Eine weitere Decke

Auch dieses Jahr gibt es wieder eine Krabbeldecke. Unser Mitbewohner, ein Doktorand an der Universität, der inzwischen viereinhalb Jahre bei uns wohnt und wohl demnächst in seine Heimat zurückkehren wird, ist Vater geworden. Es fühlt sich ein bisschen an, als ob wir Großeltern geworden sind. Und so habe ich natürlich wieder eine Decke gemacht.

Dieses Mal wurden keine neuen Stoffe dazu gekauft, und der Rückseitenstoff einer anderen Decke diente dieses Mal as zentrales Vorderseitenelement. Das Format ist ungefähr 1,60 m mal 1,20 m. Das Top wurde wieder mit der Maschine gepatcht und mit der Hand durchgequiltet.

Ein paar Details:

Die Rückseite ist einer der Stoffe, die mir eine Chor-Kollegin von Peter geschenkt hat.

Und selbstverständlich hat der andere Mitbewohner ausführlich probegesessen und sie für gut befunden.

Alles Gute für den neuen Erdenbürger.

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Das Jahr, dessen zweite Hälfte besser wurde – Jahresrückblick 2025

In der ersten Hälfte des Jahres ging es mir nicht so gut – ich hatte wenig Energie und das Gefühl, dass mein Körper mich nicht mehr mochte. Kein Wunder, ich hatte ihn auch nicht gerade gut behandelt. Ich hatte in den letzten zwei bis drei Jahren ein paar blöde Kurskombinationen, bei denen ich viel im Auto unterwegs war, was ich sowieso nicht besonders mag. Also wenig Bewegung, viel ungesunde Snacks etc. Ungefähr in der Mitte des Jahres habe ich dann versucht, einen anderen Weg einzuschlagen. In unserer informellen Kollegengemeinschaft haben wir die Aufgaben anders verteilt. Für Niederländisch ist eine neue Kollegin dazu gekommen, Englisch konnte ich zu einem großen Teil an die beiden Mitkolleginnen abgeben. So muss ich weniger durch die Gegend hetzen und kann die meisten Firmenkurse mit der Leeze (Biobike) machen. Und ich habe mehr Zeit zum Selberkochen. Außerdem habe ich mit Tai Chi angefangen.

Was war das Beste für dich an diesem Jahr?
Dass ich es geschafft habe, ein paar Kilo abzunehmen und mich insgesamt wieder wohler fühle.

Hast du 2025 etwas gemacht, das du noch nie zuvor gemacht hast?
Eine ETA beantragt, da wir nächstes Jahr wieder nach England wollen.

Hast du all deine guten Vorsätze aus dem Vorjahr beherzigt?
Leider nicht, das mit dem Wandern hat noch nicht so ganz geklappt. Aber ich arbeite dran.

Hast du gute Vorsätze für das nächste Jahr?
Noch ein paar Kilo runter, wenn es geht, und auf dem eingeschlagenen gesünderen Weg weiter gehen.

Welche Länder hast du 2025 besucht?
Deutschland, Österreich, Slowenien (neu!) und Italien. Es war ein schöner Sommerurlaub.

Was möchtest du 2026 haben, was du 2025 nicht hattest?
Eigentlich dasselbe wir letztes Jahr: Mal wieder mehr Zeit, Energie und Inspiration zum Schreiben. Da ist noch Luft nach oben. Ideen habe ich genug, nur mit der Umsetzung hapert es leider im Moment.

Welches Datum aus 2025 wirst du nie vergessen?
Den 21. Dezember, da hatte ich meine „five minutes of fame„.

Was war dein größter Erfolg 2025?
Meine verlorenen Kilos.

Welches war dein größter Fehler?
Diesmal keine großen Fehler, etwas Kleinzeugs halt.

Hast du eine Krankheit oder eine Verletzung gehabt?
Eine ziemlich fiese Grippe im Februar.

Was war das Beste, was du gekauft hast?
Die Donald-Duck- Ausgabe „Het geheim van Enschede“, for obvious reasons.

Wessen Verhalten erschreckt dich oder macht dich traurig?
Wie in den letzten Jahren das diverser Politiker und Wähler in unserem Land und anderswo.

Wofür ging das meiste Geld drauf?
Für den Urlaub.

Worüber warst du so richtig aus dem Häuschen?
Dass ich bei zwei Vorstellungen der King’s Men mitmachen durfte.

Welches Lied wird dich immer an 2025 erinnern?
„Light of Hope“ von Chris Rea. Als sein Tod bekannt gegeben wurde, dachte ich daran, wie dieses Lied mich in schweren Zeiten begleitet hat.

Verglichen mit 2024, warst du im Jahr 2025

…glücklicher oder unglücklicher?
Unterm Strich wohl etwas glücklicher.

… reicher oder ärmer?
Etwas ärmer, da ich den beruflichen Rekord vom letzten Jahr nicht nochmal hingekriegt habe. Aber das ist nich schlimm.

Wovon hättest du lieber mehr gemacht?
Gewandert und geschrieben.

Wovon hättest du lieber weniger gemacht?
Weniger im Auto von Kurs zu Kurs gefahren.

Wie hast du Weihnachten verbracht?
Heiligabend ruhig in Gesellschaft von Gatten und Mitbewohner. Am ersten Weihnachtsfeiertag haben wir mit unserem Studenten aus Indien (dem anderen Mitbewohner) gemütlich gegessen und am zweiten Feiertag die Schwiegermutter besucht.

Hast du dich 2025 verliebt?
Nö.

Welches war deine Lieblingssendung im Fernsehen?
„Woeste Grond“, eine Serie über eine Bauernfamilie hier in der Gegend mit bekannten Orten.

Hast du jemanden oder etwas hassen gelernt?
Hassen ist zu viel gesagt, aber manche Leute wünscht man schon dahin, wo der Pfeffer wächst.

Welches war das beste Buch, das du 2025 gelesen hast?
„The Midnight Library“ von Matt Haig. Die Hauptfigur Nora Seeddenkt, dass sie jeden im Stich gelassen hat und niemand sie vermissen wird, wenn sie geht. Sie erhält in der Mitternachtsbibliothek die Möglichkeit, verschiedene Versionen ihres Lebens auszuprobieren. Was wäre, wenn sie sich nicht von ihrem Freund getrennt sondern mit ihm das Pub übernommen hätte? Was wäre, wenn sie nicht die Band verlassen hätte, wenn sie ihre Karriere als Schwimmerin weiterverfolgt hätte etc.? Sind die möglichen Versionen des Lebens tatsächlich besser als das Leben, das man führt?

Was war deine größte musikalische Überraschung 2025?
Dass unser Adventskonzert erstaunlich gut geklappt hat.

Was hast du dir gewünscht und auch bekommen?
Ein paar Kilo weniger.

Was hast du dir gewünscht und nicht bekommen?
Dass die Leute wieder etwas verträglicher werden.

Welches war dein Lieblingsfilm in diesem Jahr?
Paddington in Peru.

Was hast du an deinem Geburtstag getan und wie alt bist Du geworden?
Wir haben Kloster Bentlage besucht und ich bin 57 geworden.

Welche eine Sache hätte dein Jahr zufriedenstellender gemacht?
Es war okay so.

Was hielt dich gesund?
Glück wahrscheinlich.

Erzähle uns eine wertvolle Lebenslektion, die du in diesem Jahr gelernt hast!
Manchmal muss man Dinge anders organisieren, wenn es besser werden soll.

Auf was freust du dich im Jahr 2026?
Erst mal darauf, dass die Tage wieder länger werden, dass vielleicht wieder Vögel in unserem Garten brüten, auf interessante Kurse und Projekte, auf unseren geplanten Englandurlaub und vieles mehr.

Ich möchte mit dem Lied „Light of Hope“ abschließen, denn Hoffnung können wir alle brauchen. Ich wünsche euch allen ein gutes neues Jahr.

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Winter Tales – meine „five minutes of fame“

Seit ein paar Jahren bin ich Fan der Theatergruppe „King’s Men“ hier aus der Gegend. Sie spielen Shakespeare in einer Sprachmischung aus Original-Zitaten, Deutsch, Niederländisch und den Dialektformen auf beiden Seiten der Grenze, ein ähnliches Kauderwelsch wie im Scrooge-Haushalt. Dabei kürzen sie die Stücke, wo es nötig ist und erzählen, was sie weglassen. Da sie meistens mit vier bis fünf Leuten spielen, werden auch manche Rollen gnadenlos gestrichen („Die Männer brauchen wir nicht, die Damen schaffen das schon allein“, King Lear) oder immer wieder neu verteilt („Wer spielt Macbeth? – Ich spiele Macbeth“, The Scottish Play).

Dieses Jahr spielen sie „Winter Tales“, basierend auf Shakespeares „The Winter’s Tale – Das Wintermärchen“. Der Schwerpunkt sind die Fragen: „Was ist Heimat? Wo fühle ich mich zu Hause?“ Im Juni machte ich bei einem von ihnen organisierten Theaterworkshop im Kloster Bentlage mit.

Die Teilnehmer sollten sich mit diesen Fragen beschäftigen und ihre eigene Geschichte herausarbeiten. Diese wurden dann aufgenommenund bei einem der Organisatoren abgegeben. Einige davon sollten in die Vorstellung einfließen. Ich hatte keine Ahnung, wie sie das machen wollten, aber vor ein paar Wochen stand in der Zeitung, dass in jeder Vorstellung ein „special guest“ seine Geschichte erzählt. Der für die Premiere war bereits bekannt. Na gut, dann war meine Geschichte wohl nicht interessant genug, das kommt vor. Am selben Abend kam ein Anruf, ob ich denn Lust hätte, bei einer der Dezembervorstellungen mitzumachen. Of course! Was für eine Frage? Ich arbeitete meinen Text aus und schickte ihn für Tipps und Feedback an die Organisatoren. Antwort: Nichts mehr ändern!

Letzten Sonntag war es dann soweit, ich durfte im Schaapskooi (ein ehemaliger Schafstall) auf dem Landgut Twickel auftreten. Um mich an etwas festhalten zu können, hatte ich mein Studienexemplar von Shakespeares „Winter’s Tale“ als Requisite mit einem Spickzettel präpariert.

Gleich an Anfang erklärte die Regisseurin das Projekt mit den Mittsommerworkshops, dann durfte ich nach vorne und wurde dazu befragt. Und dann – meine five minutes of fame – durfte ich erzählen, wie Enschede meine Wahlheimat wurde. Wegen der übersichtlichen Zuschauerzahl hatte ich sofort Kontakt mit dem Publikum, das wohlwollend und interessiert zuhörte. Das mit dem Spickzettel hat wunderbar geklappt, und ich habe mich fast nicht verhaspelt. Das war beim Üben das Problem, ich hatte den Text zwar im Kopf, aber ich schaffte es ewig nicht, ihn einigermaßen unfallfrei herauszukriegen.

Die Aufführung selbst war ganz toll, eine Mischung aus Theater und Erzählung. In der Pause sagten mir mehrere Leute, dass es ihnen gut gefallen hat, und zum Schlussapplaus durfte ich auch nochmal nach vorne.

Schee war’s, und am 29. Dezember bin ich nochmal dabei, diesmal im Theaterhotel Almelo.

Bei der Gelegenheit wünsche ich euch frohe Weihnachten!

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Die fünfte Decke

Vor Kurzem hat mein Großneffe eine Schwester bekommen, und selbstverständlich habe ich für die Kleine wieder eine Decke gemacht. It’s what I do.

Von dem Bettbezug, den ich für die Decke meiner jüngsten Nichte verwendet habe, war noch etwas übrig, und so sind die beiden jetzt Motivbuddies. Auch einige Stoffe, die ich von netten Leuten geschenkt bekommen habe, sind darin verarbeitet. Diesmal habe ich eine größere Variante de Musters „Courthouse Steps“ und eine grün-blaue Farbpalette gewählt:

Die Decke ist wieder ca. 1,50 m mal 1,20 m. Das Top wurde mit der Maschine gepatcht und mit der Hand durchgequiltet.

Auch der Mitbewohner hat wie immer die Decke getestet und für gut befunden. Inzwischen befindet sie sich im Besitz der neuen Erdenbürgerin.

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Hab Vögel im Garten, ob’s stürmt oder schneit

Dieses Wochenende ist wieder die jährliche „Tuinvogeltelling“, bei der man sich eine halbe Stunde ans Fenster setzt und die Vögel im Garten oder auf dem Balkon zählt. Seit einigen Jahren machen wir dabei mit und müssen leider jedes Mal feststellen, dass die Vögel nicht gezählt werden wollen. So auch dieses Jahr. In der ersten Minute drei Blaumeisen, in der vorletzten eine Amsel und dazwischen – nichts.

Aber mein Schreibtisch steht zum Glück am Fenster, und so sehe ich durchaus regelmäßig Vögel in unserem Garten, und zwar nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Amseln und Meisen.

Hin und wieder haben wir einen oder mehrere Eichelhäher zu Besuch, oder ein Grünspecht kommt vorbei und vertikutiert unseren Rasen:

Terrasse, Futterhäuschen und Sträucher werden ebenfalls gerne besucht:

Gelegentlich können wir auch Nachwuchs vermelden. Vor ein paar Jahren brütete ein Amselpärchen in der Hecke unseres Gartens. Da das Frühjahr recht regnerisch und stürmisch war, machte ich mir ziemliche Sorgen und ging abends öfters mit der Taschenlampe in den Garten, um nach dem Rechten zu sehen. Das Weibchen saß aber immer unbeeindruckt auf ihrem Nest. Im nächsten Jahr waren sie schlauer und bauten ihr Nest im Geräteschuppen. Wir räumten unsere Gartengeräte so weit an die Seite, dass wir die werdenden Eltern nicht stören mussten, wenn wir mal was brauchten. Im nächsten Jahr wählten sie den Rolladenkasten über der Terrassentür. Wir rätselten wochenlang, wieviele Kleine wohl im Nest waren. An einem Samstagmorgen saßen wir gerade beim Frühstück, als sie ausflogen. Es waren fünf – zwei Männchen und drei Weibchen. Ich konnte sogar einige Fotos machen!

Auch der Nistkasten wurde letztes Jahr von einem Blaumeisenpärchen bezogen:

Vor ein paar Jahren hatten wir im Februar ziemlich viel Schnee, so dass sich die Vögel in der Nische vor der Terrassentür versammelten. Ich hätte sie gerne alle ins Wohnzimmer eingeladen, aber das ging leider nicht. Also streute ich ziemlich viel Futter, um ihnen durch den Winter zu helfen.

Auch ein Fasan hat sich mal zu uns verirrt. Unser Mitbewohner aus Indien rief: „Oh look, a big bird! Is it a chicken?“ Leider hatte ich mein Telefon nicht griffbereit, und der Fasan war schnell wieder weg. Aber andere exotische Besucher wie Eichhörnchen oder Igel lassen sich – zwar höchst selten, aber immerhin – fotografieren:

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Ein größtenteils ziemlich merkwürdiges Jahr – Jahresrückblick 2024

Auch heute ist es wieder Zeit für den traditionellen Jahresrückblick. Es war ein recht seltsames Jahr. Bei den Wahlen für die Zweite Kammer im November 2023 ist ja die sehr weit rechtsaußen stehende PVV die größte Partei geworden. Zum Alleineregieren hat es noch nicht gereicht, aber nach über einem halben Jahr Koalitionsverhandlungen gab es am 2. Juli 2024 das „Kabinett Schoof“. Dass die VVD (Liberale) und die BBB (angeblich für Bürger und Bauern) da mitmischen, hat mich nicht wirklich erstaunt. Aber dass ausgerechnet die neue Partei NSC (Nieuw Sociaal Contract), die angetreten war, um den Anstand in die Politik zurück zu bringen und den Rechtstaat zu bewachen, dieses Kabinett „from hell“ mit ermöglichte, wird für mich wohl ein ungelöstes Rätsel der Menschheit bleiben.

Außerdem ging recht viel kaputt. Erst habe ich meinen neuen Laptop gewässert, der leider nicht mehr zu retten war, dann verabschiedeten sich meine Webcam und der Drucker, und Peter zerlegte einen Bilderrahmen. Aber am Schlimmsten war, dass wir uns von unserem geliebten Mini Charles verabschieden mussten. Aber jetzt haben wir James, mit dem wir auch sehr happy sind.

Was war das Beste für dich an diesem Jahr?
Unsere Reise nach Südwestengland, wo wir alte Steine angeschaut haben (Stonehenge, Avebury, diverse Burgen etc.).

Hast Du 2024 etwas gemacht, das du noch nie zuvor gemacht hast?
Einen Account für ein Stadtteilauto angelegt, da wir die Zeit, in der Charles in verschiedenen Werkstätten war, überbrücken mussten. Den Account behalte ich jetzt erst mal, hin und wieder müssen Peter und ich doch mal gleichzeitig weg.

Hast du all deine guten Vorsätze aus dem Vorjahr beherzigt?
Nö, wieso?

Hast du gute Vorsätze für das nächste Jahr?
Dasselbe wie in den letzten Jahren, nämlich weiterhin regelmäßig wandern gehen und vielleicht doch noch einen der beiden Wanderwege zu beenden. Auf dem Havezathenpad bin ich immerhin ein Stückchen weiter gekommen (same procedure …).

Welche Länder hast du 2024 besucht?
Deutschland, Frankreich und England. Schön war’s!

Was möchtest du 2025 haben, was du 2024 nicht hattest?
Eigentlich dasselbe wir letztes Jahr: Mal wieder mehr Zeit, Energie und Inspiration zum Schreiben. Das war auch dieses Jahr nicht wirklich was. Vielleicht ist es auch eine Sache der Disziplin.

Welches Datum aus 2024 wirst du nie vergessen?
Auch diesmal gibt es keins, ich kann mir Daten sowieso so schlecht merken.

Was war dein größter Erfolg 2024?
Hier wiederhole ich meine Antwort der letzten Jahre: Einen wirklich großen Erfolg gab es dieses Jahr nicht, eher nicht allzuviele Fehlschläge, was ja auch gut ist.

Welches war dein größter Fehler?
Ein Glas Wasser über den Laptop kippen.

Hast du eine Krankheit oder eine Verletzung gehabt?
Bis auf einen hartnäckigen Husten am Jahresanfang und eine Magen-Darm-Geschichte vor ein paar Wochen ging es mir gut.

Was war das Beste, was du gekauft hast?
James, auch wenn ich Charles gerne behalten hätte.

Wessen Verhalten erschreckt dich oder macht dich traurig?
Das diverser Politiker und Wähler in unserem Land und anderswo.

Wofür ging das meiste Geld drauf?
Für James.

Worüber warst du so richtig aus dem Häuschen?
Sehr gefreut habe ich mich über das Feedback einer Studentin: „Petra was a great teacher. I like how she encouraged us all to try to speak Dutch as much as possible. She is a friendly, patient and warm teacher, which helps a lot, when you are struggling with a new language.“ Das habe ich mir aufgeschrieben und auf den Schreibtisch gelegt, für die Tage, an denen alles und jeder nervt.

Welches Lied wird dich immer an 2024 erinnern?
„The Rose“ in der Version des „Avalonian Free State Choir“. An Peters Geburtstag waren wir in Glastonbury. Wir sind schön Essen gegangen, und danach kamen wir an den Assembly Rooms vorbei, wo ein Konzert dieses Chores stattfand. Dabei wurde unter anderem dieses Lied zum Besten gegeben, und es verknüpfte sich mit unserer Englandreise.

Verglichen mit 2023, warst du im Jahr 2024

…glücklicher oder unglücklicher?
Weder noch.

… reicher oder ärmer?
Es war beruflich ein Rekordjahr, also um einiges reicher.

Wovon hättest du lieber mehr gemacht?
Gewandert und geschrieben.

Wovon hättest du lieber weniger gemacht?
Nichts, das ist okay.

Wie hast du Weihnachten verbracht?
Heiligabend ruhig in Gesellschaft von Gatten und Mitbewohner. Unser Chor sollte eigentlich wieder in der Christmette singen, was aber leider wegen Krankheit des Dirigenten ausfiel. Hoffentlich wird er schnell wieder gesund. Am ersten Weihnachtsfeiertag haben wir mit unserem Studenten aus Indien (dem anderen Mitbewohner) gemütlich gegessen und am zweiten Feiertag die Schwiegermutter besucht.

Hast du dich 2024 verliebt?
In James.

Welches war deine Lieblingssendung im Fernsehen?
„Dwars door de Lage Landen 2“: Arnaut Hauben vom belgischen Fernsehen wandert mit seinen Kollegen Ruben Callens (Ton) und Philippe Niclaes (Kamera) von Lauwersoog nach De Panne. Fernsehen vom Feinsten und schöne Wanderwege, die man noch laufen könnte.

Hast du jemanden oder etwas hassen gelernt?
Nicht wirklich hassen, aber gelegentliche Aufreger gibt es ja immer.

Welches war das beste Buch, das du 2024 gelesen hast?
„The Lying Game“ von Ruth Ware. Vier junge Mädchen hatten sich im Internat den Spaß gemacht, den Leuten allen möglichen Blödsinn zu erzählen, z. B. dass eine von ihnen, Isa Wilde, mit Oscar Wilde verwandt ist. Doch Jahre später entdecken sie, dass sie sich viel tiefer in ihre Lügen verstrickt haben, als sie dachten. Besonders gut gefällt mir hier der Ort: ein fiktives Dorf in Romney Marsh im Südosten Englands – ein schönes, aber auch ziemlich unheimliches Gebiet.

Was war deine größte musikalische Überraschung 2024?
The Avalonian Free State Choir.

Was hast du dir gewünscht und auch bekommen?
Mal wieder nach England zu fahren.

Was hast du dir gewünscht und nicht bekommen?
Es wäre schön gewesen, wenn man Charles noch hätte reparieren können.

Welches war dein Lieblingsfilm in diesem Jahr?
Gab es diesmal nicht.

Was hast du an deinem Geburtstag getan und wie alt bist Du geworden?
Mit einer Bierprobe (belgische Spezialbiere).

Welche eine Sache hätte dein Jahr zufriedenstellender gemacht?
Es war okay so.

Was hielt dich gesund?
Glück wahrscheinlich.

Erzähle uns eine wertvolle Lebenslektion, die du in diesem Jahr gelernt hast!
Dieselbe wie in den letzten Jahren: Je weniger man sich vornimmt und plant, umso besser kann man damit umgehen, wenn die Dinge anders kommen.

Auf was freust du dich im Jahr 2025?
Erst mal darauf, dass die Tage wieder länger werden, dass vielleicht wieder Vögel in unserem Garten brüten, auf interessante Kurse und Projekte, auf unseren Urlaub in Richtung Alpen und vieles mehr.

Gerade habe ich noch die Oliebollen vom Bäcker geholt, und später werden wir uns von Alfred Tezlaff den Unterschied zwischen Punsch und Bowle erklären lassen und James, den Butler, über den Tigerkopf stolpern sehen. Das merkwürdige Jahr 2024 kann ausgeläutet werden, und ich hoffe, dass im nächsten Jahr wieder etwas Ruhe in die Welt einkehrt. Wir könnten es alle brauchen, denke ich.

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Frohe Feiertage!

Als wir am Samstag James abgeholt haben, waren wir noch im weihnachtlich geschmückten Gouda:

Und gestern, am vierten Advent, besuchten wir die Innenstadt von Enschede, wo das Rathaus wieder zur Stadtherberge geworden war:

Ich wünsche euch allen frohe Feiertage! Ich hoffe, ihr könnt ein bisschen zur Ruhe kommen.

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Goodbye Charles! Willkommen James!

Wir hatten Charles, unseren Mini, jetzt gut zehn Jahre, und dieses Jahr haben wir die 200.000-Kilometer-Marke geknackt. Wir hatten gehofft, ihn noch ein paar Jahre fahren zu können, aber leider sollte das nicht so sein. Vor ein paar Monaten begann der Motor zu bocken und blauer Rauch kam aus dem Auspuff. Der Mechaniker unseres Vertrauens konnte den Schaden beheben, und wir besuchten noch meine Familie in Bayern.

Gute vier Wochen später fing der Zirkus wieder an. Der nette Herr vom Pannendienst fuhr hinter mir her bis zu unserer Werkstatt, wo Charles dann ein paar Tage blieb. Unser Mechaniker konnte nichts finden, und bei jeder Probefahrt benahm Charles sich mustergültig. Bis wir ihn wieder hatten und Peter nach Nordhorn wollte. Da unsere Werkstatt immer noch nicht weiterkam, brachten wir Charles langsam über Landstraßen zu einer Mini-Spezialwerkstatt in der Nähe von Gouda. Dort prüften sie ihn auf Herz und Nieren, aber auch sie konnten die Ursache nicht finden. Also entschlossen wir uns schweren Herzens, Abschied zu nehmen.

Charles hat uns nach Deutschland, Irland, England, Frankreich und Spanien gebacht, und überall war er einfach der Schönste auf dem Parkplatz, dem Campingplatz oder der Fähre.

In der Werkstatt werden sie auf jeden Fall weiter suchen und schauen, ob man ihn nicht doch noch reparieren kann. Und in eben dieser Werkstatt haben wir James gefunden, der uns gestern nach Hause gebracht hat. Er hat mehr technischen Schnickschnack, an den ich mich noch gewöhnen muss, aber das wird schon.

Nach diversen Leih- und Stadt-Teil-Autos, mit denen wir die Zeit überbrückt haben, steht jetzt wieder ein vernünftiges Auto unter unserem Carport. Wen man einmal einen Mini hatte, will man halt nichts anderes mehr.

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Das Jahr, das einfach so vorbeiging – Jahresrückblick 2023

Wie ich vor Weihnachten schon schrieb, ist dieses Jahr einfach irgendwie an mir vorbeigeschwappt. Gerade erst hatte es angefangen, und plötzlich war schon wieder Mitte Dezember. Trotzdem gibt es wieder einiges, auf das ich zurückblicken kann.

Was war das Beste für dich an diesem Jahr?
Dass ich im Sommer meine Familie in Süddeutschland besucht und diverse Freunde in der alten Heimat mal wieder live und in Farbe gesehen habe.

Hast Du 2023 etwas gemacht, das du noch nie zuvor gemacht hast?
Im Urlaub ein paar neue Spezialitäten ausprobiert vielleicht, aber sonst nichts Spektakuläres.

Hast du all deine guten Vorsätze aus dem Vorjahr beherzigt?
Nö.

Hast du gute Vorsätze für das nächste Jahr?
Dasselbe wie in den letzten Jahren, nämlich weiterhin regelmäßig wandern gehen und vielleicht doch noch einen der beiden Wanderwege zu beenden. Auf dem Havezathenpad bin ich immerhin ein Stückchen weiter gekommen.

Welche Länder hast du 2023 besucht?
Deutschland, Frankreich und Spanien. Wir haben unsere Freunde besucht, die letztes Jahr nach Spanien gezogen sind. Da wir nicht fliegen wollten, haben wir einen vierwöchigen Roadtrip daraus gemacht, bei dem wir auch ein paar schöne Städte in Frankreich besichtigt und die alte Heimat besucht haben.

Was möchtest du 2024 haben, was du 2023 nicht hattest?
Mal wieder mehr Zeit, Energie und Inspiration zum Schreiben. Das war dieses Jahr ja nun wirklich nix.

Welches Datum aus 2023 wirst du nie vergessen?
Auch diesmal gibt es keins, ich kann mir Daten sowieso so schlecht merken.

Was war dein größter Erfolg 2023?
Hier wiederhole ich meine Antwort vom letzten Jahr: Einen wirklich großen Erfolg gab es dieses Jahr nicht, eher nicht allzuviele Fehlschläge, was ja auch gut ist.

Welches war dein größter Fehler?
Auch diese Jahr keine größeren Fehler. Ist ja auch nicht schlimm.

Hast du eine Krankheit oder eine Verletzung gehabt?
Ja, mal wieder Corona, und zwar eine Woche vor unserem geplanten Impftermin. The irony of that. Diesmal war es leichter als voriges Jahr, die fiesen Halsschmerzen blieben mir erspart. Aber manche Sachen riechen momentan komisch.

Was war das Beste, was du gekauft hast?
Meinen neuen Laptop für die Arbeit. Mein alter Computer lag schon in den letzten Zügen. Und wir haben uns ein neues Zelt zugelegt und vorher die Rücken-, Seit- und Bauchlage ausprobiert. Ob es was taugt, wird sich nächstes Jahr zeigen.

Wessen Verhalten erschreckt dich oder macht dich traurig?
Das diverser Politiker und Wähler in diesem unserem Lande.

Wofür ging das meiste Geld drauf?
Für den Urlaub. Vier Wochen durch Europa zu gurken hat schon seinen Preis, auch wenn man die meiste Zeit zeltet.

Worüber warst du so richtig aus dem Häuschen?
Wie im letzten Jahr gab es nicht wirklich etwas, das meiste war eher unspektakulär. .

Welches Lied wird dich immer an 2023 erinnern?
Diesmal gab es keins.

Verglichen mit 2022, warst du im Jahr 2023

…glücklicher oder unglücklicher?
Weder noch.

… reicher oder ärmer?
Ein ganz kleines bisschen reicher.

Wovon hättest du lieber mehr gemacht?
Gewandert und geschrieben.

Wovon hättest du lieber weniger gemacht?
Nichts, das ist okay.

Wie hast du Weihnachten verbracht?
Heiligabend ruhig in Gesellschaft von Gatten und Mitbewohner. Und unser Chor hat auch diesmal wieder in der Christmette gesungen – sehr schön und stimmungsvoll. Am ersten Weihnachtsfeiertag haben wir mit unserem Mieter aus Indien (dem anderen Mitbewohner) gemütlich gegessen und am zweiten Feiertag die Schwiegermmutter besucht.

Hast du dich 2023 verliebt?
Nö.

Welches war deine Lieblingssendung im Fernsehen?
„Rail Away“: Die schönsten Bahnstrecken in verschiedenen Ländern. Gerade ist das schottische Hochland dran. Das Programm hat etwas Beruhigendes, finde ich. Und „Langs de IJssel“, in dem der Schauspieler Huub Stapel dem Verlauf der IJssel von dort, wo sie vom Rhein abzweigt, bis zur Mündung ins IJsselmeer folgt und zu dem Schluss kommt, dass sie wohl doch der schönste Fluss der Niederlande ist.

Hast du jemanden oder etwas hassen gelernt?
Nicht wirklich hassen, aber manche Leute gehen mir schon ziemlich auf den Senkel.

Welches war das beste Buch, das du 2023 gelesen hast?
„Der vergessene Geschmack vom Glück“ von Lars Simon. Eine Art kulinarische Spukgeschichte, bei der nicht nur der Protagonist entdeckt, worum es im Leben wirklich geht.

Was war deine größte musikalische Überraschung 2023?
Auch dieses Jahr gab es keine.

Was hast du dir gewünscht und auch bekommen?
Meine Familie und Freunde in der alten Heimat wieder mal in echt zu sehen.

Was hast du dir gewünscht und nicht bekommen?
Wie in den letzten Jahren: Eigentlich nichts, ich wünsche mir nicht mehr so viel, sondern versuche mich über die Dinge zu freuen, die meinen  Weg kreuzen.

Welches war dein Lieblingsfilm in diesem Jahr?
Gab es diesmal nicht.

Was hast du an deinem Geburtstag getan und wie alt bist Du geworden?
Wir waren wieder beim Thailänder.

Welche eine Sache hätte dein Jahr zufriedenstellender gemacht?
Mahr Schwung und Energie vielleicht.

Was hielt dich gesund?
Glück wahrscheinlich.

Erzähle uns eine wertvolle Lebenslektion, die du in diesem Jahr gelernt hast!
Dieselbe wie in den letzten Jahren: Je weniger man sich vornimmt und plant, umso besser kann man damit umgehen, wenn die Dinge anders kommen.

Auf was freust du dich im Jahr 2024?
Auf unseren Urlaub in England (wenn nichts dawischen kommt). Diesmal möchten wir in den Südwesten: Somerset, Wiltshire, Devon, Cornwall etc. Wir werden sicher jede Menge alte Steine bewundern.

Vorhin habe ich noch die Oliebollen geholt, und jetzt brauche ich nicht mehr aus dem Haus. 2024 kann kommen. Ich wünsche euch allen, dass es ein gutes, gesundes und glückliches Jahr wird.

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Diverse Handarbeiten

Auch in diesem Jahr habe ich verschiedene Handarbeiten angefertigt, die ich gerne noch zeigen möchte.

Von verschiedenen netten Leuten habe ich Stoffe geschenkt bekommen, und dafür habe ich eine Menge Ideen, zu denen ich aber bis jetzt noch nicht gekommen bin. Aber für meine Mutter habe ich zwei Sofakissen mit der Technik „Attic Window“ gemacht. Als sie bei meinem Besuch in diesem Sommer ihr Geschenk auspackte, rief meine Nichte: „Oh, schön! Wir haben auch alle drei solche Decken.“

Außerdem habe ich diverse Outfits für unseren Mitbewohner gestrickt und genäht. Er kann doch alles tragen.

Und im Sommer habe ich für mich einen Sonnenhut aus Raffia gehäkelt. Für einen ersten Versuch doch gar nicht schlecht? Jetzt gehe ich also gut behütet durchs Leben.

Und vor ein paar Wochen habe ich eine Puzzlematte genäht. Ich versuche mich gerade an einem 1000-Teile-Puzzle, und in einem Laden sah ich eine Matte, die man auf eine Röhre aufrollen kann. Bei dem ganzen Stoff, den ich im Haus habe, müsste ich sowas doch auch selber machen können. Mit Googles Hilfe habe ich eine Anleitung und die notwendigen Maße gefunden. Von der Badrenovierung haben wir noch eine Pappröhre auf dem Dachboden stehen. Keine Ahnung, was da drin war, auf jeden Fall haben wir ein Stück davon abegsägt, und jetzt kann ich meine angefangenen Puzzles platzsparend aufheben, wenn ich den Tisch zum Arbeiten brauche.

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