Was nirgends reinpasst / Wat verder nergens past

The same procedure as every year: Jahresrückblick

Wie in den letzten zwei Jahren werde ich auch diesmal das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Eigentlich war es ein recht merkwürdiges Jahr, in dem es leider auch wieder einige Anschläge in verschiedenen Städten gab. Großbritannien will die EU verlassen und Donald Trump wurde zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Vor allem wird uns dieses Jahr wohl durch den Tod einiger Schauspieler (Alan Rickman, Carrie Fisher und kurz danach ihre Mutter Debbie Reynolds) und vor allem zahlreicher bekannter Musiker im Gedächtnis bleiben. Es begann mit David Bowie und endete mit George Michael. Dazwischen lagen u.a. Black, Prince, Wolfgang Rohde, Leonard Cohen, Rick Parfitt und andere. Irgendwo im Internet stieß ich auf den Spruch: „Wenn es einen Gott gibt, dann stellt der sich gerade eine richtig geile Band zusammen.“

Für mich persönlich aber war es ein wirklich gutes Jahr, in dem sich viel verändert hat. Teilweise hat es sich so ergeben, teilweise war es die Folge eigener Entscheidungen und des gelegentlichen Verlassens meiner „Comfort Zone“.

Und so beantworte ich wieder mal die Fragen der letzten Jahre:

Was war das Beste für Dich an diesem Jahr?
Dass die zahlreichen Veränderungen (nicht nur für mich)  in diesem Jahr fast durchweg positiv waren.

Hast Du 2016 etwas gemacht, das Du noch nie zuvor gemacht hast?
Ich habe eine Ausbildung zur Gästeführerin in unserer Synagoge gemacht und meine ersten inoffiziellen Führungen absolviert. Die Feuertaufe kommt im nächsten Jahr.

Hast Du all Deine guten Vorsätze aus dem Vorjahr beherzigt?
Die Herausforderung Smartphone habe ich gemeistert – war auch komischerweise nicht zu schwer. Den Pieterpad habe ich noch nicht zu Ende gebracht, mir fehlen noch ca. 175 km. Aber egal, dann laufe ich halt nächstes Jahr weiter.

Hast Du gute Vorsätze für das nächste Jahr?
Ich möchte es endlich mal hinkriegen, mir selbst etwas mehr zuzutrauen, so dass ich auch anderen leichter vertrauen kann.

Welche Länder hast Du 2016 besucht?
Deutschland, England, Schottland.

Was möchtest Du 2017 haben, was Du 2016 nicht hattest?
Ich hatte in diesem Jahr so viel, dass ich gar nicht das Gefühl habe, dass mir etwas fehlt.

Welches Datum aus 2016 wirst du nie vergessen?
Den Tag,  an dem die goldigste Nichte von allen das Licht der Welt erblickte.

Was war Dein größter Erfolg 2016?
Ich hatte endlich den Mut, mich im gegenseitigen Einvernehmen von einem Geschäftspartner zu trennen und ganz eigene Wege zu gehen.

Welches war Dein größter Fehler?
Kein wirklich großer, aber diverse kleinere. Wer ist schon fehlerfrei.

Hast Du eine Krankheit oder eine Verletzung gehabt?
Bis auf die üblichen Zipplerlein, die das Älterwerden mit sich bringt, ging und geht es mir gut.

Was war das Beste, was Du gekauft hast?
Unser neues Haus mit wunderbarem Unterrichtsraum/Büro, der sich langsam der Vollendung nähert.

Wessen Verhalten erschreckt Dich oder macht Dich traurig?
Das der Menschen, die diverse Anschläge verübt haben, und das derer, die diese Anschläge für ihre Ziele ausschlachten wollen.

Wofür ging das meiste Geld drauf?
Für unser neues Domizil.

Worüber warst Du so richtig aus dem Häuschen?
Über die goldigste Nichte von allen. 🙂

Welches Lied wird Dich immer an 2016 erinnern?
„Strong“ von London Grammar. Ich scheine wohl auch oft den Eindruck zu erwecken, dass ich alles im Griff habe und weiß, wo es langgeht, aber es gab durchaus diverse Momente, in denen ich mich ganz schön unsicher und orientierungslos fühlte.

Verglichen mit 2015, warst du im Jahr 2016

…glücklicher oder unglücklicher?
Vielleicht hatte ich etwas mehr Glücks- und weniger Stress- und Ärgermomente.

… reicher oder ärmer?
Ich denke, es bleibt ungefähr gleich.

Wovon hättest Du lieber mehr gemacht?
Gebloggt, es sind noch einige Themen liegengeblieben, aber ich hab ja schließlich auch meinen Haushalt. 😉

Wovon hättest Du lieber weniger gemacht?
Eigentlich nichts, es war gut so.

Wie hast Du Weihnachten verbracht?
Erst gemütlich mit dem Gatten zu Hause, dann mit unserem Chor in der Christmette in Gronau.

Hast Du Dich 2016 verliebt?
Nicht neu verliebt, aber immer wieder festgestellt, dass das Team P&P noch immer ein Super-Team ist.

Welches war Deine Lieblingssendung im Fernsehen?
Zwar nicht im Fernsehen, aber auf DVD: Downton Abbey – wir haben eine neue Sucht dazubekommen.

Hast Du jemanden oder etwas hassen gelernt?
Hassen ist zuviel gesagt, aber aus irgendwelchen Gründen gingen mir die Audi-Fahrer besonders auf den Senkel. Und die Rennradfahrer sind auch so ein unhöflicher Haufen.  Dass einige von ihnen am Pieterpad in eine Schafherde gerieten, habe ich ihnen gegönnt. *fiesgrins*

Welches war das beste Buch, das du 2016 gelesen hast?
The Road to Little Dribbling von Bill Bryson, ich bin nunmal Bryson-Fan. Außerdem ist schon der erste Satz einfach grandios: “One of the things that happen when you get older is that you discover lots of new ways to hurt yourself.”

Was war deine größte musikalische Überraschung 2016?
Diesmal keine.

Was hast Du Dir gewünscht und auch bekommen?
Eine Menge tolle und  interessante Momente und Erfahrungen, natürlich mit den Leuten, die diese zu etwas Besonderem machen. Seien es die Begenungen am Pieterpad und während unserer Großbritannien-Radtour, die gemütlich verquatschten Stunden, hitziges Diskutieren und viel Lachen bei Kursen und Besprechungen, Konzert-, Weihnachtsmarkt- und Museumbesuche, Downton-Abbey-Dauerglotzen – ohne euch würde es deutlich weniger Spaß machen.

Was hast Du Dir gewünscht und nicht bekommen?
Eigentlich nichts, ich wünsche mir nicht mehr so viel, sondern versuche mich über die Dinge zu freuen, die meinen  Weg kreuzen.

Welches war Dein Lieblingsfilm in diesem Jahr?
Hatte ich dieses Jahr nicht.

Was hast Du an Deinem Geburtstag getan und wie alt bist Du geworden?
Ich bin wieder ein Jahr älter geworden, habe gearbeitet und war mit dem Gatten schön essen. Nachgefeiert haben wir etwas später.

Welche eine Sache hätte Dein Jahr zufriedenstellender gemacht?
Vielleicht die Möglichkeit, mehr Zeit mit einigen Menschen zu verbringen, die mir am Herzen liegen. Aber auch so war es okay.

Was hielt Dich gesund?
Eine ganz gute Konstitution und sicher auch Glück.

Erzähle uns eine wertvolle Lebenslektion, die Du in diesem Jahr gelernt hast!
Wirklich glerent, alsi verinnerlicht habe ich es noch nicht, aber ich arbeite daran: Loslassen und vertrauen, gerade wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich es mir vorstelle. Oft entwickeln sie sich in eine Richtung, die auch schön, gut und richtig ist.

Auf was freust Du Dich im Jahr 2017?
Ein Internet-Orakel hat mir prophezeit, dass ich im nächsten Jahr meine innere Ruhe finden werde. Wenn das klappt, kann das Jahr eigentlich nur gut werden.

Ich wünsche allen, die hier gelegentlich vorbeischauen, das Allerbeste für 2017. Und wie es einer Gästeführerin der Synagoge geziemt, stoße ich mit einem herzlichen „L’Chaim (Auf das Leben)“ mit euch an.

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Hinter uns mein Land

Normalerweise reblogge ich nicht, aber diesmal muss es sein. Danke, Elvira.

Quilt-Traum

Mich hat schon lange nichts mehr so tief  berührt. Diesen Text sollte jeder bis zum Ende hören. Dann wird jeder ihn sicherlich ein zweites Mal auf sich wirken lassen.  Mein Mann hat mich auf diesen Beitrag aufmerksam gemacht, denn ich sehe schon seit einigen Monaten nicht mehr fern.

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Zwischen den Jahren – Jahresrückblick 2015

Zwischen den Jahren – ich mag diese Redewendung, auch wenn ich gelegentlich darauf aufmerksam gemacht werde, dass sie nicht logisch ist, dass es immer entweder noch das eine oder schon das andere Jahr ist. Aber sie umschreibt so schön die Stimmung der Tage zwischen Weihnachten und Neujahr: Der Weihnachtsstress liegt hinter einem, das neue Jahr noch vor einem, es ist relativ ruhig und die Zeit scheint ein bisschen langsamer zu vergehen. Zeit, um zurück und auch nach vorne zu schauen.

In meinem Lieblingsforum wird schon seit längerem am Jahresende auf das vergangene Jahr zurückgeschaut: Wünsche, Vorsätze, Erfolge und Misserfolge passieren die Revue.  Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal mitgemacht, und ich fand es interessant, um jetzt nachzulesen, was das Jahr 2014 für mich ausgemacht hat. Vieles vergisst man ja doch wieder oder kann es nicht mehr einordnen.

Was war das Beste für Dich an diesem Jahr?
Dass es für mich selbst nicht wirklich dramatische Ereignisse gab, und dass ich mich wohl immer noch über kleine Dinge freuen kann.

Hast Du 2015 etwas gemacht, das Du noch nie zuvor gemacht hast?
Ich habe bei der Sitzung der Städtischen Kommission Einspruch gegen die Mittelkürzungen für unsere Bibliothek erhoben. Es war aufregend und sehr lehrreich.

Hast Du all Deine guten Vorsätze aus dem Vorjahr beherzigt?
Das mit dem Sport ist nicht wirklich was geworden, aber immerhin habe ich angefangen, den Pieterpad zu wandern.

Hast Du gute Vorsätze für das nächste Jahr?
Mich endlich der Herausforderung Smartphone stellen und den Pieterpad zu Ende laufen.

Welche Länder hast Du 2015 besucht?
Deutschland, und ich habe mal kurz nach Polen hineingeschnuppert.

Was möchtest Du 2016 haben, was Du 2015 nicht hattest?
Das, was ich auch dieses Jahr wollte: Mehr Zeit für Familie, Freunde, Hobbys – vor allem für das Schreiben und aktuell den Pieterpad.

Welches Datum aus 2015 wirst du nie vergessen?
Den 12. Dezember: Gemütlich bummeln mit einer Freundin und dann zum Weihnachtskonzert, bei dem der Gatte einen Auftritt hatte!

Was war Dein größter Erfolg 2015?
Ich habe mich über den inneren Schweinehund hinweggesetzt und angefangen, den Pieterpad zu laufen. So lerne ich meine Wahlheimat auf eine ganz andere Art kennen, und es macht Spaß!

Welches war Dein größter Fehler?
Mein ewiges Problem, dass ich meine Grenzen manchmal nicht gut bewache und mich dann mal wieder über mich selbst ärgere.

Hast Du eine Krankheit oder eine Verletzung gehabt?
Am Anfang des Jahres wurde ich gleich zweimal von der Grippewelle überrollt. Keine Ahnung, ob es zwei verschiedene waren oder ob ich mich nicht gut genug auskuriert hatte.

Was war das Beste, was Du gekauft hast?
Mein E-Reader. Er macht das Urlaubsgepäck deutlich leichter.

Wessen Verhalten erschreckt Dich oder macht Dich traurig?
Das Verhalten der Terroristen in Paris etc., aber auch das Verhalten diverser „besorgter Bürger“ in unserer Stadt.

Wofür ging das meiste Geld drauf?
Das weiß ich nicht genau, aber ich denke, für unseren Ostsee-Urlaub. In vier Wochen läppert sich einiges zusammen.

Worüber warst Du so richtig aus dem Häuschen?
Über diverse richtig schön analoge Nachrichten mit der Schneckenpost aus der alten Heimat, die mal wieder zeigen, dass 18 Jahre und 800 Kilometer einer Freundschaft nicht unbedingt etwas anhaben müssen.

Welches Lied wird Dich immer an 2015 erinnern?
„Home“ von Dotan. Irgendwie bin ich dieses Jahr darauf gestoßen, und er beschreibt das Gefühl des Heimkommens so toll!

Verglichen mit 2014, warst du im Jahr 2015

…glücklicher oder unglücklicher?
Weder – noch. Und das ist auch gut so.

… reicher oder ärmer?
Ich denke, es bleibt ungefähr gleich.

Wovon hättest Du lieber mehr gemacht?
Ich hätte gern einen Sommerkurs gegeben, aber das hat leider nicht geklappt.

Wovon hättest Du lieber weniger gemacht?
Nervigen Kleinkram, aber das ändert sich hoffentlich im nächsten Jahr.

Wie hast Du Weihnachten verbracht?
Wie letztes Jahr mit dem Gatten und dem Mitbewohner zu Hause. Die Familie wurde nach den Feiertagen besucht.

Hast Du Dich 2015 verliebt?
Dazu nur so viel: Alte Liebe rostet nicht.

Welches war Deine Lieblingssendung im Fernsehen?
Die Camilla-Läckberg-Reihe „Mord in Fjellbäcka“ – eine skandinavische Krimiserie mit Humor, die nicht so furchtbar schwer aufs Gemüt schlägt.

Hast Du jemanden oder etwas hassen gelernt?
Hassen ist ein zu großes Wort, aber es gab schon ein paar Dinge, über die ich mich aufgeregt habe.

Welches war das beste Buch, das du 2015 gelesen hast?
Inselgrab“ von Johan Theorin, ein würdiger Abschluss seiner Öland-Tetralogie.

Was war deine größte musikalische Überraschung 2015?
Dass das Adventskonzert unseres Chores (zusammen mit einigen anderen Chören) erstaunlich gut geklappt hat.

Was hast Du Dir gewünscht und auch bekommen?
Viele interessante Momente und Begegnungen.

Was hast Du Dir gewünscht und nicht bekommen?
Eins der etwas weniger schauerlichen Objekte beim Schrottwichteln.

Welches war Dein Lieblingsfilm in diesem Jahr?
Der Film ist zwar schon aus dem letzten Jahr, aber aus logistischen Gründen konnte ich ihn erst dieses Jahr sehen: „Beste Chance“ von Marcus H. Rosenmüller, der dritte und letzte Teil meiner Heimweh-Trilogie.

Was hast Du an Deinem Geburtstag getan und wie alt bist Du geworden?
Ich habe ihn zu Hause verbracht, wir waren schön essen und ich bin wieder ein Jahr älter geworden.

Welche eine Sache hätte Dein Jahr zufriedenstellender gemacht?
Wenn es mit dem Sommerkurs geklappt hätte.

Was hielt Dich gesund?
Eine ganz gute Verfassung und wohl auch Glück.

Erzähle uns eine wertvolle Lebenslektion, die Du in diesem Jahr gelernt hast!
Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass auf dem Gebiet, das ich vor Urzeiten studiert habe, die Zeit nicht stehengeblieben ist, auch wenn ich jetzt beruflich etwas anderes mache. Mal wieder vorsichtig über den Tellerrand zu schauen wäre also keine schlechte Idee.

Auf was freust Du Dich im Jahr 2016?
Auf die grüne Insel – falls wir nicht wieder auf etwas komplett anderes kommen, geht der Sommerurlaub nach Irland. Außerdem auf neue Herausforderungen, nette Menschen und interessante Begegnungen.

Ich wünsche allen, die sich gelegentlich hierher verirren, mitlesen und kommentieren das Allerbeste für 2016. Möge es ein gutes Jahr werden.

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5 Jahre / 5 jaar Grenzwanderer!

Hätte mich WordPress nicht darauf aufmerksam gemacht, hätte ich meinen eigenen Bloggeburtstag verschnarcht. Grundgütiger, wie die Zeit vergeht! Im Lauf der Zeit  haben sich die Interessen sicher etwas verschoben. Die  Buchbesprechungen sind weniger geworden, was aber sicher nicht heißt, dass ich weniger lese, ich habe nur oft nicht die Ruhe und Inspiration, das gelesene Buch auch zu besprechen. Auch der mehr oder weniger normale Alltag hat mich oft so im Griff, dass ich einfach nicht dazu kommen, über selbigen zu schreiben. Keine Ahnung, wie andere Leute das schaffen. Und da ich ja zur Zeit auch öfter unterwegs bin, liegen noch ein paar Reiseberichte auf Halde, aber die kommen bestimmt in Bälde.

Auf jeden Fall, liebe Leser, vielen Dank für Eure Besuche und Kommentare, über die ich mich immer sehr freue. Darauf trinke ich nun mit euch einen Weißwein, denn ein Gläschen Mosel kann ja bekanntlich nicht schaden. Prost!

Als WordPress mij niet erop attent had gemaakt, had ik bijna de verjaardag van mijn eigen blog niet opgemerkt. De tijd vliegt! In de loop der tijden zijn de interesses zeker iets veranderd. Die boekrecensies zijn minder geworden, wat niet betekend, dat ik nu minder lees, maar vaak heb ik niet de tijd en inspiratie, de boeken dan ook te bespreken. Ook het gewone dagelijkse leven heeft mij vaak zo in zijn greep, dat ik er nauwelijks aan toe kom erover te schrijven. Geen idee hoe anderen dit doen. En omdat ik de laatste tijd ook vaker onderweg ben, liggen er nog een paar reisverslagen op mijn stapeltje, maar die komen zeker gauw.

In ieder geval, beste lezers, hartelijk dank voor jullie bezoeken en commentaren, waar ik altijd heel blij over ben. Daarop drink ik nu met jullie een glaasje witte wijn, dat kan immers geen kwaad.  Proost.

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Foto: Rosel Eckstein, www.pixelio.de

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Jahresrückblick 2014

In meinem Lieblingsforum wird schon seit längerem am Jahresende auf das vergangene Jahr zurückgeschaut: Wünsche, Vorsätze, Erfolge und Misserfolge passieren die Revue.  Bisher habe ich mich dabei immer vornehm zurückgehalten, aber dieses Jahr erschien es mir interessant, auch einmal mitzumachen. Und das Ergebnis möchte ich gerne mit euch teilen. Falls jemand von euch die Idee aufgreifen möchte – gerne! Die Fragen sind lediglich eine Anregung, und man muss sie auch nicht alle beantworten.

Was war das Beste für Dich an diesem Jahr?
The best Fischbrötchen ever“ bei unserer Sommerradtour. Das gab es in Norden.  smile

Hast Du 2014 etwas gemacht, das Du noch nie zuvor gemacht hast?

Wir haben einen Seehund freigelassen.

Hast Du all Deine guten Vorsätze aus dem Vorjahr beherzigt?

Ich wollte auf mein Gewicht achten, und ja, es ist gestiegen.  Sad

Hast Du gute Vorsätze für das nächste Jahr?

Das Übliche: Weniger Schokolade, mehr Sport. Vielleicht sollte ich es mit Ritter Sport versuchen?

Welche Länder hast Du 2014 besucht?
Deutschland und Belgien – und irgendwie auch England, da man die Universitätsstadt Leuven auch „das Oxford Belgiens“ nennt.  Wink

Was möchtest Du 2015 haben, was Du 2014 nicht hattest?
Mehr Zeit für Familie, Freunde, Hobbys und vor allem für das Bloggen. Ein Reisebericht über unsere Sommerradtour mit dem „best Fischbrötchen ever“ will noch geschrieben und zahlreiche Bücher möchten noch besprochen werden.

Welches Datum aus 2014 wirst du nie vergessen?
21. bis 26. Juni, als wir in einem Anfall von Wahnsinn die Strandzesdaagse von Hoek van Holland nach Den Helder liefen.

Was war Dein größter Erfolg 2014?
Dass ich trotz schmerzendem Unterschenkel das Finish der Strandzesdaagse erreichte.

Welches war Dein größter Fehler?
Ein paarmal zu oft ein gutmütiger Trottel gewesen, aber das ist ja mein zweiter Vorname.

Hast Du eine Krankheit oder eine Verletzung gehabt?
Neben den üblichen Zipperlein ein überanstrengter Unterschenkel bei der Strandzesdaagse und im Herbst ein verstauchtes Handgelenk, an dem ich noch lange Freude hatte.

Was war das Beste, was Du gekauft hast?

Einen Mini Cooper in British Racing Green (natürlich zusammen mit dem Gatten).

Wessen Verhalten erschreckt Dich oder macht Dich traurig?
Das Verhalten diverser Politiker und Gewerkschaftsmitglieder, für die Freiberufler verdächtige Scheinselbstständige und sowieso Menschen zweiter Klasse sind.

Wofür ging das meiste Geld drauf?
Für Charles, unseren Mini.

Worüber warst Du so richtig aus dem Häuschen?

Als unser Seehund Lewis zusammen mit sechs weiteren Artgenossen auf die salzige See zuwetzte und in den Fluten verschwand:
https://www.youtube.com/watch?v=TbnXYNobcZw

Welches Lied wird Dich immer an 2014 erinnern?
„It’s a Beautiful Day“ von Queen, eben wegen der Seehunde.

Verglichen mit 2013, warst du im Jahr 2014

…glücklicher oder unglücklicher?
Nachdem ich 2012 gern aus dem Kalender gestrichen hätte, waren die letzen beiden Jahre gut und stabil.

… reicher oder ärmer?
Ich denke, es bleibt ungefähr gleich.

Wovon hättest Du lieber mehr gemacht?
Mehr Radtouren und Blogeinträge.

Wovon hättest Du lieber weniger gemacht?

Bürokratischen Zirkus bei der FH.

Wie hast Du Weihnachten verbracht?
Zu Hause mit meinem Mann. Da unser Chor bei der Christmette gesungen hat, musste der Glühwein allerdings warten….

Hast Du Dich 2014 verliebt?

Ja, das mit Charles war Liebe auf den ersten Blick.  1luvu

Welches war Deine Lieblingssendung im Fernsehen?
Die neuen Folgen der Krimiserie „Lewis“, nach deren Protagonist auch unser Seehund benannt wurde.

Hast Du jemanden oder etwas hassen gelernt?
Das Bürokratengedöns bei der FH. Da hätte ich oft gern in die Auslegeware gebissen.

Welches war das beste Buch, was du 2014 gelesen hast?
Am meisten amüsiert habe ich mich bei der Mama-Carlotta-Reihe, einer Krimiserie mit einer unglaublich liebenswerten Protagonistin.

Was war deine größte musikalische Überraschung 2014?
Wie gefühlvoll der Gatte Schubertlieder singt.

Was hast Du Dir gewünscht und auch bekommen?
Charles!

Was hast Du Dir gewünscht und nicht bekommen?
Genug Zeit für Freunde, Familie, Hobbys etc.

Welches war Dein Lieblingsfilm in diesem Jahr?
Dieses Jahr habe ich keinen Lieblingsfilm. Einen hätte ich zwar gern gesehen, aber der lief hier nicht in den Kinos. Nun warte ich auf die DVD.

Was hast Du an Deinem Geburtstag getan und wie alt bist Du geworden?

Ich war auf dem Campingplatz in Hoek van Holland, wo am nächsten Tag die Strandzesdaagse beginnen sollte. Und ich bin wieder ein Jahr älter geworden.

Welche eine Sache hätte Dein Jahr zufriedenstellender gemacht?
Weniger Hektik und mehr Zeit für mich selbst und die Dinge, die wirklich Spaß machen.

Was hielt Dich gesund?

Meine wohl ganz gute Konstitution.

Erzähle uns eine wertvolle Lebenslektion, die Du in diesem Jahr gelernt hast!

Mammuteinrichtungen wie die FH und ich passen einfach nicht zusammen.

Auf was freust Du Dich in 2015?

Auf unseren geplanten Radurlaub an der Ostsee und viele andere Dinge. Ich hoffe, dass es ein gutes Jahr wird. Prost. beerchug

Zum Schluss möchte ich mich bei allen, die hier vorbei geschaut, mitgelesen und kommentiert haben, bedanken. Ich wünsche euch allen das allerbeste für 2015.

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Frühjahrsputz – Voorjaarsschoomaak

Frühjahrsputz – das heißt nicht, dass ich mit Putzeimer und Lappen bewaffnet durchs Haus wetze, obwohl das auch mal wieder dringend nötig wäre. Nein, im Moment geht es einfach arbeitsmäßig wieder ziemlich rund – viel mehr als mir lieb ist. Darunter leiden momentan nicht nur meine Hobbys (der letzte Eintrag hier ist ja auch schon wieder eine Ewigkeit her), sondern auch mein Elan und meine gute Laune. Zeit zum Ausmisten also.

Deshalb bin ich gerade dabei, einige Projekte, Aufgaben und Abläufe unter die Lupe zu nehmen. Ein paar Dinge werde ich in Zukunft nicht mehr machen, da sie einfach mehr Zeit und Aufwand kosten, als was sie einbringen. Bei anderen Dingen muss eine andere Arbeitsverteilung her – es kann nicht sein, dass der ganze unliebsame Kleinkram immer öfter bei mir landet, „weil die anderen es nicht einplanen können“. Letzte Woche habe ich kategorisch erklärt, dass ich es auch nicht kann.

Ich hoffe, dass das Aussieben in absehbarer Zeit Früchte abwirft und ich endlich mal wieder die Zeit und Inspiration für einige Blogposts finde. Es ist ja nicht so, dass es nichts zu berichten gäbe! Am Mittwoch z.B. wird unser Adoptionsseehund Lewis freigelassen. Diesen Tag haben wir uns freigeschaufelt und fahren mit nach Schiermonnikoog, der einizgen niederländischen Watteninsel, auf der wir noch nicht waren. Und davon werde ich selbstverständlich Bericht erstatten.

———

Voorjaarsschoonmaak – dat betekent niet, dat ik met emmer en dweil door het huis stuif, hoewel dat eigenlijk ook weer dringend nodig is. Nee, op het moment is er op het werk gewoon heel veel te doen – veel meer dan goed is voor mij. Daaronder lijden niet alleen mijn hobby’s (mijn laatste post hier ligt ook al weer in een ver verleden), maar ook mij enthousiasme en mijn humeur. Tijd voor de schoonmaak dus.

Daarom ben ik nu bezig, een aantal projecten, werkzaamheden en procedures onder de loep te nemen. Een paar dingen ga ik in de toekomst iet meer doen, omdat ze mij meer tijd en energie kosten dan wat ze opleveren. Bij andere dingen moet er een nieuwe taakverdeling komen – het kan  niet, dat al die ongeliefde kleine dingetjes steeds vaker op mijn bord belanden, „omdat de anderen het niet in kunnen plannen.“ Vorige week heb ik gewoon verteld, dat ik dat nu ook iet meer kan.

Ik hoop dat het sorteren binnenkort vruchten afwerpt en ik eindelijk weer de tijd en inspiratie voor een aantal blogstukjes vind. Het is niet zo, dat er niets te vertellen valt! Op woensdag wordt bijvoorbeeld onze adoptiezeehond Lewis vrijgelaten. Deze dag konden we vrijroosteren, en we gaan mee naar Schiermonnikoog, het enige Nederlandse waddeneiland, waar we nog niet eerder geweest zijn. En natuurlijk zal ik hiervan berichten.

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Öfter mal was Neues – Weer eens iets nieuws

Jetzt hatte ich schon ziemlich lange das Theme „Ocean Mist“ verwendet. Aber irgendwann fing diese recht kleine, graue Schrift an, mir auf die Nerven zu gehen – ich werde schließlich auch nicht jünger. 😉 Also stöberte ich mal wieder in den WordPress-Themes, und meine Wahl fiel auf „Adventure Journal“.  Das finde ich ganz passend, denn eine Grenzwanderung ist schließlich immer ein Abenteuer.

Nu heb ik al vrij lang het theme „Ocean Mist“ gebruikt. Maar op een gegeven moment begon het vrij kleine grijze lettertype, op mijn zenuwen te werken – ik word immers ook een dagje ouder. 😉  Dus bekeek ik weer eens de verschillende WordPress-themes en koos tenslotte voor „Adventure Journal“.  Dit vind ik wel toepasselijk, want een grenswandeling is immers altijd een avontuur.

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3 Jahre / 3 jaar Grenzwanderer!

Hätte WordPress mir nicht persönlich gratuliert, hätte ich gar nicht mitgekriegt, dass mein gemütliches Blog heute schon drei Jahre existiert. Zur Zeit tut sich hier nicht so viel, aber ich habe im Moment recht viel zu tun. Bald kommen hoffentlich wieder ruhigere Zeiten, und dann geht auch der Reisebericht weiter. Auf jeden Fall ein herzliches Dankeschön an meine Leser für euer Interesse!

Als WordPress mij niet persoonlijk had gefeliciteerd, was het mij helemaal niet opgevallen, dat mijn gezellig blogje al drie jaar bestaat. Tegenwoodig  gebeurt hier niet zo veel, maar ik heb op het moment vrij veel te doen. Straks komen hoplijk weer rustigere tijden, en dan gaat het ook verder met mijn reisverslag. In ieder geval hartelijk dank aan mijn lezers voor jullie interesse!

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Foto (c) bu Thomas Max Müller, www.pixelio.de

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Nochmal 52 Bücher (16) – „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling

Nochmal 52 Bücher

Mann, mann, mann, mit dem Bücherprojekt hinke ich mal wieder ganz schön hinterher, und besser wird es in der nächsten Zeit sicher nicht, da mein wohlverdienter Urlaub vor der Tür steht. Aber ein Buch möchte ich noch vorstellen, und zwar zum Thema: „Welchem Autor wolltest Du schon mal was nettes sagen? ;-) Oder was würdest Du gerne mal fragen….

ichbindannmalweg

Und das Buch, um das es geht, ist Hape Kerkelings wunderbarer Reisebericht „Ich bin dann man weg – Meine Reise au dem Jakobsweg“ (München, 2009).

Im Jahr 2001 erlitt Hape einen Hörsturz, und außerdem wurde ihm die Gallenblase herausgeommen, Zeit also, die Notbremse zu ziehen. Und so beschloss er, in seiner Auszeit nach Santiago de Compostela zu pilgern. Auf dieser Reise schreibt er ein Tagebuch, das er einige Jahre später veröffentlicht. Das Buch ist einfach herrlich, weil Hape sehr ehrlich und mit gewohntem Humor über seine Erlebnisse schreibt. Und für einen bekennenden „Couch Potoato“ wie ihn ist so eine Pilgerfahrt unter oft sengende Sonne durch rauhe und unwegsame Landschaften nicht gerade einfach. Gelegentlich fährt er auch ein Stück mit Bus oder Bahn, was ihm diverse Hardcore-Pilger wohl übelnehmen dürften, aber die letzten 100 km läuft er, wie es sich gehört.

Aufmerksam beobachtet er auch die Menschen, die ihm begegnen, und es sind schon einige sehr schräge Vögel darunter, wie zum Beispiel das Paar Schnabbel und Bock, die sich unterwegs ständig streiten, oder die Österreicherin, die auch in dem kleinsten Nest immer auf der Suche nach einem „G’schäfterl“ ist. Anfangs läuft er noch allein, doch das letzte Drittel (ungefähr) geht er mit Anne aus England und der Neuseeländerin Sheelagh, mit denen ihn wohl heute noch eine gute Freundschaft verbindet.

Wie ich schon erwähnte, ist er herzerfrischend ehrlich, auch oder gerade wenn es mal nicht so super läuft. Als er eines Morgens ohne Frühstück aufbrechen muss, da die Bar erst um acht Uhr öffnet, ist er furchtbar schlecht gelaunt und will alles hinschmeißen: „Hätte große Lust, einen von diese Muschelwegweisern, die hier überall am Weg stehenm zu zertrümmern. […] Herrje, ich kann meine schlechte Laune kaum bändigen. Ich habe die Schnauze voll von dieser doofen Pilgerei und will sofort mein Frühstück!“ (Seite 159/160) Als ich meinem Mann de Stelle vorlas, meinte er: „Klar, genauso führst du dich auch auf, wenn du nichts zu Essen kriegst.“ Verschämt muss ich zugeben, dass er recht hat.

Und was möchte ich ihm sagen? Wenn ich die Gelegenheit hätte, würde ich ihm sicher mitteilen, dass ich einen Riesenrespekt vor seiner Leistung habe, und dass ich das Buch schon mehrmals gelesen habe und doch immer wieder etwas Neues entdecke.

Und eine Frage habe ich natürlich  auch: An einem der ersten Tage geriet er in einen kräftigen Regenguss, der ihn und seinen Rucksack komplett durchweichte. Eine Woche später übernachtet er in einer Pilgerherberge (was ihm gar nicht gefällt!) und will seinen Schlafsck auspacken: „[…] als ich ihn aus meinem Rucksack ziehe, strömt mir ein nassfauliger Geruch entgegen. Der Schlafsack ist klitschnass! Mist, ich hatte in Roncesvalles vergessen, das Ding an der Luft trocknen zu lassen. Schnell lasse ich ihn wieder verschwinden.“

Wie um alles in der Welt hat er es geschafft, das nasse Teil eine Woche lang mitzuschleppen, ohne es zu merken? Und wie hat er es dann entsorgt? Haltet mich für bekloppt, aber ein Schlafsack ist für mich ein essentieller Teil der Grundausstattung, und solche losen Enden lassen mir keinen Ruhe. Vielleicht habe ich ja irgendwann mal die Gelegenheit, diese Fragen zu stellen.

Und jetzt bin ich auch erst mal weg…

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Nochmal 52 Bücher (11) – „Wintersonnenwende“ von Susan Cooper

Nochmal 52 Bücher

Erhebt die Finsternis sich wieder, wehren sechs sie ab;
Drei aus dem Kreis und Drei von dem Pfad.
Holz, Bronze, Eisen; Wasser, Feuer, Stein;
Fünf kehren wieder und Einer geht allein.“

Diese Woche gibt es ein Thema in verschiedenen Variationen: „Liebstes Kinderbuch“, „Ein Buch das man als Kind geliebt hat“ und „Welche/r Autor/in hat Dich in Deiner Kindheit am meisten beeindruckt, sprich: Welche Bücher hast Du damals unter der Bettdecke verschlungen?“

Schon als Kind war ich ein Stubenhocker und eine Leseratte, und Lieblingsbücher hatte ich unheimlich viele – eigentlich fast alles, was man lesen konnte. Also welches Buch? Aus irgendwelchen Gründen rüttelte die Formulierung von Dark Johann „Welche Bücher hast du damals unter der Bettdecke verschlungen“ eine ganz bestimmte Erinnerung wach:

wintersonnenwende

Der Originaltitel lautet „The Dark Is Rising“ (1973),  aber im zarten Alter von zehn Jahren konnte ich ja noch kein Englisch. 😉

Will Stanton, siebter Sohn eines siebten Sohnes, lebt friedlich mit seiner Familie in einem Dorf in England. Doch an seinem elften Geburtstag bekommt er einen eisernen Kreis mit einem Kreuz geschenkt, und ab diesem Moment ist nichts mehr, wie es war. Er lernt den geheimnisvollen Merriman Lyon kennen und erfährt, dass er zu den Uralten gehört, die auf der Seite des Lichts gegen die Finsternis kämpfen und sich frei durch Raum und Zeit bewegen können. Wills Aufgabe ist es, die sechs Zeichen des Lichts, die vor langer Zeit verloren gegangen waren, wieder zu finden.

Mit Hilfe von Merriman und der Alten Dame lernt Will, seine besonderen Kräfte zu kontrollieren, wobei er natürlich auch die notwendigen Fehler macht. Doch es sind die zwölf Tage zwischen Weihnachten und Dreikönig, und die Kräfte der Finsternis werden stärker. In der längsten Nacht des Jahres während eines fürchtbaren Schneesturms holt der schwarze Reiter zum entscheidenden Schlag aus…

Auch für die eifrige Leserin waren die Tage zu kurz, und so musste ich notgedungen mit der Taschenlampe unter der Decke Will auf seiner Suche begleiten und mit ihm mitfiebern. Damals wurde wohl meine Begeisterung für die Mythen, Sagen und Legenden der britischen Inseln geweckt: König Artus, Merlin, Herne der Jäger…

Es ist natürlich ein klassisches Thema – der Kampf des Lichts gegen die Finsternis oder Gut gegen Böse. Zum Uralten war man vorbestimmt, doch der Finsternis konnte jeder sich anschließen. Darüber habe ich lange intensiv nachgedacht, und ich fand es irgendwie schade, dass ich wohl kein Uralter werden konnte.

Viel später entdeckte ich, dass „Wintersonnenwende“ der zweite Band eines fünfteiligen Zyklus ist. Natürlich habe ich auch die anderen Bände gelesen, doch diese gewaltige Sogwirkung (ich kann es nicht anders beschreiben) hatten sie leider nicht. Vielleicht liegt es daran, dass dieser Band im Gegensatz zu den anderen mitten im Winter spielt, wo sowieso alles viel geheimnisvoller ist: Die Vorbereitungen auf Weihnachten und die damit verbundene Vorfreude, wie man sie selber auch kennt. Und plötzlich muss Will als Uralter eine Art Doppelleben führen, um seine Aufgabe zu vollbringen. So ist er zum Beispiel mit seinen Geschwistern beim Weihnachtsliedersingen im nahegelegenen Gutshaus, als plötzlich alle um ihn herum erstarren, nur er singt weiter. Er macht sich schon Sorgen, wie er denn als Elfjähriger die Baritonpartie des Königs Wenzeslas singen soll, als Merriman neben ihm steht und den Part übernimmt. Sie sind in einer anderen Zeit, wo Will eines der Zeichen finden muss.

Wenn ich dazu komme, werde ich dieses Buch nochmal lesen, diesmal allerdings im Original. Mal sehen, ob der Zauber immer noch wirkt. Ich werde es euch auf jeden Fall wissen lassen.

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