachamim Rachamim2

Hetty und Bjarne ließen sich deutlich mehr Zeit, robbten erst mal gemütlich auf das Wasser zu, begaben sich dann wieder ein Stückchen zurück und Bjarne posierte noch einmal sehr nah vor meiner Kamera.

Bjarne7 Hetty

Dann spielten die beiden noch eine ganze Weile am Strand und gaben gewissermaßen eine Abschiedsvorstellung. Die beiden kurzen Filme hat mir Marleen zur Verfügung gestellt – vielen Dank dafür.

Erst als die meisten Zuschauer sich wieder zum Vliehorsexpress begaben, fanden sie ihren Weg ins Wasser und schwammen in Richtung Texel. Möge es euch gut gehen da draußen! Vielleicht trefft ihr ja Lewis und Mara noch.

Bjarne&Hetty Bjarne&Hetty2

Da ich ohne Handschuhe fotografiert hatte, waren meine Hände inzwischen eiskalt geworden, denn es hatte immer noch nur ein paar Grad über Null. Aber das war es auf jeden Fall wert. Unter kräftigen Gerüttel ging es wieder über den Vliehors zurück zum Badhuys, von wo aus wir zu Fuß ins Dorf gingen. Nach einem guten Essen und Kaffee spazierten wir noch durch das Dorf und am Watt entlang zum Hafen. Vlieland ist im Februar herrlich ruhig, kein Vergleich zu den Sommermonaten.

Dorpsstraat

Dann war es Zeit, um wieder heimwärts zu fahren. Es war ein langer und rundum gelungener Tag mit Sonne, Strand und Seehunden.

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