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Und wieder ist ein Jahr vorbei – Jahresrückblick 2019

So ein Jahr vergeht schnell, und wieder ist es Zeit, das letzte Jahr Revue passieren zu lassen. Der Fuß machte in diesem Jahr immer noch Fortschritte, d. h. plötzlich gingen Sachen wie das Betreten der Galerie in meinem Arbeitszimmer über die recht schmale Leiter, zum Zug sprinten und dergleichen wieder. Eine Kollegin, die sich vor einigen Jahren eine ernsthafte Knieverletzung zugezogen hatte, konnte dies bestätigen – so ein Heilungsprozess dauert halt.

Was war das Beste für Dich an diesem Jahr?
Dass es mal wieder ein recht normales Jahr ohne allzuviel Gedöns war. Manche Dinge braucht man einfach nicht.

Hast Du 2019 etwas gemacht, das Du noch nie zuvor gemacht hast?
Nichts Spektakuläres, auf jeden Fall bis jetzt. Aber seit einigen Jahren bin ich Mitglied bei der Organisation „Vrienden op de fiets (Freunde auf dem Fahrrad)“, wo man zu einem günstigen Preis in Privathaushalten übernachten kann. Beim Pieterpad habe ich das des Öfteren getan, und jetzt sind wir selbst Gasthaushalt geworden. Wir hatten zwar bisher zwei Anfragen, die wir jedoch nicht annehmen konnten, weil wir dann selbst nicht da waren, aber vielleicht wird es nächstes Jahr besser.

Hast Du all Deine guten Vorsätze aus dem Vorjahr beherzigt?
Auf dem Overijssels Havezatenpad bin ich ein ganzes Stück weitergekommen, ungefähr 125 km, beim Trekvogelpad waren es etwas weniger, nämlich 37. Daneben habe ich ein paar kleinere Wanderungen auf der Runde von Enschede, dem Hanzestedenpad und dem Twentepad gemacht. Das Loswerden der Frustkilos und der Verbessern der Kondition hätte besser gehen können, aber das geht nächstes Jahr ja auch noch.

Hast Du gute Vorsätze für das nächste Jahr?
Dasselbe wie im Jahr davor, nämlich weiterhin regelmäßig wandern gehen, vor allem auf dem Overijssels Havezatenpad und dem Trekvogelpad. Einen der beiden würde ich auch ganz gern zu Ende laufen, aber das ist vielleicht ein bisschen zu ehrgeizig.

Welche Länder hast Du 2019 besucht?
Deutschland, Frankreich, Belgien und Irland.

Was möchtest Du 2020 haben, was Du 2019 nicht hattest?
Eine Badewanne (siehe unten).

Welches Datum aus 2019 wirst du nie vergessen?
Kein bestimmtes Datum, aber eine schöne Reise auf die grüne Insel.

Was war Dein größter Erfolg 2019?
Dass ich den ganz normalen Alltag einigermaßen überstanden habe.

Welches war Dein größter Fehler?
Keine größeren Fehler, das übliche Kleinzeugs und diverse Fehleinschätzungen halt.

Hast Du eine Krankheit oder eine Verletzung gehabt?
Im Januar eine Grippe, gepaart mit einem hartnäckigen Husten, der mir mehrere Wochen treu blieb. Ansonsten die üblichen Zipperlein.

Was war das Beste, was Du gekauft hast?
Diverse Bücher, in elektronischer und in Papierform.

Wessen Verhalten erschreckt Dich oder macht Dich traurig?
Diesmal das der zahlreichen AfD-Wähler in Thüringen. Das verheißt wenig Gutes.

Wofür ging das meiste Geld drauf?
Wir haben die Terrasse und den Vorplatz neu herrichten lassen. Schon nach zwei Tagen sah es so ordentlich aus, dass sich einige Kursteilnehmer fragten, ob sie vor dem richtigen Haus standen. Und die Irlandreise war auch nicht gerade billig.

Worüber warst Du so richtig aus dem Häuschen?
Vielleicht über die wunderschönen Ausblicke bei unserer Irlandreise. Bei Aussichts-punkten haben wir ja normalerweise Pech, entweder regnet es oder es herrscht dicker Nebel.

Welches Lied wird Dich immer an 2019 erinnern?
Im Zusammenhang mit besagter Irlandreise „Galway Girl“ von Ed Sheeran. In Galway hat es auch diesmal wieder geregnet.

Verglichen mit 2018, warst du im Jahr 2019

…glücklicher oder unglücklicher?
Glücklicher, es ging mir ja wieder deutlich besser.

… reicher oder ärmer?
Um einiges reicher, das letzte Jahr war ja in dieser Hinsicht nicht ganz so der Brüller. Wir haben auch gleich ein neues Badezimmer bestellt, mit seniorenfreundlicher Badewanne. Gemacht werden soll das Ganze nächstes Jahr im April. Schaun mer mal.

Wovon hättest Du lieber mehr gemacht?
Gewandert natürlich, und gebloggt, wie auch letztes Jahr. Die Ideen habe ich ja, aber mit der Umsetzung hapert es des öfteren.

Wovon hättest Du lieber weniger gemacht?
Nichts, des basst scho.

Wie hast Du Weihnachten verbracht?
Am Heiligabend hatten wir Frühschicht in der Synagoge, wo es gleich mal Geburtstagstorte gab. Die hatte aber nichts Christi Geburt zu tun. Abends hat unser Chor in der Christmette gesungen, wo wir fast ausgeräuchert wurden. Der Pastor findet Weihrauch nunmal so schön. Hätten die Drei Könige dem Kind nicht was anderes mitbringen können, z. B. Glühweingewürz? Die restlichen Feiertage ruhig mit Spaziergängen und dergleichen.

Hast Du Dich 2019 verliebt?
Alles wie gehabt.

Welches war Deine Lieblingssendung im Fernsehen?
„Sterren op het doek“, bei dem drei Künstler jeweils einen Promi malen, während der Moderator (in dieser Saison Kolumnist Özcan Akyol, den ich sehr gern lese) sie interviewt.

Hast Du jemanden oder etwas hassen gelernt?
Nö, hassen finde ich immer noch zu viel gesagt. Gelegentlich rege ich mich über jemanden auf, aber wer tut das nicht?

Welches war das beste Buch, das du 2019 gelesen hast?
Am amüsantesten fand ich diesmal „Gray“ von Leonie Swann (die mit den Schafskrimis). Diesmal ist der Held allerdings ein Graupapagei, der einem recht weltfremden Professor aus Cambridge bei der Aufklärung eines Mordes hilft. Da das Tier auch noch recht musikalisch ist, gibt’s einen Ohrwurm inklusive: „Ra ra ranana, ga ga ulala, we’re in a bad romance …“

Was war deine größte musikalische Überraschung 2019?
Der Opern- und Musiclasänger Henk Poort. Wir entdeckten ihn bei dem Fernsehprogramm „Beste Zangers“, wo verschiedene Sänger das Repertoire der jeweils anderen singen. Mir ging es dabei so ähnlich wie einem Kommentator auf YouTube: „I watched it for Floor Jansen and I discovered Henk Poort“. Nur war ich eher zufällig in das Programm gestolpert und fand Floor Jansen, die stimmgewaltige Frontfrau der finnischen Metalband Nightwish, interessant genug, um die Folge, die ihr gewidmet war, anzuschauen. Und während die anderen Teilnehmer eher auf safe spielten und eher Balladen coverten, die irgendwann mal für Floor wichtig waren, wagte sich Henk Poort am weitesten aus seiner Comfort Zone und sang die Disturbed-Version von „Sound of Silence“. Später sang er zusammen mit Floor „The Phantom of the Opera“, ein Duett, das einen aus den Socken haut! Aber am schönsten finde ich seine Interpretation von „Vincent“ in der niederländischen Übersetzung von Martine Bijl. Schon der Satz „En in die warme zomernacht heb je het eindelijk opgebracht wanhopig van de wereld weg te gaan“ ist mehrerer Literaturpreise würdig.

Was hast Du Dir gewünscht und auch bekommen?
Dass sich die Auftragslage gegenüber dem letzten Jahr wieder stabilisiert hat.

Was hast Du Dir gewünscht und nicht bekommen?
Hier wiederhole ich den Satz vom letzten und vorletzten Jahr: Eigentlich nichts, ich wünsche mir nicht mehr so viel, sondern versuche mich über die Dinge zu freuen, die meinen  Weg kreuzen.

Welches war Dein Lieblingsfilm in diesem Jahr?
Downton Abbey – what else?

Was hast Du an Deinem Geburtstag getan und wie alt bist Du geworden?
Nichts besonderes, wir haben in aller Ruhe zu Hause gefeiert. Und ich bin wieder etwas älter, wenn auch nicht unbedingt weiser geworden.

Welche eine Sache hätte Dein Jahr zufriedenstellender gemacht?
Eine Badewanne, die fehlt mir schon eine ganze Weile.

Was hielt Dich gesund?
Das weiß ich nicht genau, vielleicht Glück?

Erzähle uns eine wertvolle Lebenslektion, die Du in diesem Jahr gelernt hast!
Dieselbe wie im letzten Jahr: Es kommt, wie es kommt, und manchmal braucht es sehr viel Geduld.

Auf was freust Du Dich im Jahr 2020?
Unser neues Badezimmer (einschließlich seniorenfreundlicher Badewanne), neue Wanderungen und vieles mehr.

Und nun lasse ich dieses Jahr etwas nachdenklicher mit „Vincent“, gesungen von Henk Poort ausklingen und wünsche euch allen ein gutes, gesundes und glückliches Jahr 2020.

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