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Bußgeld für das Ausruhen an einer Bushaltestelle – im Ernst jetzt?

Am Anfang dieser Woche stieß ich in unserer – wohlgemerkt niederländischen – Tageszeitung aufeine Meldung, die mich seitdem ziemlich umtreibt. In Düsseldorf bekam nämlich ein 83jähriger Rentner ein Bußgeld von 35 Euro aufgebrummt, weil er sich sage und schreibe acht Minuten auf einer Bank an einer Bushaltestelle ausgeruht hat.

Anders als viele User in den sozialen Netzwerken teilt unsere Zeitung solche Meldungen nicht reflexartig und ungeprüft, aber ich bemühte doch zur Sicherheit Tante Google, um zu sehen, ob da was dran ist, denn mir kam das doch ziemlich absurd vor. Aber es scheint zu stimmen, wie man unter anderem hier nachlesen kann. Ein paar Tage später hat die Stadt wieder eingelenkt und den Bescheid zurückgezogen, man hätte den Rentner halt für einen Obdachlosen und/oder Alkoholiker gehalten, der sich auf der Wartebank breit macht. Auch nicht gerade eine freundliche Erklärung, denn diese Leute sind meist nicht freiwillig da gelandet, wo sie sind.

Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass sich manche Nahverkehrsnutzer von Leuten, die lange auf so einer Bank sitzen, eingeschüchtert fühlen, finde ich es schlichtweg unmöglich, mit unseren älteren Mitbürgern so umzuspringen. Schließlich erwischt es uns alle mal, und auch jungen Leuten kann es passieren, dass sie sich z. B. nicht gut fühlen und sich mal kurz hinsetzen wollen. Etwas Mitmenschlichkeit und Fingerspitzengefühl wären in so einer Situation sicher nicht verkehrt.

Meine Leser wissen ja, dass ich oft radelnder- und wandernderweise unterwegs bin. Bei diesen Gelegenheiten habe ich mich schon häufig an einer Bushaltestelle ausgeruht, mich dort vor dem Regen untergestellt oder – o Tod und Hölle – einen Imbiss verspeist. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass ich damit eine bußgeldwürdige Ordnungswidrigkeit begehe. Und mit meinem Rucksack einschließlich Dackelhütte könnte man mich durchaus für einen obdachlosen Alkoholiker halten, sicher wenn ich schon eine längere Strecke hinter mir habe.

Na ja, ich weiß auf jeden Fall, welche Stadt ich auf meinen Streifzügen vorläufig nicht ansteuern werde. Nicht dass ich das in absehbarer Zeit vorgehabt hätte, aber man kann es ja mal verkünden. Außerdem bin ich froh, dass es auch anders geht, und dass es in der freien Natur zehlreiche „Wandelbankjes“ gibt, die zum Rasten und Verweilen einladen.

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Faul – Lui

Die letzten Wochen waren ziemlich hektisch: Arbeit, ein großes Projekt, Termine, Fortbildung und was halt sonst noch so zusammenkommt. Das kommende Wochenende verspricht endlich mal wieder etwas ruhiger zu werden. Gestern am Frühstückstisch entspann sich folgendes Gespräch:

– Sollen wir dieses Wochenende mal wieder etwas unternehmen, irgendwo hinfahren oder so?
– Vielleicht, aber wir müssen ja noch die Karten für den nächsten Urlaub zusammensuchen.
– Stimmt! Das ist eigentlich genug Aktivität für so ein Wochenende. Belassen wir es dabei.

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De afgelopen weken waren behoorlijk druk: werk, een groot project, afspraken, een cursus en wat er verder nog allemaal bij elkaar komt. Het komende weekend belooft eindelijk weer een beetje rustiger te worden. Gisteren aan de ontbijttafel vond het volgende gesprek plaats:

– Zullen we dit weekend weer eens iets doen, ergens naartoe ofzo?
– Dat kan, maar we moeten ook nog de kaarten voor de vakantie bij elkaar zoeken.
– Klopt. dat is eigenlijk genoeg activiteit voor zo’n weekend. Laten we het erbij.

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