Land in Sicht – Das Umzugsgedöns nähert sich dem Ende

Nachdem ich die letzten Wochen wegen Renovierung und Umzug etwas in Anspruch genommen war, komme ich jetzt mal wieder dazu, den Grenzwanderer mit neuen Informationen, Geschichten und Schwänken zu füttern. Wird auch Zeit, denn neben diversen Umzugsanekdoten liegen noch eine Pieterpad-Nachlese vom letzten Jahr, ein kurzes Synagogen-Update und die Fortsetzung des Sommer-Reiseberichts an.

Aber erst mal der Umzug: Als erstes musste zwischen Wohnzimmer und Anbau – meinem Unterrichtsraum – eine Trennwand eingezogen werden, in die meine Bücherregale eingepasst wurden. Dann wurden die Bücher teilweise aussortiert, eingepackt und ins neue Domizil verfrachtet. Es ist zwar noch keine Downton-Abbey-Bibliothek, aber es sieht gut aus:

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Zwischen den Jahren grasten wir Baumärkte, Einrichtungshäuser und Spezialgeschäfte ab, um eine Tür und Lampen für den Unterrichtsraum zu finden, da ich ihn nach den Weihnachtsferien in Betrieb nehmen wollte. Die Tür wurde bestellt, aber erst wurden nur die Gläser geliefert, da die Tür selbst noch nicht bei der Transportfirma angekommen war. Aber das war kein Problem, wir hatten auch so genug zu tun.

In der Zeit versuchte ich auch, einen Termin mit einem neuen Kunden zu machen. Er war nicht erreichbar und ich konnte nichts auf die Mailbox quasseln, aber er sah natürlich, dass ich angerufen hatte und rief zurück. Da ich gerade nicht da war, bekam er den Gatten an die Strippe, der von nichts wusste, und es entspann sich folgender Dialog, der schon fast Loriot-Format hatte: „Sie haben mich vorhin angerufen?“ – „Nein, aber vielleicht was das meine Frau?“ – „Keine Ahnung, kann sein.“ – „Haben Sie etwas mit Baumärkten, Transportunternehmen oder Türen zu tun?“ – „Äh – nein…“. Zum Glück konnten wir das Ganze bald klären, und wenn man mitten im Umzug steckt, sehen einem die Leute einiges nach.

Den Neujahrstag haben wir damit verbracht, ca. 30 Quadratmeter Schieferfußboden zu schrubben und zu polieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, aber den Händen tut sowas unheimlich gut. Aber Niveau war letztes Jahr, jetzt reicht’s nur noch für Nivea. *g*

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Dann wurden die Lampen im Unterrichtsraum montiert und die Möbel an ihren Platz gestellt.

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Wie man sieht, haben auch meine Quilts ein neues Zuhause gefunden, was ja auch wichtig ist. Und die Kursteilnehmer sind begeistert – viel mehr Licht und Platz.

In der Zwischenzeit wurde auch die Tür eingesetzt, zwar noch ohne Glas, da eins der Paneele leicht beschädigt ist, aber immerhin. Inzwischen nennen wir den Raum auch „The Library“ und trinken gelegentlich Kaffee dort. „James, please serve our coffee in the library today.“ Klingt doch gut, bloß einen Butler bräuchten wir noch…

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Vor zwei Wochen wurden die Schlafzimmermöbel hierher verfrachtet, und es zeigte sich ein merkwürdiger Effekt: Als ich die Fußbodenleisten abgeschliffen und lackiert hatte, erschien mir der Raum riesig, aber als die Möbel erst mal darin standen, passte es gut, aber mehr auch nicht. Der Schlafzimmerumzug hatte zur Folge, dass wir jeden Abend mit einer Flasche Wein bewaffnet zum Fernsehen ins alte Haus pilgerten, da die Wohnzimmermöbel noch drüben standen. Die Nachbarn werden sich ihren Teil gedacht haben.

In unserem neuen Wohnzimmer hatten wir einen offenen Kamin, aber da wir von den Dingern nicht so überzeugt sind und im alten Haus einen tollen Ofen hatten, bestellten wir einen Einbauofen. Dazu musste die Kaminöffnung etwas erweitert werden, und wir beschlossen in weiser Voraussicht, das erst machen zu lassen, bevor wir die Wohnzimmermöbel platzieren.

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Gestern haben wir endlich das Wohnzimmer umgezogen und sind jetzt nicht mehr „between homes“. Endlich war es soweit:  Downton Abbey im neuen Haus! Der Mitbewohner ist auch froh, dass er jetzt seinen Stammplatz wieder hat.

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Natürlich ist noch nicht alles perfekt, wir müssen uns an die andere Küchenaufstellung gewöhnen, bei der Neukonfiguration des WLAN hat es uns irgendwas zerschossen, so dass der Drucker nicht mehr drahtlos funktioniert und jetzt wegen zu kurzer Schnur etwas dämlich auf dem Schreibtisch steht, diverser Kleinkram muss noch sortiert und eingeräumt werden, Vorhänge braucht’s noch etc.

Aber der Unterrichtsraum – The Library – ist es auf jeden Fall wert und der Rest kommt noch.

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Kategorien: Ganz "normaler" Alltag | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Land in Sicht – Das Umzugsgedöns nähert sich dem Ende

  1. Anja

    Toll geworden, herzlichen Glückwunsch! Ich kann mir vorstellen, dass das eine Riesenarbeit war, aber es hat sich offensichtlich gelohnt.

    Viele Grüße,
    Anja (die mit den Seehunden)

    • Vielen Dank, Gelohnt hat es sich wirklich. 🙂 Für den nächsten Seehund müssen wir allerdings erst mal wieder sparen. Hast du zur Zeit einen?

  2. Anja

    Oh, sorry, habe Deine Antwort jetzt erst gesehen. Ja, wir haben zur Zeit eine Kegelrobbe namens Schneewittchen. Sie ist allerdings inzwischen nicht mehr weiß und im Gegenteil sogar ziemlich dunkel.

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