2017-2019 – Trekvogelpad

Der Trekvogelpad in kleinen Stückchen

Als die sommerliche Hitzewelle ihr (vorläufiges) Ende gefunden hatte, packte ich die Gelegenheit beim Schopf, um mal wieder ein Stück auf dem Trekvogelpad weiter zu gehen. Ich schaffte 31 km im drei Tagen, denn bei ungefähr 10 km fing mein Fuß noch an zu protestieren. Aber immerhin schaffte ich schon wieder so viel.

Tag 6, Brummen – Eerbeek: Spuren der Trockenheit

Am 10. August fuhr ich mit dem Zug nach Brummen und fand dort auch sofort den Weg wieder. Zuerst fürte er mich am Landgut Engelenburg vorbei, das jetzt ein Hotel mit Golfplatz ist. Dort sah man deutliche Spuren der langen Hitzeperiode.

Engelenburg Engelenburg2

Der Bach, an dem ich eine Weile entlang ging, war fast komplett ausgetrocknet, und manche Alleen sahen aus wie sonst im Oktober.

Trockenheit2 Trockenheit

Trotzdem war es eine schöne Wanderung, vorbei am Landgut Leusveld und dem Apeldorner Kanal (hier auch mit recht niedrigem Wasserstand), der die IJssel mit Apeldoorn verbindet und früher für die Papierindustrie auf der Veluwe wichtig war.

Leusveld Apeldoorns Kanaal

Bei der gut besuchten Pommesbude am Kanal gönnte ich mir einen Imbiss, bevor ich meinen Weg nach Eerbeek fortsetzte.

Pommes Pommes2

Dort kam ich wegen Unaufmerksamkeit von der Route ab und landete im Zentrum. Da ich für diesen Tag genug gelaufen war, nahm ich dort den Bus Richtung Heimat.

Tag 7, Eerbeek – Schalterdalweg: Wasser, Wald und Heide

Am nächsten Tag, dem 11, August, ging es weiter. Mit Hilfe van Google Maps hatte ich den kürzesten Weg von der Bushaltestelle in Eerbeek auf die Route gefunden. Dass ich nicht immer genau der Route folge, ist für mich kein Problem, aber das Prinzip der „connecting footsteps“ ist mir heilig. Das bedeutet, dass ich nach Unterbrechungen möglichst dort weitergehe, wo ich aufgehört habe, und dass ich die Reihenfolge der Etappen nicht verändere.

Kurz vor Loenen kam ich an einem Aquädukt vorbei, bei dem sich zwei Bäche kreuzen, bzw. der eine Bach über den anderen geführt wird. Wie heißt es doch so schön bei Asterix? Ein Aquädukt, das wirkt römisch.

Aquaedukt

Dann ging es an Loenen vorbei zum Großen Wasserfall, der aus einer für niederländische Verhältnisse spektakulären Höhe von 15 Metern in die Tiefe stürzt. Der  Bach Vrijenberger Spreng mit seinen Wehren war 1865 angelegt worden, um den Apeldorner Kanal mit Wasser zu versorgen. Im Gegensatz zu einigen anderen Wanderen und Radfahrern verzichtete ich darauf, am Wasserfall herumzukrauchen und setzte nach einem Imbiss meinen Weg am Bach entlang fort, wo ich am Kleinen Wasserfall vorbeikam.

Wasserfall Wasserfall2

Wasserfall3

Dann ging weiter durch ein Heidegebiet mit dem schönen Namen „Klein Zwitserland“ auf den Schansenberg mit Aussicht.

Schansenberg2 Schansenberg

Von dort aus ging ich weiter zur Bushaltestelle Schalterdalweg, die sich wirklich mitten in der Pampa befindet. Bald kam dann auch der Bus, der mich zum Bahnhof in Apeldoorn brachte.

Tag 8, Schalterdalweg – Hoenderlo: Eine schöne Wanderung und Fahrkartengedöns

Drei Tage später, am 14. August,  ging es weiter. Als ich am Schalterdalweg aus dem Bus stieg und die Straße überquerte, musste ich erst einmal um eine riesige Wasserpfütze herum. Es hatte tatsächlich mal wieder kräftig geregnet! Trotzdem würde es noch einige Regengüsse brauchen, damit sich die Natur wieder von der langen Trockenheit erholen kann.

Pfütze

Unterwegs begegnete ich mehrmals einigen Landvermessern, die fröhlich pfeifend ihrer Arbeit nachgingen.

Landvermesser

Irgendwann erreichte ich den Schenkenshul, mit seinen 80 Metern über dem Meeresspiegel  der höchste Punkt auf dem Trekvogelpad. Ab jetzt geht es bergab.

Schenkenshul2 Schenkenshul

Auf die Heide folgte Wald, und nach einer Weile passierte ich den ausgedehnten Bungalowpark Miggelenberg mit seinen netten Ferienhäuschen. Hier lässt es sich bestimmt gut urlauben.

Miggelenberg

In Hoenderlo kam ich an einem Fahrradverleih vorbei, wo einige Urlauber ihre ersten Fahrversuche auf einem Tandem machten. Das ist gar nicht so einfach, wie ich aus Erfahrung weiß.

Allerdings hatte ich den Eindruck, dass man in Hoenderlo Fußgänger nicht besonders mag, denn der Weg zum Restaurant und zur Bushaltestelle führt an einer schmalen, aber recht gut befahrenen Dorfstraße ohne Bürgersteig entlang. Aber ich nehme doch an, dass die meisten Leute sich zu Fuß zur Bushaltestelle begeben, oder täusche ich mich da? Das liebevoll angerichtete Zwiebelsüppchen auf der Terrasse versöhnte mich jedoch wieder mit meinem Schicksal.

Zwiebelsüppchen

Dann fuhr ich mit dem Bus zurück nach Apeldoorn, um beim Aussteigen entsetzt festzustellen, dass ich meine OV-Chipkaart (eine Fahrkarte, auf der ein bestimmter Geldbetrag steht und die man beim Ein- und Aussteigen über einen Scanner zieht) verloren hatte. Beim Einsteigen hatte ich noch ordnungsgemäß eingecheckt, und jetzt war das Teil weg! Ich durchsuchte den Bus, bis mich die Fahrerin hinaus komplimentierte, weil sie weiterfahren musste. Nichts. Manche Dinge kann man nicht erklären.

Bei der Auskunft am Bahnhof gab man mir eine Telefonnummer, die ich anrufen konnte, um die Karte zu blockieren. Wer auch immer sie sich unter den Nagel gerissen hat, ist damit jedenfalls nicht weit gekommen. Allerdings musste ich am Automaten noch eine Fahrkarte lösen, um wieder nach Hause zu kommen. Aber immerhin lag wie versprochen nach zwei Tagen eine neue OV-Chipkaart im Briefkasten, und das Geld, das sich noch auf der alten befand, war mir gutgeschreiben worden. Jetzt kann ich wieder weiterreisen.

 

 

 

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Kunst und Kultur am Trekvogelpad

Tag 4, Ruurlo – Vorden: Kunst und Erinnerungen

Am 23. Juli ging es weiter. Diesmal fuhr ich nicht mit dem Bus, sondern mit der Bahn nach Ruurlo, da die Rückfahrt von Vorden aus ebenfalls mit der Bahn vonstatten gehen sollte, und so hatte ich meine Leeze dann gleich am Bahnhof stehen. Gegen halb 11 kam ich beim Schloss Ruurlo an und schaute mich erst einmal in Ruhe im Park um, da das Museum erst um 11 Uhr öffnete.

Im Moment läuft es unheimlich gut, was zu größeren Parkplatzproblemen führt, da weder die Gemeinde Ruurlo noch der Gründer Hans Melchers mit so einem Ansturm gerechnet hatten. Die Besucher von weiter weg parken also irgendwo am Straßenrand, die Stadt schreibt fröhlich Strafzettel, Melchers ist sauer, weil man sich doch etwas kulanter zeigen könnte, schließlich kommt ja jetzt mal wieder jemand in dieses verschlafene Nest. Als Fußgänger tangierte mich die Soap relativ wenig, ich halte es ja gerne mit Goethe: „Nur wo du zu Fuß warst, bist du wirklich gewesen.“ Warum sollte das nicht für ein Museum gelten?

Kurz vor 11 Uhr formierten sich am Eingang zwei Reihen, die Besitzer einer Museumkaart, zu denen ich auch gehöre, und diejenigen, die noch ein Ticket erwerben mussten. Ich bekam ein Heftchen ausgehändigt, verstaute meinen Rucksack und schaute mir dann erst mal den Film an. Man erfuhr ein paar Dinge über die Geschichte des Schlosses, den Multimilliardär Hans Melchers und den Maler Carel Willink. Aber dies alles ist einen eigenen Beitrag wert, den ich wohl schreiben werde, wenn das Wetter wieder schlechter wird.

Jetzt nur so viel: Mit dem Umbau und der Neueinrichtung des Schlosses hat Melchers einen schönen Rahmen für Willinks Gemälde geschaffen und dabei nicht gekleckert, sondern kräftig geklotzt. Die Holzfußböden mit Intarsien und die schweren Tapeten mit Moiréstruktur  bilden zusammen mit den Bildern ein Gesamtkunstwerk, und als solches muss man es eigentlich auch sehen. Die Gemälde selbst sind entweder (Selbst-)porträts, auf denen die Abgebildeten grantig in die Weltgeschichte schauen oder aus verschiedenen Versatzstücken zusammengesetzte Landschaften. Die Titel sind recht eindeutig, z. B. „Tate Gallery verplaatst“ bei einem Bild der berühmten Galerie, die hier mitten in der Pampa steht, oder „Kamel in het park van Versailles“. Warum sollte so ein Kamel nicht auch mal in so einem Park spazieren gehen?

Nach einer guten Stunde hatte ich alles gesehen und wollte meinen Weg fortsetzen. Der Trekvogelpad führt durch den Schlosspark, aber leider war die hintere Pforte abgeschlossen, so dass ich mir einen Weg außenrum suchen musste.

Nach einer Weile hatte ich es geschafft, und unterwegs kam ich auch bei dem berühmten Siebensprung vorbei. Wie in der Geschichte „Das Geheimnis des siebten Weges“ zweigen hier nur sechs Wege ab. Ich lief zur Sicherheit zweimal alle Wege ab, es sind tatsächlich nur sechs.

Dann ging ich weiter nach Vorden, wo ich mich dem Schloss von Rückseite näherte. Ich kam an der 23 Meter hohen Rieseneiche vorbei, deren Stamm 685 Zentimeter umfasst. Kurz danach passierte ich die „Lodewijkslinde“, unter der Ludwig XIV angeblich im Jahr 1672 ein Schläfchen gemacht haben soll. Ich kann mir schlechtere Schlafplätze vorstellen.

 

Kurz danach kam ich wieder zu der Stelle, an der sich der Trekvogelpad und der Pieterpad kreuzen. Vor ziemlich genau elf Monaten war ich hier schon einmal vorbeigekommen. Viel hat sich seitdem ereignet. Nach einem Kaffee mit Kirschkuchen fuhr ich mit dem Zug nach Hause. Da es auf dieser Strecke, die nur etwas mehr als eine Stunde dauert, drei verschiedene Anbieter gibt, musste ich dreimal ein- und auschecken. Auf Twitter machte ich meinem Unmut Luft und bekam sogar eine Antwort von den Nederlandse Spoorwegen.

 

Tag 5, Vorden – Brummen: Uferwege, Rindviecher und eine Überfahrt

Am 28. Juli ging es dann weiter. In Vorden ging ich ein Stückchen über den Pieterpad, diesmal in Gegenrichtung, bis der Trekvogelpad dann abzweigte.  Ich kam an einem Hexenhaus mit Backofen, das mich an Hänsel und Gretel erinnerte, und erreichte Schloss Hackfort, wo es im Park auch einen Kunstwanderweg gibt.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht eine Bank zum Gedenken an jemanden, der hier, praktisch kurz vor seiner Haustür einen Unfall hatte. So etwas ist natürlich nicht schön, und nachdenklich trabte ich weiter.

Nach einer Weile kam ich an einen Uferweg, der am Baakse Beek entlangführt. Laut Wegbeschreibung sollte man ihm einfach bis kurz vor Wichmond folgen können, aber in der Praxis sah das natürlich wieder anders aus. Mittendrin war nämlich ein Stück abgesperrt, weil dort eine Herde Rindviecher graste. Die Absperrung allein wäre nicht so sehr das Problem gewesen, aber vor Rindviechern habe ich ziemlichen Respekt. Ich ging also an der Absperrung entlang bis zur Straße, wo ich erst über einen Zaun klettern und dann zur Erheiterung zweier Radfahrer unter einem Stacheldraht durchkrauchen musste. Dass mir der Spaß wieder ein Extrastückchen bescherte, war ja klar, und so war der Rastplatz an der Wegkreuzung mehr als willkommen.

Bald erreichte ich Bronckhorst, die kleinste Stadt der Niederlande. So ziemlich alle Gebäude dort stehen unter Denkmalschutz, und die Ortschaft ist eine Art lebendes Freilichtmuseum. Entsprechend viele Touristen befinden sich auch dort. Demnächst geht auch unser Synagogenausflug dorthin, und dann werde ich mir in Ruhe das Dickens-Museum und diverse Kunstobjekte anschauen. Heute reichte mir ein Cappuccino mit Apfelkuchen.

Unterwegs hatte schon ein kräftiges Lüftchen geweht, so dass die Wanderung langsamer ging als normal. Und als ich im Wanderführer las, dass die Fähre über die IJssel ab Windstärke 7 nicht mehr fährt, machte ich mir doch etwas Sorgen. Aber schon von weitem konnte ich sehen, dass sie gemütlich hin und hertuckerte. Es gibt wohl auch so etwas wie die gefühlte Windstärke.

Nach der Überfahrt hieß mich ein Schild auf der Veluwe willkommen, laut Wikipedia das größte zusammenhängende Waldgebiet der Niederlande. Dort würde ich sicher noch eine Weile unterwegs sein.

Kurz darauf erreichte ich Brummen, wo die Route sogar fast direkt am Bahnhof vorbeiführt, und machte mich auf den Heimweg.

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Ein neues Abenteuer: Der Trekvogelpad

Ja, ich weiß, ich habe den Pieterpad immer noch nicht beendet, aber es war von der Zeit her immer etwas ungünstig. Jetzt ist es nämlich wieder so weit, dass ich unterwegs übernachten muss, und das will einigermaßen geplant werden. Da es aber ganz ohne Wandern nicht geht, habe ich mit dem 414 Kilometer langen Trekvogelpad (Zugvogelweg) angefangen, der von Bergen aan Zee nach Enschede führt. Allerdings zäume ich auch hier wieder den Gaul von hinten auf und laufe in Gegenrichtung, da es sich das für Tagesausflüge zwischendurch anbietet. Und nach den ersten 90 Kilometern wird es Zeit für einen Bericht.

Tag 1, Enschede – Koekoeksbrug: Why does is always rain on me?

Am 7. März hatte ich unerwartet einen fast freien Tag und wollte mal wieder ein Stück laufen. Also habe ich mit dem Trekvogelpad angefangen, der vom Bahnhof Enschede nach Bergen aan Zee führt. Das erste Stück lief ich also vor allem durch meine eigene Stadt, die ich nun durch die Augen eines Touristen betrachtete.

wegweiser

Die Streckenführung ist ganz geschickt, man geht vor allem durch die etwas netteren Teile der Stadt (den Volkspark, die alte Arbeitersiedlung Pathmos, das Naherholungsgebiet Rutbeek), so dass der ahnungslose Tourist nicht denkt: „Grundgütiger, wo bin ich hier gelandet!“ Versteht mich nicht falsch, ich wohne wirklich gern in Enschede, aber es ist halt kein Amsterdam, Maastricht oder Groningen.

pathmos volkspark2

Das Wetter war am Anfang noch okay, zwar leichter Nieselregen, aber man ist ja nicht aus Zucker, nicht wahr? Beim Rutbeek kam ich an einem Schild mit der Aufschrift „Wij oogsten de zon – Wir ernten die Sonne“ vorbei, das irgendwas mit Sonnenenergie zu tun hat. Gerade in dem Moment fing es auch richtig an zu gießen – the irony of that. Da stand ich also knapp 10 km von zu Hause entfernt im strömenden Regen mitten in der Pampa! Gut, dass ich meinen Regenumhang mithatte.

rutbeek schild

Aber das Naturgebiet Buurserzand ist auch im Regen recht schön, und schließlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.

buurserzand2

Trotzdem war ich froh, dass bei der Haltestelle Koekoeksbrug schnell ein Bus kam, der mich nach Haaksbergen brachte.

Tag 2, Koekoeksbrug – Eibergen: Vier Monate später

Am 11 Juli, also fast genau vier Monate später ging es weiter. Ich fuhr mit dem Bus bis kurz vor Haaksbergen und lief das letzte Stück zur Koekoeksbrug. Natürlich spielte mir mein bekanntes Rechts-Links-Problem mal wieder einen Streich, aber der Schaden hielt sich in Grenzen.

Das Wetter war erst etwas bewölkt, aber es klärte sich bald auf. Ich wanderte durch die Naturgebiete Buurserzand und Haaksbergerveen und stellte mal wieder fest: Twente is onmeunig mooi (Twente ist unglaublich schön).

haaksbergerveen  haaksbergerveen2

Auf einer Bank hielt ich ein Schwätzchen mit dem Gegenverkehr, den es hier auch reichlich gibt – die meisten Leute fangen in Bergen aan Zee an. Und das Restaurant bei der Oostendorper Watermolen hatte sogar geöffnet, so dass ich auch mein Essen fotografieren konnte, wie man das halt so macht.

oostendorperwatermolen stillleben

Als ich allerdings weiterging, trübte es sich wieder ein, und kurz vor der Berkel wurde ich von einem kräftigen Regenguss erwischt. Der Trekvogelpad wird auch „der längste Naturwanderweg der Niederlande“ genannt, und das bedeutet wohl, dass man sich grundsätzlich mitten in der Pampa befindet, wenn es gerade mal gießt. Man kann also stehenbleiben und nass werden oder weitergehen und nass werden. Ich entschied mich für letzteres, schlurfte am Berkelufer entlang und fragte mich mal wieder: „Why does it always rain on me?“

berkelimregen

Irgendwann ließ der Spuk jedoch nach, und ich konnte noch vor der Bushaltestelle in Eibergen das Regenzeug wegpacken.

Und einen netten Straßennamen habe ich auch entdeckt: Krakeelsweg.

Tag 3, Eibergen- Ruurlo: Auch am Trekvogelpad gibt es schönes Wetter

Diesmal ging es sogar recht schnell weiter, nämlich am 15. Juli. Zuerst sah es nach einem Pechstag aus, denn obwohl ich pünktlich an der Bushaltestelle war, meldete meine App, dass der Bus schon weg war. Trotzdem beschloss ich, noch ein paar Minuten zu warten, und siehe da, er kam doch noch! Es wäre auch sonst etwas ärgerlich gewesen, denn am Wochenende fährt der Bus nach Eibergen im Stundentakt.

In Eibergen lief ich durch den hübschen Ortskern, wo ich schon auf den ersten Gegenverkehr traf. Dann wurde die Gegend wieder sehr ländlich.

bauernhof waldweg

Im Wanderführer stieß ich auf die Anmerkung, dass die Route eventuell anders geführt werden könne, da dort die neue Bundesstraße N18 gebaut wird. Natürlich hatte ich mal wieder verbummelt, im Internet nach Updates zu schauen, aber das war auch gar nicht nötig. Am Samstag wurde nicht gebaut und ich konnte gemütlich zwischen zwei Bauzäunen hindurch den Markierungen folgen.

bauzaun

Der Weg führte mich durch einen Park, der im klassizistischen Stil angelegt ist und in der Mitte einen sternförmigen Teich, den „Waterster“ (Wasserstern) hat.

waterster slinge

Nach einer Pause am Flüsschen Slinge ging ich weiter bis zum Schloss Ruurlo, dem „Treppenhaus“ aus dem Jugendbuch „De Zevensprong“ (auf Deutsch „Das Geheimnis des siebten Weges“) von Tonke Dragt und der gleichnamigen Fernsehserie. Die älteren Semester unter uns erinnern sich vielleicht. Seit ein paar Wochen beherbergt das Schloss ein Museum mit Werken des Künstlers Carel Willink (1900 – 1983), einem Vertreter des magischen Realismus. Dies werde ich mir auf der nächsten Etappe näher anschauen.

schlossruurlo

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