Kommt Pfingsten, kommt KunstenLandschap

Manche Dinge sind so sicher wie das Amen in der Kirche: Am Pfingstwochenende findet die Kunstroute statt.

Aufmerksame Leser wissen ja, dass ich seit ein paar Jahren als freiwillige Helferin mitarbeite, und es macht immer noch eine Menge Spaß. Diesmal hatte ich nichts mit der Beschilderung der Route zu tun, wenn sich also jemand verfahren hat, beschwert euch bitte nicht bei mir.

Ich war am Samstag eingeteilt, um beim Aufbau der Installation von Bart Ensing zu helfen. Er hatte eine Menge Äste an Schnüren vorbereietet, die er an einem über den Teich hängenden Ast befestigen wollte. Das sah nach einer Menge Arbeit aus, aber er meinte, wenn er es am Samstag nicht fertig bekommt, macht er am Sonntag weiter und deklariert das Ganze zur Performance.

Aber erst mal musste der Teich einigermaßen sauber gemachte werden, wobei ich mithalf, wenn ich nicht gerade fotografierte.

vijver

Dann wurden vom Baum und vom Wasser aus die Schnüre befestigt. Dies war wahrlich ein Spektakel, dass allerdings nur einigen Eingeweihten vorbehalten blieb.

vijver3 vijver2

vijver4 vijver5

Und so sah es aus, als es fertig war (die Leiter, bei der ich mich noch fragte, ob sie Teil des Objekts oder Werkzeug war, wurde nicht mehr gebraucht):

vijver6 vijver7

Irgendwie habe ich einen ziemlichen Respekt vor den Künstlern, die hier mitmachen. Die meisten sind sympathische Leute mit einem gesunden Spieltrieb, aber hier konnte man mal wieder sehen, dass sie auch unheimlich viel Einsatz und Durchsetzungsvermögen haben. Am Montag erfuhr ich, dass das Kunstwerk im Baum hängenbleiben darf, denn dem Besitzer des Landguts, auf dem sich der Weiher befindet, gefällt es.

Am Montag verkaufte ich wieder einmal Karten, aber davor hatten Peter und ich noch Zeit, uns die Higlights anzuschauen. Besonders schön fangen wir die Tänzerin aus Maschendraht, den Ruheplatz für Rehe, die Bank und die verlorenen Handschuhe, die wieder zu neuen Paaren zusammengeführt worden waren:

taenzerin ruheplatz

Bank handschuhe

Und die Spiegelkugeln im Gras luden zum Experimentieren mit der Kamera ein – die alte Form der Selfies zozusagen.

spiegel

Und dieses Kunstwerk im Wald ist einfach so traurig wahr, Pflastersteine sind der Tod der Natur.

steine

Diesmal war nicht nur die Kirche von Lonneker ein Ausstellungsraum, auch unser Beigeordneter für Kultur hatte seinen Garten zur Verfügung gestellt.

kirche hatenboer

Ich war wieder einmal beeindruckt, wie die Künstler es schafften, ihre Werke in die Umgebung einzufügen. Es erfordert wirklich einen etwas anderen Blick auf seine Umgebung, dass man einen Ort sieht und dann auf solche Ideen kommt. Schade nur, dass das Wetter diesmal nicht so gut war, was sicher viele davon abgehalten hat, sich die Route anzuschauen (die heutige Jugend hält ja nix mehr aus). Sie haben auf jeden Fall einiges verpasst!

Nachtrag: Mehr Fotos gibt es hier.

Advertisements
Kategorien: Literarisches und Kulturelles | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Beitragsnavigation

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: