Was nirgends reinpasst / Wat verder nergens past

Back to normal…

Na ja, ganz in Ordnung ist der Fuß zwar noch nicht, das heißt, ich hüpfe noch nicht durch die Gegend wie eine Gazelle, aber es wird. Heute morgen stellte ich fest, dass es wieder deutlich besser geht, wenn man einfach die Treppe in den ersten Stock rauf und runter geht, ohne dreimal zu überlegen, ob man das, was man oben will, nicht auch später noch machen kan, weil es einfach zu anstrengend ist.

Seit meinem letzten Post hat sich einiges getan, und ich habe eine Menge Dinge zum ersten Mal nach der OP wieder machen können. Jetzt muss ich an die Schwiegermutter der Comicfigur Andy Capp denken, die nur zwei Gesprächsthemen hat: „Before her operation“ und „Since her operation“, aber heute darf ich das. 😉

Ein größerer Wendepunkt war, als ich das Bein wieder voll belasten und mich endlich wieder ohne Krücken fortbewegen konnte. Vieles wird doch wieder einfacher, wenn man die Hände frei hat, oder wie ein Freund es formulierte: „Das ist bestimmt ein Gefühl wie eine Wiedergeburt, was! Da kannst du richtig aufblühen und einen Tee aufbrühen mit gewohnten Bewegungen.“ Genauso ist es.

Irgendwann hatte ich dann meine erste Führung in der Synagoge, und inzwischen kenne ich ja die Stellen, wo man sich diskret anlehnen kann. Die Frauenempore durfte die Gruppe dann selbst erkunden.

Dann fuhr ich mit unserem Chor zum Katholikentag nach Münster, wo wir u.a. zusammen mit über 4000 anderen Sängern das „Halleluja“ von Händel schmetterten. Es war schon recht anstrengend, und wenn es irgendwie ging, wollte ich vor allem einfach nur da sitzen. Zum Glück hatte mir eine Freundin einen Campinghocker geliehen. Es ergab sich sogar noch die Gelegenheit für einen kleinen Plausch mit einem Freund aus Münster, der mich trotz des Reisengewühls irgendwie orten konnte. Schee wars.

Dann stand ein Besuch in der alten Heimat an – Klassentreffen und Familie. Für die Bahnfahrt nahm ich, auch auf Anraten meines Physiotherapeuten, die Krücken noch mit. So konnte ich eine rollkofferfreie Zone um mich herum keieren, die Leute passen besser auf oder bieten Hilfe an, und jeder versteht, dass ich noch mit in den Lift muss.

Meine kleine Nichte (fast 2,5 Jahre) wollte natürlich genau wissen, was es mit den Krücken auf sich hat, die normalerweise nicht bei Oma im Wohnzimmer stehen. Also habe ich ihr das Ganze erklärt. Das hat sie wohl ziemlich beschäftigt, denn zwei Stunden später setzte sie sich zu mir auf die Eckbank und meinte ernsthaft: „Tante Petra hingefallen. Fuß kaputt. Heilt wieder.“ Wenn sie das sagt…

Sie scheint recht zu haben, denn inzwischen habe ich auch meine Wanderungen wieder aufgenommen. Im Moment gehe ich den „Overijssels Havezatenpad“ von Oldenzaal nach Steenwijk, und zwar in Etappen von 5 bis 7,5 Kilometer. Das geht schon ganz gut und das Tempo wird auch wieder etwas schneller. Die Wanderungen habe ich wirklich vermisst!

Nur Auto fahre ich noch nicht. Der Arzt meinte zwar, dass ich es wieder darf, aber so ganz traue ich der Geschichte noch nicht. Ich werde wohl demnächst, wenn die halbe Stadt im Urlaub ist, vorsichtig wieder anfangen.

Und hier ist noch ein Stückchen Havezatenpad:

havezatenpad-bruggetje

 

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Den Mut nicht verlieren

Neulich entdeckte ich in der Wandergruppe auf Facebook ein Foto mit dem Spruch: „Mut haben ist, genau einen Schritt weiter zu gehen als man sich zutraut.“ Das ist im Moment ganz passend, denn ich versuche immer noch, mir jeden Tag ein Stückchen Welt und Unabhängigkeit zurückzuerobern. Das ist nicht immer leicht, es gibt Tage, da denke ich, dass ich alles schaffe, und an anderen Tagen befürchte ich, dass es nie mehr was wird.

Das verfolgt mich gelegentlich bis in meine Träume. Einmal täumte ich, dass man mir im Krankenhaus ein paar Spezialsocken mitgegeben und mir erklärt hatte, dass ich sie auf gar keinen Fall verlieren darf, sonst würde ich nie wieder laufen können. Ich konnte die Socken nicht finden und schüttelte in Panik den Gatten wach. Der stand auch brav auf und suchte in meinem Kleiderstapel nach einem Paar Socken (nicht die aus dem Krankenhaus, denn die gibt es nicht). Das ist wohl einfacher, als mit mir über Sinn und Unsinn einer solchen Aktion zu diskutieren. Es dauerte auch eine ganze Weile, bis ich wach genug war, um zu merken, was für ein Schmarrn das war. Peter macht im Moment einiges mit.

Was auch gelegentlich ganz schön nervt, sind Kommentare wie „Jetzt ziehst du schon drei Monate damit rum, und es ist immer noch nicht in Ordnung. Dass das so lang dauert!“ Gelegentlich gefolgt von „Als der Großneffe meines Schwippschwagers sich den Finger verstaucht hat…“. Okay, hier übertreibe ich etwas, aber wirklich nur etwas. Auf jeden Fall ließ ich neulich bei meinem Physiotherapeuten meinen Frust ab und meinte: „Dem nächsten, der mir damit kommt, semmele ich die Krücke auf den Fuß, aber so richtig!“ Er daraufhin: „Das verstehe ich, würde ich wohl auch machen“, um mir dan wieder einmal geduldig zu erklären, das ein Knöchelbruch eine langwierige Sache ist, verglichen mit z. B. einem glatten Unterschenkelbruch, da bei einem Gelenk so viele Teile ineinandergreifen und es sich auch noch bewegen muss. So, jetzt wisst ihr’s.

Aber im Großen und Ganzen geht es immer noch aufwärts. Letzte Woche war ich z. B. mal wieder in der Stadt. Meine Sommerjacke löst sich langsam in Wohlgefallen auf und bequeme Outdoorlatschen, in denen auch mein lädierter Fuß sich wohl fühlt, wären auch nicht schlecht. Im ANWB-Shop hatten sie nix Gscheits, die meisten Jacken sind in der Michelin-Männchen-Optik, die nun gar nicht schlank macht, und bei dem Modell, das mir gefiel, zickte der Reißverschluss rum. Aber im Sportgeschäft meines Vertrauens (ja, sowas habe ich!) wurde ich fündig.

Danach schaute ich noch in das neue Warenhaus „Hudson’s Bay“, das in die Räumlichkeiten des V&D, dem ich immer noch nachtrauere, eingezogen ist. Außer Klamotten haben sie auch Haushaltswaren und anderes, aber das werde ich mir in Ruhe mal anschauen. Mein erster Eindruck: Basst scho.

Und das Schönste: Das Restaurant „La Place“ ist wieder da! Dort gönnte ich mir einen mittäglichen Imbiss. Gut, dass ich inzwischen wieder ganz gut ohne Krücken laufen kann, denn dort ist Selbstbedienung. In die Stadt nehme ich sie aber trotztem noch mit, denn 1) sind sie eine gute Hilfe, wenn es anstrengend oder windig ist, 2) fahren die Busfahrer erst los, wenn ich sitze und 3) könnte man notfalls jemandem eins überbraten (war aber noch nicht nötig). Also habe ich dort die Krücken an einen Tisch in Sichtweite gestellt, mein Essen geholt und gemütlich verspeist.

Auch das Radfahren geht inzwischen wieder. Davor hatte ich schon etwas Bammel, immerhin bin ich ja dadurch in den ganzen Schlamassel geraten. Aber mein Physiotherapeut war der Meinung, dass ich es wieder angehen sollte und beraumte kurzerhand einen Termin bei mir zu Hause an, um zu sehen, ob mein Rad gut eingestellt ist und wie ich mich beim Auf- und Absteigen anstelle. Sein Fazit: Du kannst das, also ab durch die Mitte. Jetzt kann ich also auch wieder vieles allein erledigen. Und zum Einkaufen benutze ich einen Hackenporsche (eine Einkaufstasche auf Rädern), die wir von meiner Schwiegermutter bekommen haben, als sie auf den Rollator umgestiegen ist.

Leute, es wird.

moed

(c) by Giny Opgenort

 

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Mühsam bewegt sich das Eichhörnchen

Wie Elvira in ihrem Kommentar zu meinem letzten Post sagte, werden aus den Metern langsam Kilometer. Inzwischen geht das Laufen jeden Tag ein bisschen besser, und ich erobere meine Umgebung wieder, wie eine Freundin es einmal so schön sagte. Momentan lege ich noch die beeindruckende Entfernung von ca. eineinhalb bis zwei Kilometer zurück, aber immerhin. Ich glaube, ich habe eine Marktlücke entdeckt: eine Karte oder App unserer Stadt, auf der *alle* Bänke eingetragen sind. Die sind nämlich im Moment sehr wichtig!

Letzten Mittwoch war ich im Krankenhaus zur Kontrolle. Zu diesem Behufe stürzten wir uns ins nächste Abenteuer: Bus fahren. Der Bus hält fast vor meiner Haustür und auch fast vor dem Krankenhaus, aber spannend war es doch. Aber alles ging gut, die Busfahrer sind rücksichtsvoll, wenn man mit Krücken einsteigt, und bei unserer Haltestelle sind sowieso die meitsten Sitzplätze noch frei. Auf dem Hinweg war Peter dabei, und der Rückweg war auch kein Problem. Da an meiner Haltestelle eine Truppe Rentner aus dem Seniorenheim (teils mit Rollator) einsteigen wolle, konnte ich mir beim Aussteigen jede Menge Zeit lassen.

Der Arzt, der auch die OP durchgeführt hatte, teilte uns mit, dass ich das Bein wieder zu 100% belasten darf, aber ich soll natürlich auf die Schmerzgrenze achten und nicht übertreiben. Mein Physiotherapeut war am Montag schon dieser Meinung zugetan und freute sich wie Bolle, dass der Arzt es bestätigt hat. Er freut sich sowieso immer aufrichtig über jeden Fortschritt, den ich mache, und das hilft ungemein, den Mut und Optimismus nicht zu verlieren. Ich versuche zwar, froh zu sein über die Dinge, die ich kann, anstatt mich über das zu ärgern, was noch nicht geht, aber manchmal nervt dieser Zustand schon.

Da ich jetzt auf jeden Fall im Haus die Krücken weglassen darf bzw. soll, kann ich auch langsam mit leichten Hausarbeiten anfangen. Wie gesagt, leicht und langsam, man muss es ja nicht gleich übertreiben. Also habe ich gestern das Schlafzimmer gesaugt – because I can. Danach war ich erst mal erledigt, gut, dass ich keine Karriere als Raumpflegerin anstrebe. Betten abziehen und Spüli ausräumen geht inzwischen auch. Morgen werde ich mal wieder was kochen, vorausgesetzt, Peter hilft mir beim Abgießen des Nudelwassers.

Gestern haben wir noch einen Spaziergang zum Weiher gemacht, uns in die Sonne gesetzt und Wasservögel beobachtet. Für ihn waren die gut zwei Kilometer auch recht anstrengend, das Langsamgehen liegt ihm nicht so. Auf dem Rückweg haben wir bei unserem deutschen Bäcker Kuchen geholt, den wir dann im Garten verspeist haben – ein richtiges Urlaubsgefühl.  Und heute möchten wir endlich mal wieder schön essen gehen.

Ich wünsche euch allen ein schönes Osterfest.

vijver

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Die Welt wird jeden Tag ein Stückchen größer

Seit fast zwei Wochen darf ich das Bein wieder belasten, und seitdem wird die Welt jeden Tag ein kleines bisschen größer. Die Röntgenfotos sahen gut aus („Nobody looks fat on an X-ray“, Friends), der Bruch ist gut verheilt. Und mein Fuß sieht inzwischen wieder wie ein Fuß aus und nicht mehr wie ein aufgeblasener Gummihandschuh.

Am Anfang war es noch recht gewöhnungsbedürftig, dass ich tatsächlich wieder auf zwei Beinen stehen durfte und nicht mehr wie ein Storch im Salat in der Gegend herumstehen musste. Und das Gehen war ganz schön anstrengend, auf den YouTube-Videos sieht das alles immer viel einfacher aus. So ein siebenwöchiges Couchpotato-Dasein bleibt natürlich auch nicht ohne Folgen. Am Wochenende vor meinem Unfall war ich noch 25 km gewandert, und plötzlich waren 50 Meter die Straße rauf und zurück schon voll anstrengend. Da ist immer noch sehr viel Luft nach oben.

Inzwischen erweitert sich aber jeden Tag mein Aktionsradius, letzte Woche war ich beim Friseur (eine Strecke 150 Meter), beim Physiotherapeuten (200 Meter) und bei der Chorprobe (keine Ahnung, wie weit es vom Parkplatz zum Probenraum ist). Auch die Firmenkurse, die bisher auf Eis lagen, werden nach und nach wieder aufgenommen. Im Moment fährt mich der Gatte noch, und in einigen Wochen bin ich hoffentlich wieder autark. Und duschen kann ich auch wieder im Stehen!

Ich habe einen guten Physiotherapeuten, der mich jedes Mal wieder ein Stück weiter „schiebt“, aber trotzdem realistisch ist. Was noch nicht geht, geht halt noch nicht. Außerdem passt er auf wie ein Schießhund, dass ich mir nicht irgendwelche Schonhaltungen angewöhne.

Mal sehen, ob wir am Mittwoch die 500 Meter zum Wahllokal schaffen. Es gibt auf jeden Fall ein paar Bänke unterwegs. Und wie singt Bløf so schön: „Hoe ver je gaat, heeft met afstand niets te maken, hoogstens met de tijd (Wie weit man geht, hat nichts mit Entfernung zu tun, höchstens mit der Zeit)“.

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Geduld ist die Mutter der Porzellankiste

Seit meinem letzten Post ist inzwischen ein Monat vergangen, und der Gips ist ab. Am Mittwoch muss ich wieder ins Krankenhaus zum Röntgen, und dann wird man mir hoffentlich sagen, dass ich das Bein wieder belasten kann.

In den letzten Wochen war ich ja gewissermaßen zwangsentschleunigt und mein Aktionsradius recht klein. In den ersten Tagen nach der OP machte ich noch nicht allzu viel, ich verbrachte viel Zeit vor dem Fernseher und schaute Krimis und alte Kinderserien wie Alf oder Pumuckl. „Pumuckl schauen, das ist fein, da heilt bestimmt auch schnell das Bein“ dichtete ein Freund, und was sich reimt, ist ja schließlich wahr. Außerdem hatte ich viel Zeit zum Lesen, erst Wanderbücher wie „Ich binn dann mal weg“ oder „A Walk in th Woods“, die irische Krimiserie von Hannah O’Brien und die Ermittlungen und  das Liebesleben der Londonerin Agatha Raisin, die es in die Cotswolds verschlagen hat. Dank meines E-Readers und zwei Bibliotheksausweisen geht mit der Lesestoff so schnell nicht aus.

Bei all dem umsorgte mich der Gatte natürlich liebevoll, und das tut er noch immer. Aber neulich sagte er, dass ihm meine Kochkunst abgeht, also darf er sich eine Liste mit Gerichten zusammenstellen, die ich ihm dann zubereiten werde, wenn ich wieder auf zwei Beinen stehen kann.

Meine Firmenkurse habe ich verschoben oder an Kollegen abgegeben, aber dank meiner Unterrichtsraumbürobibliothek kann ich weiterhin zu Hause Einzelunterricht geben. Sonst wären die Tage schon sehr lang.

Als der Gips endlich runter war, fühlte ich mich gleich um einiges besser. Auch wenn ich noch nicht auftreten darf, ist das Leben wieder ein Stück einfacher geworden. Man kann den OP-Narben praktisch beim Abheilen zuschauen, und der Haxen ist inzwischen auch weniger unförmig. Die Bewegungsübungen, die ich machen soll, waren erst noch recht unangenehm, aber in Millimeterarbeit wird auch das besser.

Inzwischen kann ich auch wieder duschen. Da der Gips ja nicht nass werden und auch auf gar keinen Fall oben Wasser reinlaufen durfte, habe ich bisher am Waschbecken improvisiert. Jetzt habe ich einen Duschhocker und saue auch nur das halbe Bad ein, nicht das ganze.

Und meine Jeans passt auch noch! Die letzten Wochen trug ich die eleganten und formschönen Jogginghosen des Gatten, weil ich nichts anderes über den depperten Gips drüber gekriegt hatte. Da ich ja viel weniger Bewegung habe als normal, hatte ich eine ziemliche Gewichtszunahme befürchtet, aber andererseits hatte ich auch den Gang zum Kühlschrank auf ein absolutes Minimum reduziert, weil das jedesmal so ein Aufwand ist. 

Und jetzt bin ich gespannt auf Mittwoch. Mein Physiotherapeut hat mir schon prophezeit, dass das Gehen ein langer, anstrengender Prozess wird.  Ich versuche mir auf jeden Fall das Lied von Waylon zu Herzen zu nehmen: „The World Can Wait“:

 

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Zwangsentschleunigt

So gut, wie das letzte Jahr geendet hat, so kreuzdämlich lässt sich dieses Jahr an. Da hatte ich noch ehrgeizige Wanderpläne und bin sogar Mitglied der Facebookgruppe „Wandel 1000 km in 2018“ geworden. Die ersten 25 Kilometer hatte ich auch schon geschafft, und das war es vorläufig. Ich hocke mit einem Gipshaxen zu Hause.

Vor zwei Wochen hat es mich mit dem Rad hingesemmelt, und ich dachte erst, der Fuß wäre nur verstaucht. Ich konnte darauf stehen und auch kleine Stücke gehen, auch wenn es sakrisch weh tat. Aber mein Hausarzt traute der Sache nicht und schickte mich ins Krankenhaus, wo die Röntgenbilder zeigten: Der Knöchel war irgendwie gebrochen und verschoben. Sofort operieren war nicht möglich, da er zu stark geschwollen war. Also erhielt ich einen Notgips und Tabletten und und wurde erst mal für ein paar Tage heimgeschickt.

Dort richteten wir uns auf die veränderte Lage ein.  Das Gehen mit Krücken geht besser, seit ich den richtigen Schuh für den nicht-verletzten Fuß gefunden habe. Wir platzierten Bockibeutel (auch als Stofftaschen bekannt) an strategischen Stellen, weil ja alles, was man braucht, immer irgendwo anders ist. Die Wohnzimmermöbel stehen so, dass ich möglichst kurze Wege zum Örtli, in die Küche und in die Unterrichtsraumbürobibliothek habe.

Die OP selber wurde vom Sohn meines ehemaligen Chefs durchgeführt (die Welt ist klein) und ist recht gut verlaufen. Alle im Krankenhaus waren sehr nett und hilfsbereit, vom „Gipsmeister“, der mir den Notgips angelegt hat, über die Anästhesistin, die mir alles langsam und für Dummies erklärt hat, den Chirurg selbst bis zu den Schwestern in der Vorbereitung, im Aufwachraum und auf der Station, die mich vor während und nach der OP umsorgt haben, bis ich am Spätnachmittag desselben Tages wieder nach Hause durfte.

Allerdings darf ich den Knöchel sechs Wochen nicht belasten, vier Wochen mit und zwei Wochen ohne Gips. Das macht alles etwas kompliziert.

Selbstverständlich versorgt mich der Hausherr liebevoll, schmeißt den Haushalt,  schaut, ob ich alles habe, fährt mich mit Auto und Rollstuhl zu den Untersuchungen usw. Und ich bin dabei, meine Arbeit so zu orgenisieren, dass ich wenigstens hin und wieder etwas machen kann, auf dem Schreibtischstuhl mit hochgelagertem Gipshaxen.

Aber man muss es auch nicht gleich übertreiben, von allen Seiten wird mir zur Geduld geraten und gesagt, dass ich mich schonen soll. Und gemütlich die Merrily-Watkins-Reihe weiter zu lesen und alte Serien zu schauen hat ja auch was. Und Wanderwetter ist im Moment auch nicht, ich verpasse also nicht wirklich viel.

Irgendwie ist das Ganze eine neue Art der Grenzwanderung.

 

 

 

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Wie schnell doch so ein Jahr vergeht – Jahresrückblick 2017

Vor drei Jahren habe ich damit angefangen, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und zu schauen, was sich geändert hat, was gleich geblieben ist und was aus den (falls vorhandenen) guten Vorsätzen geworden ist. Und so beantworte ich wieder mal die Fragen der letzten Jahre:

Was war das Beste für Dich an diesem Jahr?
Dass es ein weitgehend gutes, stabiles Jahr ohne dramatische Tiefschläge war.

Hast Du 2017 etwas gemacht, das Du noch nie zuvor gemacht hast?
Eine Menge: Ich habe meine erste selbstständige Führung in unserer Synagoge gemacht, der auch weitere mehr oder weniger gelungene folgten. Und bei jeder Führung lernt man etwas dazu. In knapp zwei Wochen mache ich meine erste Führung durch das ehemalige jüdische Wohnviertel um die Synagoge. Außerdem durfte ich zum ersten Mal an der niederländischen Wahl für die Zweite Kammer teilnehmen und habe natürlich mein Bestes getan, um Geert Wilders und anderen seltsamen Figuren ein gewisses Gegengewicht zu bieten. Und – last but not least – ich habe den Pieterpad erfolgreich beendet. Ich weiß nicht, ob ich es schon mal gesagt habe, aber – I walked the trail!

Hast Du all Deine guten Vorsätze aus dem Vorjahr beherzigt?
Mein guter Vorsatz war nicht gerade einfach: mehr Vertrauen zu mir selbst und in anderen zu haben. Das klappt inzwischen nicht schlecht, und es hat mir sicher geholfen, dass ein beruflicher Schritt sich bis jetzt als richtig herausgestellt hat.

Hast Du gute Vorsätze für das nächste Jahr?
Auf dem eingeschlagenen Weg weiter gehen, das Leben genießen und regelmäßig wandern gehen, z. B. auf dem Trekvogelpad.

Welche Länder hast Du 2017 besucht?
Deutschland und Österreich.

Was möchtest Du 2018 haben, was Du 2017 nicht hattest?
Auch dieses Jahr fehlte mir nicht wirklich etwas, außer vielleicht mehr Zeit und Inspiration zum Schreiben.

Welches Datum aus 2017 wirst du nie vergessen?
Den Tag,  an dem ich den Pieterpad beendete. Es war eine eigenartige Mischung aus Stolz (I walked the trail!) und Wehmut, weil es nach zwei Jahren zu Ende war.

Was war Dein größter Erfolg 2017?
Ich konnte den beruflich eingeschlagenen Weg fortsetzen, ohne baden zu gehen. Und – I walked the trail!

Welches war Dein größter Fehler?
Verschiedene kleine Sachen, aber nichts wirklich großes.

Hast Du eine Krankheit oder eine Verletzung gehabt?
Es ging und geht mir gut, bis auf den Kleinkram, der einen halt gelegentlich heimsucht. Und darüber bin ich froh.

Was war das Beste, was Du gekauft hast?
Mein Einmannzelt, die sogenannte Dackelhütte. Damit ist man beim Wandern doch flexibler und freier.

Wessen Verhalten erschreckt Dich oder macht Dich traurig?
Nicht das Verhalten von irgendjemandem. Aber richtig traurig war und bin ich über den viel zu frühen Tod einer Freundin.

Wofür ging das meiste Geld drauf?
Noch immer für unser neues Domizil und alles, was da so anfällt.

Worüber warst Du so richtig aus dem Häuschen?
Dass ich den Pieterpad beendet habe – I walked the trail!

Welches Lied wird Dich immer an 2017 erinnern?
„Leichtes Gepäck“ von Silbermond. Nicht nur unser eigener Umzug, sondern auch ein paar andere in unserem Familienkreis haben mir vor Augen geführ, wie viel nutzloser Krempel sich doch in so einem Haushalt ansammelt. Und auch das Wandern ist leichter, wenn man nicht zu viel mitschleppt.

Verglichen mit 2016, warst du im Jahr 2017

…glücklicher oder unglücklicher?
Ähnlich wie im letzten Jahr, denke ich.

… reicher oder ärmer?
Auch das ist ungefähr gleich gebleiben.

Wovon hättest Du lieber mehr gemacht?
Mal wieder gebloggt, ich arbeite immer noch an meinem Reisebericht von 2016, und den würde ich gern fertig kriegen, bevor der nächste Urlaub kommt.

Wovon hättest Du lieber weniger gemacht?
Eigentlich nichts, es war gut so.

Wie hast Du Weihnachten verbracht?
Zur Abwechslung mal wieder bei meiner Familie in Süddeutschland.

Hast Du Dich 2017 verliebt?
Nicht neu verliebt, auch das ist konstant geblieben.

Welches war Deine Lieblingssendung im Fernsehen?
Die Serie „Hier zijn de Van Rossems„, insbesondere die Folge über meine Heimatstadt. Allerdings habe ich noch nicht alle Folgen gesehen.

Hast Du jemanden oder etwas hassen gelernt?
Nö, hassen tue ich niemanden. Gelegentlich rege ich mich über jemanden auf, aber wer tut das nicht?

Welches war das beste Buch, das du 2017 gelesen hast?
„Erebos“ von Ursula Poznanski. Auf der Leipziger Buchmesse war ich bei einer Lesung, wo die Autorin aus ihrem Buch „Elanus“ vorlas. Dabei wurde ich neugierig auf ihr Werk, und „Erebos“, bei dem es um ein Computerpiel geht, dass auch in das wirkliche Leben eingreift, hat mich am meisten beeindruckt.

Was war deine größte musikalische Überraschung 2016?
Gab es auch diesmal nicht.

Was hast Du Dir gewünscht und auch bekommen?
Die Dackelhütte und viele interessante Begegnungen, Gespräche und Erfahrungen.

Was hast Du Dir gewünscht und nicht bekommen?
Hier wiederhole ich den Satz vom letzten Jahr: Eigentlich nichts, ich wünsche mir nicht mehr so viel, sondern versuche mich über die Dinge zu freuen, die meinen  Weg kreuzen.

Welches war Dein Lieblingsfilm in diesem Jahr?
Wenn Serien auch zählen, dann alle Folgen von „The Bridge„. Ich bin schon gespannt auf die nächste Staffel.

Was hast Du an Deinem Geburtstag getan und wie alt bist Du geworden?
Auch dieses Jahr bin ich ein Jahr älter geworden und habe meinen Geburtstag recht unspektakulär verbracht: Erst habe ich gearbeitet und abends bei der Chorprobe einen ausgegeben. Essen waren wir dann am Wochenende.

Welche eine Sache hätte Dein Jahr zufriedenstellender gemacht?
Ich hätte die goldigste Nichte von allen gern öfter gesehen, aber das ist halt der Nachteil, wenn man recht weit auseinander wohnt.

Was hielt Dich gesund?
Ich denke, mal wieder Glück und eine einigermaßen gute Konstitution.

Erzähle uns eine wertvolle Lebenslektion, die Du in diesem Jahr gelernt hast!
Es bringt nichts, ständig zurück zu schauen und zu überlegen, was man hätte anders machen können. Es ist wichtiger, nach vorne zu schauen und zu versuchen, ähnliche Fehler zu vermeiden.

Auf was freust Du Dich im Jahr 2018?
Auf den Frühling, neue Wanderungen, Treffen mit netten Leuten, neue Erfahrungen etc.

Bald erklärt uns Alfred Tezlaff ja wieder den Untershcied zwischen Punsch und Bowle und stolpert Butler James über den Tigerkopf. Und ich bedanke mich bei allen regelmäßigen und gelegentlichen Lesern fürs Vorbeischauen und wünsche euch einen gute Rutsch und ein gutes, gesundes und vor allem glückliches Jahr 2018.

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Bußgeld für das Ausruhen an einer Bushaltestelle – im Ernst jetzt?

Am Anfang dieser Woche stieß ich in unserer – wohlgemerkt niederländischen – Tageszeitung aufeine Meldung, die mich seitdem ziemlich umtreibt. In Düsseldorf bekam nämlich ein 83jähriger Rentner ein Bußgeld von 35 Euro aufgebrummt, weil er sich sage und schreibe acht Minuten auf einer Bank an einer Bushaltestelle ausgeruht hat.

Anders als viele User in den sozialen Netzwerken teilt unsere Zeitung solche Meldungen nicht reflexartig und ungeprüft, aber ich bemühte doch zur Sicherheit Tante Google, um zu sehen, ob da was dran ist, denn mir kam das doch ziemlich absurd vor. Aber es scheint zu stimmen, wie man unter anderem hier nachlesen kann. Ein paar Tage später hat die Stadt wieder eingelenkt und den Bescheid zurückgezogen, man hätte den Rentner halt für einen Obdachlosen und/oder Alkoholiker gehalten, der sich auf der Wartebank breit macht. Auch nicht gerade eine freundliche Erklärung, denn diese Leute sind meist nicht freiwillig da gelandet, wo sie sind.

Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass sich manche Nahverkehrsnutzer von Leuten, die lange auf so einer Bank sitzen, eingeschüchtert fühlen, finde ich es schlichtweg unmöglich, mit unseren älteren Mitbürgern so umzuspringen. Schließlich erwischt es uns alle mal, und auch jungen Leuten kann es passieren, dass sie sich z. B. nicht gut fühlen und sich mal kurz hinsetzen wollen. Etwas Mitmenschlichkeit und Fingerspitzengefühl wären in so einer Situation sicher nicht verkehrt.

Meine Leser wissen ja, dass ich oft radelnder- und wandernderweise unterwegs bin. Bei diesen Gelegenheiten habe ich mich schon häufig an einer Bushaltestelle ausgeruht, mich dort vor dem Regen untergestellt oder – o Tod und Hölle – einen Imbiss verspeist. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass ich damit eine bußgeldwürdige Ordnungswidrigkeit begehe. Und mit meinem Rucksack einschließlich Dackelhütte könnte man mich durchaus für einen obdachlosen Alkoholiker halten, sicher wenn ich schon eine längere Strecke hinter mir habe.

Na ja, ich weiß auf jeden Fall, welche Stadt ich auf meinen Streifzügen vorläufig nicht ansteuern werde. Nicht dass ich das in absehbarer Zeit vorgehabt hätte, aber man kann es ja mal verkünden. Außerdem bin ich froh, dass es auch anders geht, und dass es in der freien Natur zehlreiche „Wandelbankjes“ gibt, die zum Rasten und Verweilen einladen.

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The same procedure as every year: Jahresrückblick

Wie in den letzten zwei Jahren werde ich auch diesmal das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Eigentlich war es ein recht merkwürdiges Jahr, in dem es leider auch wieder einige Anschläge in verschiedenen Städten gab. Großbritannien will die EU verlassen und Donald Trump wurde zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Vor allem wird uns dieses Jahr wohl durch den Tod einiger Schauspieler (Alan Rickman, Carrie Fisher und kurz danach ihre Mutter Debbie Reynolds) und vor allem zahlreicher bekannter Musiker im Gedächtnis bleiben. Es begann mit David Bowie und endete mit George Michael. Dazwischen lagen u.a. Black, Prince, Wolfgang Rohde, Leonard Cohen, Rick Parfitt und andere. Irgendwo im Internet stieß ich auf den Spruch: „Wenn es einen Gott gibt, dann stellt der sich gerade eine richtig geile Band zusammen.“

Für mich persönlich aber war es ein wirklich gutes Jahr, in dem sich viel verändert hat. Teilweise hat es sich so ergeben, teilweise war es die Folge eigener Entscheidungen und des gelegentlichen Verlassens meiner „Comfort Zone“.

Und so beantworte ich wieder mal die Fragen der letzten Jahre:

Was war das Beste für Dich an diesem Jahr?
Dass die zahlreichen Veränderungen (nicht nur für mich)  in diesem Jahr fast durchweg positiv waren.

Hast Du 2016 etwas gemacht, das Du noch nie zuvor gemacht hast?
Ich habe eine Ausbildung zur Gästeführerin in unserer Synagoge gemacht und meine ersten inoffiziellen Führungen absolviert. Die Feuertaufe kommt im nächsten Jahr.

Hast Du all Deine guten Vorsätze aus dem Vorjahr beherzigt?
Die Herausforderung Smartphone habe ich gemeistert – war auch komischerweise nicht zu schwer. Den Pieterpad habe ich noch nicht zu Ende gebracht, mir fehlen noch ca. 175 km. Aber egal, dann laufe ich halt nächstes Jahr weiter.

Hast Du gute Vorsätze für das nächste Jahr?
Ich möchte es endlich mal hinkriegen, mir selbst etwas mehr zuzutrauen, so dass ich auch anderen leichter vertrauen kann.

Welche Länder hast Du 2016 besucht?
Deutschland, England, Schottland.

Was möchtest Du 2017 haben, was Du 2016 nicht hattest?
Ich hatte in diesem Jahr so viel, dass ich gar nicht das Gefühl habe, dass mir etwas fehlt.

Welches Datum aus 2016 wirst du nie vergessen?
Den Tag,  an dem die goldigste Nichte von allen das Licht der Welt erblickte.

Was war Dein größter Erfolg 2016?
Ich hatte endlich den Mut, mich im gegenseitigen Einvernehmen von einem Geschäftspartner zu trennen und ganz eigene Wege zu gehen.

Welches war Dein größter Fehler?
Kein wirklich großer, aber diverse kleinere. Wer ist schon fehlerfrei.

Hast Du eine Krankheit oder eine Verletzung gehabt?
Bis auf die üblichen Zipplerlein, die das Älterwerden mit sich bringt, ging und geht es mir gut.

Was war das Beste, was Du gekauft hast?
Unser neues Haus mit wunderbarem Unterrichtsraum/Büro, der sich langsam der Vollendung nähert.

Wessen Verhalten erschreckt Dich oder macht Dich traurig?
Das der Menschen, die diverse Anschläge verübt haben, und das derer, die diese Anschläge für ihre Ziele ausschlachten wollen.

Wofür ging das meiste Geld drauf?
Für unser neues Domizil.

Worüber warst Du so richtig aus dem Häuschen?
Über die goldigste Nichte von allen. 🙂

Welches Lied wird Dich immer an 2016 erinnern?
„Strong“ von London Grammar. Ich scheine wohl auch oft den Eindruck zu erwecken, dass ich alles im Griff habe und weiß, wo es langgeht, aber es gab durchaus diverse Momente, in denen ich mich ganz schön unsicher und orientierungslos fühlte.

Verglichen mit 2015, warst du im Jahr 2016

…glücklicher oder unglücklicher?
Vielleicht hatte ich etwas mehr Glücks- und weniger Stress- und Ärgermomente.

… reicher oder ärmer?
Ich denke, es bleibt ungefähr gleich.

Wovon hättest Du lieber mehr gemacht?
Gebloggt, es sind noch einige Themen liegengeblieben, aber ich hab ja schließlich auch meinen Haushalt. 😉

Wovon hättest Du lieber weniger gemacht?
Eigentlich nichts, es war gut so.

Wie hast Du Weihnachten verbracht?
Erst gemütlich mit dem Gatten zu Hause, dann mit unserem Chor in der Christmette in Gronau.

Hast Du Dich 2016 verliebt?
Nicht neu verliebt, aber immer wieder festgestellt, dass das Team P&P noch immer ein Super-Team ist.

Welches war Deine Lieblingssendung im Fernsehen?
Zwar nicht im Fernsehen, aber auf DVD: Downton Abbey – wir haben eine neue Sucht dazubekommen.

Hast Du jemanden oder etwas hassen gelernt?
Hassen ist zuviel gesagt, aber aus irgendwelchen Gründen gingen mir die Audi-Fahrer besonders auf den Senkel. Und die Rennradfahrer sind auch so ein unhöflicher Haufen.  Dass einige von ihnen am Pieterpad in eine Schafherde gerieten, habe ich ihnen gegönnt. *fiesgrins*

Welches war das beste Buch, das du 2016 gelesen hast?
The Road to Little Dribbling von Bill Bryson, ich bin nunmal Bryson-Fan. Außerdem ist schon der erste Satz einfach grandios: “One of the things that happen when you get older is that you discover lots of new ways to hurt yourself.”

Was war deine größte musikalische Überraschung 2016?
Diesmal keine.

Was hast Du Dir gewünscht und auch bekommen?
Eine Menge tolle und  interessante Momente und Erfahrungen, natürlich mit den Leuten, die diese zu etwas Besonderem machen. Seien es die Begenungen am Pieterpad und während unserer Großbritannien-Radtour, die gemütlich verquatschten Stunden, hitziges Diskutieren und viel Lachen bei Kursen und Besprechungen, Konzert-, Weihnachtsmarkt- und Museumbesuche, Downton-Abbey-Dauerglotzen – ohne euch würde es deutlich weniger Spaß machen.

Was hast Du Dir gewünscht und nicht bekommen?
Eigentlich nichts, ich wünsche mir nicht mehr so viel, sondern versuche mich über die Dinge zu freuen, die meinen  Weg kreuzen.

Welches war Dein Lieblingsfilm in diesem Jahr?
Hatte ich dieses Jahr nicht.

Was hast Du an Deinem Geburtstag getan und wie alt bist Du geworden?
Ich bin wieder ein Jahr älter geworden, habe gearbeitet und war mit dem Gatten schön essen. Nachgefeiert haben wir etwas später.

Welche eine Sache hätte Dein Jahr zufriedenstellender gemacht?
Vielleicht die Möglichkeit, mehr Zeit mit einigen Menschen zu verbringen, die mir am Herzen liegen. Aber auch so war es okay.

Was hielt Dich gesund?
Eine ganz gute Konstitution und sicher auch Glück.

Erzähle uns eine wertvolle Lebenslektion, die Du in diesem Jahr gelernt hast!
Wirklich gelernt, also verinnerlicht habe ich es noch nicht, aber ich arbeite daran: Loslassen und vertrauen, gerade wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich es mir vorstelle. Oft entwickeln sie sich in eine Richtung, die auch schön, gut und richtig ist.

Auf was freust Du Dich im Jahr 2017?
Ein Internet-Orakel hat mir prophezeit, dass ich im nächsten Jahr meine innere Ruhe finden werde. Wenn das klappt, kann das Jahr eigentlich nur gut werden.

Ich wünsche allen, die hier gelegentlich vorbeischauen, das Allerbeste für 2017. Und wie es einer Gästeführerin der Synagoge geziemt, stoße ich mit einem herzlichen „L’Chaim (Auf das Leben)“ mit euch an.

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Hinter uns mein Land

Normalerweise reblogge ich nicht, aber diesmal muss es sein. Danke, Elvira.

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