Sprachliches / Taalzaken

Nochmal 52 Bücher (44) – Zefix! Der Bayrische Fluch- und Schimpfkalender 2013

Nochmal 52 Bücher

Grundgütiger, habe ich das Buchprojekt lange vernachlässtigt! Das letzte von mir bearbeitete Thema war Nummer 16, und inzwischen sind wir schon bei 47. Das meiste werde ich wohl nicht mehr nachholen können, aber pünktlich zum Jahreswechsel möchte ich doch wenigstens noch Woche 44 besprechen: Auch Kalender können lesenswert sein.

Dieses Motto habe ich am Anfang des Jahres sogar selbst vorgeschlagen, und das nicht ohne Grund. Ich hatte nämlich von zwei guten Freundinnen zwei sehr schöne Kalender geshenkt bekommen. Einer davon war der „England-Sehnsuchtskalender“, der mit dazu beigetragen hat, dass wir mal wieder eine wunderschöne, spannende, aber auch entspannende Englad-Radtour gemacht haben. Und der andere war „Zefix! Der Bayrische Fluch- und Schimpfkalender 2013“.

Zefix-Schimpfkalender

Diesen hatte meine Freundin aus der alten Heimat mir überreicht, damit ich in den Niederlanden meine bayrischen Wurzeln nicht ganz vergesse und immer genu Material zur Verfügung habe, meine Kursteilnehmer zusammenzustauchen, wenn es nötig ist. Von eben dieser Freundin stammte übrigens die herrliche Feststellung „Der redt do normal, so wia i hoid!“.

Und so belgeiteten mich Ausdrücke wie „Gschwerl“, „windigs Biaschal“ und „Dridschla“ durch das Jahr. Woche für Woche wurden sie ausfürlich erklärt, wie folgendes Beispiel der 28. Kalenderwoche zeigt:

Menschen mit einem Hang zur Verwahrlosing kann man durchaus als Gschwerl bezeichnen. Das ist jedoch keineswegs gleichbedeutend mit mit asozialem Pack. Gschwerl kann sich außerhalb der Gesellschaft aufhalten, muss aber nicht. Oft sind damit auch nur gschlamperte Andersdenker gemeint. So nennt schon mal ein CSU-Politiker politisch desorientierte Parteigänger linkes Gschwerl oder der Lehrer die unruhige letzte Reihe seiner Klasse dreckfaules Gschwerl. Oder der Mountanibiker am Gardasee die Neopren-Elite Surfer-Gschwerl. Gschwerl gibt es nicht nur einzeln, es tritt, wie das Gsindl, immer z’mehran auf (nicht in Meran, sondern zu mehreren). Ein Gschwerl-Solist ist oft ein Grattler.

Ordnungsruf im bayrischen Landtag: „A Ruah is da hintn, greans Gschwerl!“

Wie man sieht, ist dieser Kalender auch für Zuagroaste und Saupreißn (Kalenderwoche 32) bestens verständlich und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Bildung und Erbauung.

Viele Einträge weckten auch Erinnerungen, z. B. an die legendäre Else Kling aus der „Limdenstraße“ mit ihrem „Zigarettnbiaschal“ oder ein Familienmitglied, das, wenn man etwas von ihm wollte, entrüstet zu antworten pflegte:  „I bin do ned da Himbeerdoni!“. Bei „Schmarrnbruda“ erschien das Gesicht des Jungen von schräg gegenüber vor meinem geistigen Auge, mit dem ich mich zu Kindergartenzeiten sehr gut verstanden hatte, und der von meinen Eltern wegen seiner Vorliebe für Blödsinn aller Art so betitelt wurde.

Und das Wort „Schmarrn“ benutze ich ja selbst zur Freude meiner Kursteilnehmer, Chorgenossen und Freunde hier im Grenzland immer noch mit schöner Regelmäßigkeit. 🙂

In diesem Sinne: An guadn Rutsch und a scheens gsunds neis Joahr!

 

 

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Nederlands – een nachtmerrie (?)

Vannacht droomde ik van de Nederlandse grammatica, om precies te zijn van het geslacht van de zelfstandige naamwoorden.

Wij hebben in de stad een fontein, die in de volksmond „Het Ei van Ko“ heet. En een collega van mij was er stellig van overtiugd, dat het „De Ei van Ko“ moest zijn.

Ik: „Hoezo? Het is toch „het ei“, onzijdig dus.“

Zij: „Jawel, als het om gewone eieren gaat. Maar de Ei van Ko is dus geen gewoon ei, zoals de vogels die in mei leggen, maar een kunstwerk en een monument. En dan is het altijd „de“.“

Toen ging de wekker en ik vroeg aan mijn man: „Kan dat kloppen? Het zou me eerlijk gezegd niet verbazen.“

 

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Aldi-problemen en overleden rijbewijzen

Een tijdje geleden had een cursiste van mij het koffieschip bedacht. Maar ook in een andere groep zijn de deelnemers soms (onbedoeld) creatief met taal.

Van iemand op taalniveau A1 – A2 wordt eigenlijk niet verwacht, dat hij het passief (de lijdende vorm) beheerst. Dat het soms toch aan te bevelen is, blijkt uit de volgende situatie: Wij waren bezig met Burgerschap, onderdeel „Aangifte doen bij de politie“.  Ik vroeg aan de cursisten, hoe ze zouden beginnen, als zij aangifte moesten doen. Trots riep Murat: „Ik kom aangifte doen, ik heb fiets gestolen!“

Later waren we bezig met het onderdeel „Documenten aanvragen“. De deelnemers moesten een nieuw rijbewijs aanvragen. Hakim wilde het heel formeel zeggen en een zin als „Ik heb een nieuw rijbewijs nodig“ vond hij niet goed genoeg. Maar het woord „verlopen“ wilde hem maar niet te binnen schieten, en zo werd het: „Mijn rijbewijs is… is… overleden!“

Bij het oderdeel „Nazeggen“ moeten de cursisten zinnen, die zij horen, gewoon nazeggen. Dat ze deze zinnen begrijpen is niet per sé noodzakelijk, maar het helpt wel. Ik las de zin voor: „Van al die problemen krijg ik hoofdpijn.“ Senwe keek me met grote ogen aan en vroeg:  „Aldi? Supermarkt? Waarom problemen?“

Het klopt wel, wat Prinses Máxima ooit zei: ‚t is beetje moeilijk.

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Wir können alles. Außer Hochdeutsch.

So lautet der Slogan der Werbe- und Sympathiekampagne des Bundeslandes Baden-Württemberg.

Als wir im August im Schwarzwald weilten, lasen wir in der „Badener Zeitung“ eine Meldung über einen betrügerischen Spendensammler, der sich in mehreren Geschäften als Mitarbeiter des Deutschen Kinderförderwerkes ausgab und um die Übergabe der aufgestellten Spendenkassen bat. Diese brachte er später geleert zurück. In einem Geschäft wurde man misstrauisch, da er sich nicht ausweisen wollte, und verständigte die Polizei. Die Beschreibung des Täters schließt mit den Worten: „…, sprach vermutlich hochdeutsch.“ (BZ, 23. August 2011)

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Koffieschip en appelstroop

Soms kunnen mijn cursisten echt heel leuk uit de hoek komen. Onlangs waren wij bezig met het imperfectum en de cruciale vraag, wanneer je de „t“ moet gebruiken, zoals in „maakte“, en wanneer de „d“ (woonde). Ik legde uit, dat hier de laatste letter van de stam belangrijk is en gebruikte het bekende ezelsbruggetje „‚t kofschip“. Alternatieven zijn „Soft ketchup“ en het „Paketschiff“ (voor Duitsers). Maar ik gebruik meestal ‚t kofschip, misschien, omdat ik het zelf zo geleerd heb. Dat de meeste cursisten zich er weinig bij voor kunnen stellen, werd al snel duidelijk, toen zij de regel moesten uitleggen. Ze begonnen namelijk gauw over „het koffieschip“.

Een tijdje later herhaalden wij de meervoudsvorming, en ik vroeg, hoe ze het meervoud van „foto“ zouden spellen. „F-o-t-o komma s“, was het antwoord. Ik vertelde, dat dit ding geen komma was, maar een apostrof. Ze knikten begrijpend. Bij de volgede oefening liet ik het meervoud van „taxi“ spellen en kreeg als antwoord: „t-a-x-i… hoe noemde je dat ding ook alweer? Appelstroop? s“.

Heb ik al eerder gezegd, dat deze groep heel erg van eten en drinken houdt? Misschien schrijven ze daarom ook soms als afsluiting van een brief „Met vriendelijke groenten“.

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En norsk kriminalfilm på tv!

Dass ich Krimis aller Art liebe, ist wohl inzwischen bekannt, und ebenso, dass ich mal einen Anfängerkurs Norwegisch besucht habe. Dank dieses Kurses war ich bei unserem Norwegenurlaub  immerhin in der Lage, nach dem Weg zu fragen, etwas zum Essen zu bestellen und in der Autowerkstatt zu erklären, dass der rechte Scheinwerfer kaputt ist.  Die Frage, was daran genau kaputt war, konnte ich allerdings nicht beantworten, aber das lag nicht an den fehlenden Sprachkenntnissen.

Seit gestern wird im belgischen Fernsehen die norwegische Krimireihe „Varg Veum“ nach den Romanen von Gunnar Staalesen gezeigt – im norwegischen Original mit niederländischen Untertiteln.

Varg Veum ist Privatdetektiv und ermittelt in Bergen. Er ist ein einsamer Wolf im Kampf gegen das Verbrechen – ein vielschichtiger Charakter mit zahlreichen Ecken und Kanten. Nach der ersten Folge „Bitre Blomster“ (Bittere Blumen) kann ich noch nicht richtig beurteilen, ob ich ihn sympathisch finde oder eher nicht. Mal abwarten. Der Fall, in dem es um das verschwundene Kind einer Politikerin, ihren ermordeten Liebhaber und seltsame Vorkommnisse in dessen Firma geht, war auf jeden Fall spannend bis zur letzten Minute. Der DVD-Recorder ist auch für die nächsten Fälle programmiert.

Da die Serie im Original mit Untertiteln ausgestrahlt wird, muss ich mich um einiges mehr konzentrieren als es bei einer synchronisierten Version der Fall wäre. Aber es macht auch unheimlich Spaß, wieder Norwegisch zu hören. Das einzige Problem ist, dass nicht nur Bokmål gesprochen wird, wie ich es gelernt habe, sondern auch Nynorsk und der typische Dialekt von Bergen. Aber dafür gibt es ja die Untertitel!

 Sorry für die kurze Unterbrechung des Reiseberichts, bald geht es damit weiter.

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Die Kraft der Buchstaben

Vor ein paar Jahren besuchte ich einen Anfängerkurs Norwegisch. Dort lernte ich die üblichen Dinge, z. B. wie man sich vorstellt, nach dem Weg fragt, etwas zu essen bestellt oder eine Fahrkarte erwirbt.

Einmal mussten wir einen Text lesen, in dem die amerikanische Austauschstudentin Betty, die bei Onkel und Tante wohnt, ein anderes Zimmer sucht, da ihr Cousin ihr auf die Nerven geht. Es war einer dieser typischen Lehrbuchtexte, die um ein bestimmtes Wortschatzthema und neue grammatische Strukturen herum konstruiert werden. Ganz nett, aber ein bisschen langweilig.

Als Anfänger hat man ja die Vokabeln noch nicht so gut drauf, und so kam es, dass ich während des Lesens zwei Wörter verwechselte, nämlich flytte (umziehen) und flykte (flüchten, fliehen). Plötzlich wurde die Geschichte viel dramatischer! Aus der etwas biederen Tante wurde eine Art Else Kling, die dem Mädel ständig im Nacken saß, der meist zeitungslesende Onkel mutierte zum undurchsichtigen Gesellen und der langweilige Neffe, der ständig mit Betty ausgehen wollte, geisterte als wahrlich finsterer Stalker durch meine Phantasie. Eine Familie also, vor der Betty mit Recht flüchten wollte!

Mein Lehrer machte mich jedoch auf meinen Irrtum aufmerksam, und aus der spannenden Geschichte um eine unheimliche Familie wurde wieder ein langweiliger Lehrbuchtext. Doch dank eines einzigen Buchstaben hatte ich zumindest eine Weile mehr Spaß und Spannung mit dem Text.

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… und seine Übersetzung

Wenn man zwei Tage mit Grippe flachlag und es einem langsam wieder besser geht, kann man auf die merkwürdigsten Dinge kommen. Ich zum Beispiel war kreativ und habe das Gedicht von JP ins Niederländische übersetzt:

Als men op de straten kijkt,
nu vrij van sneeuw, onzeker blijkt:
Zijn de hoopjes op de stoep
rotjes of toch hondenpoep?

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Ein Gedicht…

Eigentlich bin ich total erkältet und wollte heute die Finger vom Bloggen lassen, aber dieses wunderbar zutreffende Gedicht von JP wollte ich euch nicht vorenthalten:

Wenn man auf die Straße schaut,
da der Schnee nun aufgetaut,
bleibt nur eines ungewiss:
Böller oder Hundeschiss?

Eingestellt mit freundlicher Genehmigung von JP, WG-Blog.

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